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Schlagwort: Mord

Die Verharmloser vom BVT

Die Ver­fas­sungss­chutzberichte des BMI muss man quer­lesen. Hin­ter den ein­lul­len­den Ver­sicherun­gen der Ver­fas­sungss­chützer, dass die Aktiv­itäten der recht­sex­tremen Szene keine Verän­derun­gen zum jew­eili­gen Vor­jahr zeigten, ver­ber­gen sich drama­tis­che Veränderungen.

statistik der zahlen des Verfassungsschutzberichtes 2010

Im neuen Ver­fas­sungss­chutzbericht 2010 (für das Jahr 2009) heißt es zur Gesamtein­schätzung der recht­sex­tremen Szene:
„Die Agi­ta­tio­nen des in Partei- und Vere­ins­form organ­isierten ide­ol­o­gisch motivierten Recht­sex­trem­is­mus waren im Jahr 2009 rückläufig.“

Im Ver­fas­sungss­chutzbericht 2009 (für das Jahr 2008):

„Das Aktiv­itätsspek­trum der recht­sex­tremen Szenen zeigte im Jahr2008 keine gravieren­den Änderun­gen zu den Vorjahren“.

Das hieß auch so ähn­lich im Bericht 2008:

“ Die Aktiv­itäten der unter­schiedlichen Szenebere­iche zeigten sich im Jahr 2007 weit­ge­hend unverän­dert zu den Vorjahren“.

Und auch im Bericht 2007:

„Das recht­sex­treme Aktiv­itätsspek­trum und Ver­anstal­tungs­geschehen zeigte sich im Jahr 2006 unverän­dert zu den Vorjahren.“

Fakt ist, dass die sta­tis­tis­chen Dat­en des BVT einen drastis­chen Anstieg recht­sex­tremer Straftat­en in den let­zten Jahren bele­gen und damit die Aus­sagen des BVT widerlegen!

Was fehlt?

Ein Mord

Der 23- jährige Jür­gen Kasamas hat im März 2009 in der Roten­turm­strasse im 1. Wiener Bezirk einen Pas­san­ten durch Hiebe und Tritte tödlich ver­let­zt. K. , im Herb­st 2009 zu 20 Jahren Haft verurteilt, ist in der recht­sex­tremen Szene kein Unbekan­nter. Im Juni 2009, nach sein­er Ver­haf­tung, wurde in einem Gasthaus in der Leopold­stadt ein „Sol­i­dar­ität­skonz­ert“ für Kasamas organ­isiert. Kasamas war nicht nur bestens ver­ankert in der Nazi-Skin-Szene, son­dern offen­sichtlich auch mit Got­tfried Küs­sel bekannt.

Alpen-Donau.Info

Seit mehr als einem Jahr existiert die Nazi-Home­page, die von teil­weise bekan­nten öster­re­ichis­chen Neon­azis betrieben wird. Die Seite wird über einen US-Serv­er gehostet, aber von Öster­re­ich­ern betrieben. Der Ver­fas­sungss­chutz erwäh­nt diese Seite in seinem Bericht nicht ein­mal! Stattdessen gibt es eine Entschuldigung für sein Ver­sagen bzw. die Untätigkeit:
„Die ein­schlägi­gen Inter­ne­tag­i­ta­tio­nen entziehen sich weitest­ge­hend der behördlichen Kontrolle.“
Aha! Alpen-Donau.Info ist mit Sicher­heit die aggres­sivste nation­al­sozial­is­tis­che und anti­semi­tis­che Web­site, die von Öster­re­ich aus betrieben wird. Anzeigen und Mel­dun­gen an die Meldestelle für NS-Wieder­betä­ti­gung haben bish­er nicht bewirken kön­nen, dass das BVT die Betreiber aus­find­ig gemacht hätte.
Die let­zte Aktion von Alpen-Donau.Info fand in der Nacht auf den 1. Mai 2010 statt, wo etliche Geschäftsstellen des AMS in Wien mit NS-Plakat­en ver­schmiert wurden.

Rechtsextreme Burschenschaften

Im Jahr 2001 fand zum let­zten Mal eine Erwäh­nung von recht­sex­tremen Burschen­schaften im Ver­fas­sungss­chutzbericht statt.
Im Jahr 2002 waren Aktivis­ten der Gren­z­lands­man­nschaft Cim­bria Mitver­anstal­ter der Neon­aziDemon­stra­tion gegen die Wehrma­cht­sausstel­lung, die Burschen­schaft Olympia lud 2003 den Nazi-Bar­den Michael Müller und 2008 den Nazi-Bar­den Jörg Häh­nel auf ihre Bude ein, ihre Aktivis­ten den Holo­caust-Leugn­er David Irv­ing. Während Irv­ing in seinen Mem­oiren genau beschreibt, dass er im Haus der „Olympia“ seinen Vor­trag gehal­ten hätte und auf der Gumpen­dor­fer Strasse beim Ver­such ihn festzunehmen, zunächst geflüchtet war, lässt der BVT (und Mar­tin Graf) die Burschen­schaft weg:“ Ein britis­ch­er Revi­sion­ist wurde am 11.11.2005 auf dem Weg zu einem Vor­trag auf­grund eines Haft­be­fehles aus dem Jahr 1989 festgenommen.“

Olympias Aktivis­ten grün­de­ten eine Jugend­gruppe in HJ-Manier, den Jugend­bund Stur­madler. Die Burschen­schaft Lib­er­tas ver­gab einen Geld­preis an die Neon­azi-Gruppe Bund Freier Jugend!
Die Burschen­schaft Arminia Czer­nowitz in Linz lud erst vor weni­gen Tagen zu einem Vor­trag mit einem Sujet ein, das direkt von der NSDAP abgekupfert war.

Die Beziehungen zwischen FPÖ /RFJ und Neonazis

In den let­zten Jahren gab und gibt es eine Fülle an Kon­tak­ten und Beziehun­gen zwis­chen FPÖ-Mit­gliedern und Neon­azis. Für den Ver­fas­sungss­chutz waren sie alle­samt keine Zeile wert: Etwa das Som­mer­fest 2007 in Steinbach/ Ziehberg auf dem Grund­stück und mit Beteili­gung des FPÖ-Gemein­der­ats Ernst Kro­neg­ger, wo sich die ein­heimis­chen Nazi-Grössen gemein­sam mit RFJ-Funk­tionären ein Stelldichein gaben.
Oder die engen Beziehun­gen bzw. Dop­pelmit­glied­schaften zwis­chen RFJ und dem Neon­azi-Vere­in Bund Freier Jugend (BFJ). Oder auch die Kon­tak­te, die zwis­chen Mitar­beit­ern im FPÖ-Klub und der Nazi-Szene beste­hen bzw. bestanden haben. Stich­wort : Silesia!

Aufklärung und Strafverfolgung!

Ver­fas­sungss­chutz und Innen­min­is­terin ver­harm­losen die recht­sex­treme Szene. BM Fek­ter und das BVT haben ein Jahr lang nichts Hand­festes unter­nom­men, um gegen Alpen-Donau vorzuge­hen und um die Dro­hun­gen, die gegen den dama­li­gen Land­tagsab­ge­ord­neten Gunter Trüb­swass­er aus dem Umfeld von Alpen-Donau gerichtet wur­den, aufzuklären!

Korneuburg (NÖ) : „Ataka“-Funktionär als Heurigenmörder verurteilt

Der wegen zweifachen Mordes, ver­sucht­en Mordes und schw­eren Raubes angeklagte 48-jährige Bul­gare ist in Krems wegen des Mordes zu ein­er lebenslan­gen Frei­heitsstrafe verurteilt wor­den. Wie sich am Rande des Prozess­es her­ausstellte, ist Cve­tan R., der schon zu ein­er 13-jähri­gen Frei­heitsstrafe in der BRD verurteilt wor­den war, in seinem Heima­tort Chiprovt­si Ortschef der recht­sex­tremen Partei „Ata­ka“. Die recht­sex­treme „Ata­ka“ zeich­net sich durch ihren offe­nen Ras­sis­mus gegenüber Juden, Roma und Türken aus und wird auch mit Gewalt­tat­en in Zusam­men­hang gebracht. Im EU-Par­la­ment bildete „Ata­ka“ mit der FPÖ gemein­sam die mit­tler­weile aufgelöste Frak­tion IST. (standard.at, Öster­re­ich, News)

Wien: 20 Jahre Haft für brutalen Mord

Der 23-jährige Jür­gen Kasamas, der aus der Blood & Hon­our-Szene kommt, wird für den bru­tal­en Mord an dem 52-jähri­gen Albrecht M. zu 20 Jahren Haft verurteilt – das Urteil ist noch nichts rechtkräftig. Kasamas, für den ein Sol­i­dar­ität­skonz­ert der recht­sex­tremen Szene in einem Gasthaus im 2. Wiener Gemein­de­bezirk ver­anstal­tet wor­den war, hat­te den Kopf von Albrecht M. regel­recht „zu Brei getreten“ (Öster­re­ich, 12.9.), sodass keine Rean­i­ma­tion mehr möglich war.

„Kopf des Opfers zer­malmt”: 20 Jahre Haft

Ein 23-jähriger Skin­head hat­te einen Pas­san­ten mit Trit­ten bru­tal getötet. Urteil: 20 Jahre Haft plus Ein­weisung, nicht rechtskräftig.

M it plas­tis­chen Worten schilderte der Gerichtsmedi­zin­er den Gewal­texzess, den der angeklagte Jür­gen Kasamas gegen einen Pas­san­ten aus­geübt hat­te: „Der gesamte Gesichtss­chädel des Opfers war zu Brei zer­malmt. Alles hat sich bewegt. Der 53-jährige Mann ist an Blut, Knochen­bruch­frag­menten und Zäh­nen erstickt, die ihm durch die enor­men Mis­shand­lun­gen in die Tiefe hineingeschla­gen wor­den waren.” Der 23-jährige Skin­head sel­ber stocherte Fre­itag bei diesen Aus­führun­gen in seinen Zäh­nen. Von Reue war nichts zu spüren.

Als ob ihn die Blut­tat vom 24. März 2009 nichts angin­ge: Als er einen Pas­san­ten, der in der Wiener Innen­stadt zufäl­lig seinen Weg kreuzte, ein­fach nieder­schlug und mit Fußtrit­ten dessen Kopf zerschmetterte.

Ein Ermit­tler der Mord­gruppe sprach im Zeu­gen­stand von „Übertöten”: „Das Opfer war schon tot, trotz­dem ist noch mas­sive Gewalt aus­geübt worden.”

2,4 Promille

Der Angeklagte wies laut Gutacht­en zum Tatzeit­punkt einen Promillew­ert von max­i­mal 2,4 auf. Eben­so fand man Speed im Blut. Ein Gericht­spsy­chi­ater bescheinigte dem 23-Jähri­gen eine „kom­binierte Per­sön­lichkeitsstörung” mit „dis­sozialen und emo­tion­al insta­bilen Elementen”.

Urteil: Mord, 20 Jahre Haft plus Ein­weisung, nicht rechtskräftig.

(Kuri­er, 11.9.09)

Pachfurth(NÖ): Raubmord mit 2 Toten und einer Schwerverletzten

Das Gast­wirt­se­hep­aar Christoph und Moni­ka T. wurde bei einem Über­fall auf ihr Heuri­gen­lokal kalt­blütig erschossen, ihre 21-jährige­Tochter, die zu Hil­fe eilen wollte, schw­er ver­let­zt. Die Beute betrug ca. 1.500 Euro. Der bru­tale Mord ging als „Heuri­gen­mord“ in die Medi­en ein und wurde im Novem­ber 09 vor Gericht ver­han­delt (siehe 30.11.09)

Wien: Mord in der Rotenturmstrasse durch Rechtsextremen

Jür­gen K., laut „Öster­re­ich“ ein Kampf­s­portler und „in recht­sex­tremen Kreisen umtriebig“, wurde als ver­mut­lich­er Mörder eines 53-jähri­gen vor­erst Unbekan­nten ver­haftet. Jür­gen K., „ein glatzköp­figer Hüne“ hat­te den Älteren mit Faust- und Fusstrit­ten auf offen­er Strasse mit­ten im 1. Bezirk (Roten­turm­strasse) regel­recht hin­gerichtet. („Öster­re­ich“, siehe auch 11.9.09)

Lauterach (Vorarlberg): 1 Toter, mehrere Schwerverletzte bei Massenschlägerei zwischen Bikern und Nazi-Skins

Bei ein­er Massen­schlägerei im Klublokal des Motor­rad­clubs „Out­sider“ zwis­chen Nazi-Skins und den „Out­sidern“ wurde ein Nazi-Skin durch einen Messer­stich tödlich ver­let­zt. 3 Per­so­n­en erlit­ten zum Teil schwere Ver­let­zun­gen und wur­den in die Kranken­häuser Bre­genz und Dorn­birn ein­geliefert, einige Leichtver­let­zte nah­men keine ärztliche Hil­fe in Anspruch.

Bericht „Öster­re­ich“
Im Vere­inslokal eines Motor­rad­klubs in Vorarl­berg kam es in der Nacht auf Son­ntag zu ein­er Prügelei zwis­chen Bik­ern und Skin­heads. Ein 20-Jähriger starb.

Bei ein­er Massen­schlägerei zwis­chen Skin­heads und Bik­ern wurde ein 20-jähriger Skin­head erstochen. Zu der Prügelei kam es im Vere­inslokal der „Out­sider” (Bik­er­club) in Lauter­ach. Was die Massen­schlägerei aus­gelöst hat, ist unklar.
Als sich­er gilt, dass die Skin­heads das Vere­inslokal gegen 3 Uhr früh betreten haben, um etwas zu trinken. Dann begann ein Stre­it, der in ein­er Massen­schlägerei gipfelte.
Dabei dürften zwei „Out­sider” (35 und 26 Jahre) mit Base­ballschläger und Mess­er auf die Skin­head­gruppe los­ge­gan­gen sein. Der 26-Jährige ist drin­gend verdächtig auf einen 20-jähriger Skin­head eingestochen zu haben, so dass dieser an den Fol­gen der schw­eren Ver­let­zun­gen starb.
Es entwick­elte sich eine Massen­raufer­ei zwis­chen den rund 20 anwe­senden Per­so­n­en. Drei weit­ere Kon­tra­hen­ten erlit­ten dabei zum Teil schwere Ver­let­zun­gen, wur­den von der Ret­tung in das Lan­deskranken­haus Bre­genz und das Kranken­haus Dorn­birn ein­geliefert und mussten notoperiert wer­den. Einige Leichtver­let­zte nah­men keine ärztliche Hil­fe in Anspruch. Die Ein­ver­nah­men und Ermit­tlun­gen wegen Kör­per­ver­let­zung mit tödlichem Aus­gang waren am Son­ntag noch im Gange.
http://www.oe24.at/oesterreich/chronik/vorarlberg/Skinhead_bei_Massenschlaegerei_erstochen_428630.ece