Skip to content
Stoppt die Rechten

Stoppt die Rechten

Antifaschistische Website

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky
  • Suche
  • Wissen
    • Rechtsextremismus
    • Ist die FPÖ rechtsextrem?
    • Rechtsextreme Medien in Österreich
    • Faschismus
    • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
    • Antisemitismus
    • Rassismus
    • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
    • NS-Symbole und Abzeichengesetz
    • Verhetzung. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?
  • Handeln
    • Aktiv werden und handeln
    • Was kann wie wo gemeldet werden?
    • Gegen Sticker & Geschmiere
    • How to “Prozessreport”?
  • Hilfreich
    • Anleitung Sicherung von FB-Postings/Kommentaren
    • Strafbare Inhalte im Netz: eine Anzeige/Sachverhaltsdarstellung einbringen
    • Newsletter
    • Open Data Archiv
    • Archiv aller Beiträge
    • Schlagwörter-Wolke
    • RSS-Feeds
  • Wochenrückblick
  • Gastbeitrag
  • Materialien
  • Rezension

„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

FPÖ
Einzelfallzähler

aktuell 0 Fälle
alle Fälle lesen

Waffenfunde
 

0
alle Fälle lesen

Startseite | Dokumentation

Lesezeit: 3 Minuten

Studie zur TV-Berichterstattung über die Silvesternacht 2015/16 in Köln

Der Jahreswechsel 2015/16 wurde überschattet von den Vorfällen in der Silvesternacht in Köln, die inzwischen zu einem Synonym für sexualisierte Gewalt geworden sind. Bis heute herrscht großes Unwissen darüber, was in jener Nacht tatsächlich geschehen ist. Eine vom Gunda Werner Institut der Heinrich Böll Stiftung herausgegebene Studie widmet sich nun den Problematiken und Leerstellen in der medialen Berichtserstattung.

9. Jan. 2017

„Medien entscheiden was, wie, wodurch und mit welchen Rahmungen über Ereignisse berichtet wird“, heißt es bereits am Beginn der Studie, die sich mit 97 Beiträgen aus Nachrichtensendungen der zwei deutschen Fernsehsender ARD und ZDF auseinandersetzt, die zwischen 4. und 20. Jänner 2015 ausgestrahlt wurden. Damit ruft die Verfasserin der Studie, die Kommunikationswissenschafter der Uni Salzburg Ricarada Drüeke, in Erinnerung, dass die „Vermeidung von Diskriminierungen“ eigentlich eine wichtige Grundlage in den publizistischen Grundsätzen des Deutschen Presserates ist. Das Gegenteil schien jedoch in Hinblick auf Köln der Fall gewesen zu sein und so zeigt Drüeke auf, dass in der medialen Berichtserstattung die Konstruktion einer vermeintlich homogenen Tätergruppe überwog, die als „Andere“ bzw. „Fremde“ ausgemacht wurden. Diese Herangehensweise lieferte auch die Grundlage dafür, dass ein Zusammenhang zwischen Geflüchteten und sexualisierter Gewalt hergestellt wurde, den rechte und rechtsextreme Gruppierungen und Akteur_innen in weiterer Folge schnell für Forderungen nach Abschiebung sowie Verschärfungen der Asylgesetze instrumentalisierten. Dass diese Konstruktionen aktuell nicht an Wirkungsmacht eingebüßt haben, zeigte sich nicht zuletzt an der diesjährigen Kölner Silvesternacht. Nach dem Versagen polizeilicher Kräfte im vergangen Jahr, steht der Silvestereinsatz in diesem Jahr erneut in der Kritik da den Beamten aktuell „racial profiling“ vorgeworfen wird. An die 1000 Menschen sollen aufgrund ihres Aussehens kontrolliert und teilweise festgesetzt worden sein.

Die TV-Berichterstattung in ARD und ZDF über die Silvesternacht 2015/16 in Köln (externer Link, PDF)
Die TV-Berichterstattung in ARD und ZDF über die Silvesternacht 2015/16 in Köln (externer Link, PDF)

Leerstellen und mangelnde Aufklärung

Neben der Konstruktionen der Täterdarstellungen analysiert Drüeke auch die Leerstellen der Debatte wie beispielsweise den Umstand, dass die „Kontextualisierung sexualisierter Gewalt als gesamtgesellschaftliches Phänomen“ weitgehend ausblieb. Als ein weiteres großes Manko erkennt die Autorin, dass bis Juni 2016, als das Zeit-Magazin eine Beitrag unter dem Titel „Was geschah wirklich?“ veröffentlichte, die breite Öffentlichkeit von den Medien (wie auch dem ZDF und ARD) „im Unklaren darüber [gelassen wurde], was sich «tatsächlich» in der Silvesternacht ereignet hat“. Der Artikel lieferte auch erstmals umfassendere Zahlen. So liegen aktuell rund 500 Anzeigen wegen sexueller Belästigung (von insgesamt knapp 1200 Strafanzeigen zur Kölner Silvesternacht), darunter fünf wegen Vergewaltigung und 16 wegen versuchter Vergewaltigung vor (Quelle/Link: ZEITmagazin Nr. 27/2016, 28.6.2016).

Um Berichtserstattungen künftig zu verbessern, liefert die rund 40 Seiten Broschüre auch Handlungsanweisungen, die sich insbesondere an Journalist_innen und Medienmacher_innen richten. In diesem Sinne kann an diese „also appelliert werden, einmal mehr zu hinterfragen, inwieweit ständige Wiederholungen bestimmter Themen oder Merkmale zu einer Stereotypisierung aber auch zu ungleicher Behandlung in der Darstellung beitragen können […]. Wünschenswert wäre damit ein kritischer Journalismus, der solche Muster der Homogenisierung, Kulturalisierung und Abwertung identifiziert und stattdessen das Spektrum des Berichtenswerten erweitert.“

Hier kann die Broschüre kostenlos herunter geladen werden: Die TV-Berichterstattung in ARD und ZDF über die Silvesternacht 2015/16 in Köln (externer Link, PDF)

Unabhängige Recherche ermöglichen...

Jetzt unterstützen »
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 
Keine Beiträge mehr verpassen: Email-Benachrichtigung aktivieren
abgelegt unter: Dokumentation

Beitragsnavigation

« Klagenfurt/Celovec: Brutaler Angriff auf junge Antifaschistin
Aufruf: Spenden für einen Gedenkort für Burak Bektaș »

» Zur erweiterten Suche

Unabhängige Recherche unterstützen...

Spenden »

Wissen

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung

Handeln

  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?

Hilfreich

  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
E-Mail-Benachrichtigung bei neuen Beiträgen
  • Wochenrückblicke
    Beiträge
  • Gastbeiträge
    Beiträge
  • Materialien
    Beiträge
  • Rezensionen
    Beiträge
Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Kontakt

Vorfälle und Hinweise bitte über unser sicheres Kontaktformular oder per Mail an:
[email protected]

Wir garantieren selbstverständlich den Schutz unserer Informant*innen, der für uns immer oberste Priorität hat.

Spendenkonto

Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Socials

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky

Links

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung
  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?
  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
  • Über uns
  • Beirat und Unterstützer:innen
  • Datenschutz
  • Impressum
Spenden
Newsletter