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FPÖ Burgenland: Die Parteielite opfert sich

Die FPÖ hat im Bur­gen­land nicht erst seit den deut­lichen Ver­lus­ten bei der heuri­gen Land­tagswahl einige Prob­leme. Ihr Bun­desparteivor­sitzende Nor­bert Hofer hat sich deshalb am ver­gan­genen Woch­enende auch zum Lan­desparteivor­sitzen­den küren lassen. Sein Amtsvorgänger als Bun­de­schef, der Heinz Chris­t­ian, sei ja auch formell Chef der Lan­despartei in Wien gewe­sen, wurde in der FPÖ die Wahl Hofers zum Lan­deschef argu­men­tiert. Nach sein­er Wahl erk­lärte Hofer, die FPÖ befinde sich „in ein­er sehr, sehr schwieri­gen Sit­u­a­tion“. Kann man so sagen. Gut so! Weit­er…

Schleichende Normalisierung des Rechtsextremismus

Am 13. Jän­ner fand in Wien ein Hin­ter­grundge­spräch zum The­ma „Schle­ichende Nor­mal­isierung des Recht­sex­trem­is­mus in der öffentlichen und poli­tis­chen Diskus­sion und in den Hal­tun­gen der Bevölkerung“ statt, das von den Wis­senschaf­terIn­nen Ruth Wodak (Uni­ver­si­ty of Lan­cast­er), Judith Götz (Uni­ver­sität Wien), Mar­ti­na Zan­donel­la (SORA Wien) und Jörg Fleck­er (Uni­ver­sität Wien) geführt wurde. Wir doku­men­tieren hier den schriftlichen Input von Ruth Wodak, die auch Mit­glied des wis­senschaftlichen Beirats von „Stoppt die Recht­en“ ist, mit ihrer Erlaub­nis und bestem Dank! Weit­er…

Kapitel „Einzelfälle“ im FPÖ-Historikerbericht: ein weiterer Einzelfall

Am 23. Dezem­ber war er nach mehrfachen vorherge­hen­den Ankündi­gun­gen da: der FPÖ-His­toriker­bericht oder – wie das Elab­o­rat im Stan­dard beze­ich­net wurde – der Hys­teriker­bericht. Zugegeben, nicht dass wir mit ein­er ern­sthaften Aufar­beitung der braunen FPÖ-Geschichte und Gegen­wart gerech­net hät­ten, aber welch­es Aus­maß da an Pfusch und Unse­riosität vorgelegt wurde, hat selb­st uns erstaunt. Ein Beispiel daraus: das Kapi­tel „Vor­würfe und ‚Einzelfälle’“. Weit­er…

Pseudo-Interviews: Wer spricht mit „Info-Direkt“?

Das Mag­a­zin „Info-Direkt“ wird vom Doku­men­ta­tion­sarchiv des öster­re­ichis­chen Wider­standes (DÖW) als das aktuell wichtig­ste recht­sex­treme Print­medi­um in Öster­re­ich eingeschätzt. Auf Face­book ist es inzwis­chen ges­per­rt. Den­noch find­en sich in dem Blatt immer wieder Inter­views mit Poli­tik­erIn­nen aus allen Parteien. Warum ist das so? Weit­er…

FPÖ: höchstens ein blauer Hofstaat

Inzwis­chen zieht die Spende­naf­färe in der FPÖ bere­its weit­ere Kreise, haupt­be­trof­fen bleibt der­weilen aber die FPÖ Wien. Von „Schock­starre“ ist da die Rede, von „Gerücht­en“ um das Spe­senkon­to des Ex-Parte­ichefs Stra­che, die schon länger kur­siert seien, vom „Zit­tern“, dass bei möglichen Straf- und Rück­zahlun­gen öffentlich­er Förderun­gen ein finanzielles Desaster dro­hen kön­nte. Mag alles sein. Wer jet­zt aber in der Führungsriege über­rascht tut, hat entwed­er weggeschaut oder mit­ge­spielt. Zudem: Stra­che ist im Fokus, sein ehe­ma­liger Statthal­ter Gude­nus bleibt außen vor. Zu Unrecht! Ein Kom­men­tar. Weit­er…

Kurz-Biografie im rechtsextremen Umfeld

Die von der ÖVP autorisierte Biografie über Sebas­t­ian Kurz ist in mehrfach­er Hin­sicht bemerkenswert: Nicht nur Schreib­stil und ins Anbe­tende gehende Pas­sagen haben zahlre­iche, zwis­chen humoris­tisch und beißend ange­siedelte Kom­mentare nach sich gezo­gen, son­dern auch die offen­bar falschen biografis­chen Angaben der Autorin über sich selb­st. Min­destens so erwäh­nenswert ist jedoch der Ver­lag, in dem die Biografie erschienen ist, denn der ver­legt rei­hen­weise recht­sex­treme Pub­lika­tio­nen. Weit­er…

Rechtsextremes im letzten großen Staatsmuseum. Teil 4: Eine Panzerschau mit NS-Reliquien

Sie wird als Fam­i­lien­event bewor­ben, die alljährlich stat­tfind­ende Show „Auf Rädern und Ket­ten“. Panz­er und andere mil­itärische Gefährte wer­den ins Freie gerollt und dem Pub­likum haut­nah präsen­tiert. Verkauf­sstände von Pri­vat­per­so­n­en und –fir­men umrah­men die Ver­anstal­tung, es ist eine Art von Mil­itärkirtag, an dem neben aller­lei Mil­i­taria-Schrott haufen­weise NS-Reliquien feil­ge­boten wer­den. Das unter den Augen des ver­ant­wortlichen HGM-Angestell­ten. Weit­er…

Rechtsextremes im letzten großen Staatsmuseum. Teil 3: Rechtsextreme Literatur und Wehrmachtspanzer im Museumsshop

In Teil 1 und 2 haben wir uns mit der äußerst frag­würdi­gen inhaltlichen und muse­ums­di­dak­tis­chen Aus­rich­tung des Heeres­geschichtlichen Muse­ums (HGM) beschäftigt und warum das Muse­um­skonzept als Pro­jek­tions­folie für Recht­sex­treme dient. In Teil 3 sehen wir uns den Muse­umsshop des HGM genauer an. Gefun­den haben wir dort recht­sex­treme bis revi­sion­is­tis­che Lit­er­atur und Mod­elle von Wehrma­chtspanz­ern, die als Kinder­spielzeug zum Kauf ange­boten wer­den. Und das in einem Muse­um, das direkt einem Min­is­teri­um, jen­em für Lan­desvertei­di­gung, unter­stellt ist. Weit­er…

Rechtsextremes im letzten großen Staatsmuseum. Teil 2: Der zeitgeschichtliche Saal als Steilvorlage für rechtsextreme Umdeutungen der Geschichte

Dem Heeres­geschichtlichen Muse­um (HGM) kommt als dem let­zten Muse­um Öster­re­ichs, das direkt einem Min­is­teri­um unter­ste­ht, eine beson­dere Bedeu­tung zu: Es repräsen­tiert durch die Form, wie auf die öster­re­ichis­che Geschichte geblickt wird, eine Art von staatlich­er Inter­pre­ta­tion der his­torischen Geschehnisse und Entwick­lun­gen. Dazu kommt: Durch das HGM wer­den Scharen von Bun­desheer­sol­datIn­nen und auch Schulk­lassen geschleust. Was die zu sehen bekom­men, darf dur­chaus als erschreck­end beze­ich­net wer­den. Am vir­u­len­testen tritt diese Prob­lematik freilich im zeit­geschichtlichen Saal 7 (1918–1945) zutage. Weit­er…