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Was darf man denn überhaupt noch sagen?

Als der Antifaschist Ger­hard Bur­da dem Antifaschis­ten und Kabaret­tis­ten Lukas Rese­tar­its in einem sehr kurzen Face­book-Kom­men­tar vorhielt, dass in den Nazi Bren­nöfen Men­schen „durch den Rost gefall­en“ sind und – das hat er gar nicht einge­fordert – die Redewen­dung daher unter­lassen wer­den sollte, fasste er einen Shit­storm aus. Als wir erläutert haben, dass die Redewen­dung bei den Opfern des Holo­caust bzw. ihren Nachkom­men ein­deutige Assozi­a­tio­nen aus­löst und deshalb ver­mieden wer­den sollte, erhiel­ten wir eben­falls die selb­st­mitlei­di­ge Antwort: Was darf man denn dann noch über­haupt sagen? Weit­er…

„Die Grenzen der Demokratie”: nicht vergnügungssteuerpflichtig

Wie reagiert die öster­re­ichis­che Gesellschaft auf recht­sex­treme Posi­tio­nen? Welche Bedeu­tung haben sie und wie gehen die Abge­ord­neten im Nation­al­rat damit um? Eine Antwort auf diese Fra­gen gibt der Wiener Poli­tik­wis­senschaftler Matthias Fal­ter in sein­er als Buch erschiene­nen über­ar­beit­eten Dis­ser­ta­tion über die „Gren­zen der Demokratie“. Vergnü­gungss­teuer musste er nicht bezahlen für die müh­same Aufar­beitung der Auseinan­der­set­zun­gen um Recht­sex­trem­is­mus im öster­re­ichis­chen Nation­al­rat. Rezen­sion von Har­ald Walser. Weit­er…

Ein verborgenes Leben

Der Filmti­tel „Ein ver­bor­genes Leben“ find­et sich in einem Zitat der englis­chen Schrift­stel­lerin George Eliot wieder, mit dem der Film von Ter­rence Mal­ick endet. Ein mehrdeutiger Titel, denn auch dieser Film über Franz Jäger­stät­ter, den katholis­chen Wider­ständler aus dem Innvier­tel, trägt wenig bei, um sein Leben sicht­bar­er, seinen Wider­stand für spätere Gen­er­a­tio­nen greif­bar­er und ver­ständlich­er zu machen. Eine Filmbe­sprechung von Karl Öllinger. Weit­er…

„Die Ehemaligen“ – Wie war das mit der FPÖ?

Für jene, die sich mit der Geschichte der FPÖ – vor allem mit ihren Anfän­gen und Vor­läufern – ser­iös auseinan­der­set­zen möcht­en, haben wir eine andere Leseempfehlung als den His­toriker­bericht der FPÖ: das im Sep­tem­ber erschienene Buch „Die Ehe­ma­li­gen“ der Wiener His­torik­erin Mar­git Reit­er. Sie schildert darin die per­son­ellen und ide­ol­o­gis­chen Kon­ti­nu­itäten von den deutschna­tionalen Parteien der Ersten Repub­lik über die NSDAP bis zur FPÖ. Weit­er…

Bücherliste Winter 2019

Es hat schon Tra­di­tion, dass wir im Dezem­ber mit Leseempfehlun­gen aufwarten. Ein paar Tage sind bis Wei­h­nacht­en noch Zeit, um das eine oder andere Buch zu besor­gen und jeman­dem oder sich selb­st als Lek­türe zu schenken. Weit­er…

Rezension „Rechtsextremismus Band 3: Geschlechterreflektierte Perspektiven”

Die Forschungs­gruppe Ide­olo­gien und Poli­tiken der Ungle­ich­heit (FIPU) the­ma­tisiert in ihrem drit­ten Sam­mel­band das Ver­hält­nis von Recht­sex­trem­is­mus und Geschlecht. Wie bere­its die bei­den Vorgänger, ist auch Band 3 in der Rei­he kri­tik & utopie des Man­del­baumver­lag erschienen. Dies­mal wird die oblig­a­torische Korn­blume am dunkelvi­o­let­ten Buch­cov­er von ein­er Gotte­san­be­terin bedrängt. Weit­er…

Rassenforschung an der Uni? (Teil 1)

Über ein Mail wur­den wir informiert. Eine offen ras­sis­tis­che Arbeit sei als Bach­e­lo­rar­beit angenom­men wor­den. The­ma „Rasse und Stimme“. Wir haben das gecheckt und nicht nur eine ganz offen ras­sis­tis­che Bach­e­lo­rar­beit, son­dern auch noch andere Texte des­sel­ben Autors gefun­den, die recht(s) extrem sind. Ganz offen­sichtlich will der Mann damit provozieren, um sich als Opfer (von unter­drück­ter und aus­ge­gren­zter Wis­senschaft und Forschung) zu insze­nieren. Wir haben deshalb renom­mierte Wis­senschaf­terIn­nen gebeten, einige Texte des Autors kurz zu begutacht­en. Weit­er…

Büchertipps 2018 (Teil 2)

Ist ja nicht so ein­fach, das richtige Geschenk zu find­en – falls man sich über­haupt diesem Brauch verpflichtet fühlt. Ist das Schenken eigentlich ein Brauch, wie ihn sich die FPÖ imag­iniert und Zuge­wan­derten geset­zlich vorschreiben will oder geschickt getarn­ter Kon­sum­is­mus? Es ist ein­er­lei, denn von der FPÖ wer­den wir sowieso keine g’scheite Antwort bekom­men, aber wir hät­ten da einige Empfehlun­gen – in les­bar­er Form, egal für wen und wozu. Haupt­sache, sie wer­den gele­sen! Heute: Sach­büch­er. Weit­er…

Büchertipps (Teil 1)

Ist ja nicht so ein­fach, das richtige Geschenk zu find­en – falls man sich über­haupt diesem Brauch verpflichtet fühlt. Ist das Schenken eigentlich ein Brauch, wie ihn sich die FPÖ imag­iniert und Zuge­wan­derten geset­zlich vorschreiben will oder geschickt getarn­ter Kon­sum­is­mus? Es ist ein­er­lei, denn von der FPÖ wer­den wir sowieso keine g’scheite Antwort bekom­men, aber wir hät­ten da einige Empfehlun­gen – in les­bar­er Form, egal für wen und wozu. Haupt­sache, sie wer­den gele­sen! Heute: Bel­letris­tik. Weit­er…

Die braunen Flecken der ÖVP als Leerstellen

Dieser Film hat in den let­zten Monat­en die his­torisch Inter­essierten gefes­selt: Mur­er – Anatomie eines Prozess­es“. Er erzählt die Geschichte des skan­dalösen Graz­er Prozess­es gegen den Massen­mörder und späteren ÖVP-Funk­tionär Franz Mur­er. Den „Schlächter von Wilna“ sucht man aber verge­blich in der von Michael Wladi­ka ver­fassten Studie des „Karl-von-Vogel­sang-Insti­tuts“ zu den braunen Fleck­en in der ÖVP. Weit­er…