• Einfache Suche:

  • Sortierung

  • Erweiterte Suche:

  • Schlagwörter:

  • Zeitraum:

Schlagwort: Kampfverband Oberdonau

Windhofer: Vom Objekt 21 in die Box 28

Das Ober­lan­des­gericht Linz hat am Don­ner­stag, 24. Juni 2010 als Beru­fungsin­stanz über die Urteile gegen die Mit­glieder das „Kampfver­band Ober­donau“ beraten.

Die Strafe gegen Jür­gen Wind­hofer, den Rädels­führer, der bere­its zwei ein­schlägige (!) Vorstrafen nach dem Ver­bots­ge­setz kassiert hat, wurde erhöht. Wind­hofer, der mit­tler­weile auch beim „Objekt 21“ ein­schlägig tätig ist, dürfte kapiert haben, dass er mit den Ausre­den vom Welser Prozess ( „stark alko­holisiert“, „keine Recht­sradikalen“) dies­mal nicht mehr lan­den könne und ist zur Ver­hand­lung gar nicht erschienen. Seine sehr milde Strafe aus dem Welser Prozess wurde in –milde- 28 Monate unbe­d­ingt umgewandelt.

Bei zwei weit­eren Verurteil­ten wur­den die Strafen sog­ar gesenkt. Der Vierte im Bunde hat­te gegen sein Urteil nicht berufen.
Da die Prog­nose für Jür­gen Wind­hofer nicht gün­stig ist, wird auch der baldige Haf­tantritt und die damit ver­bun­dene Kampf­pause nicht ver­hin­dern kön­nen, dass wir bald wieder über Wind­hofer und seine Fre­unde vom „Objekt 21“ bericht­en müssen.
Vielle­icht auch über seinen Kam­er­aden vom „Objekt 21“, den FPÖ-Gemein­der­at Jür­gen Wallner?

Siehe auch:
Braune auf Facebook
Brauner Jugend­club aufgelöst

Ebensee (OÖ): Urteile gegen „Kampfverband Oberdonau“

Mit – milden — Schuld­sprüchen endete der Prozess gegen 4 wegen NS-Wieder­betä­ti­gung Angeklagte aus dem Raum Ebensee, denen unter anderem vorge­wor­fen wurde, einen „Kampfver­band Ober­donau“ gegrün­det zu haben, vor dem Lan­des­gericht Wels.

„Nation­al­sozial­ist war ich nie, das kann ich gar nicht gewe­sen sein”, sagte der 25-jährige Hauptbeschuldigte, der bere­its 2005 wegen Wieder­betä­ti­gung verurteilt wor­den war und dem seine „Kam­er­aden“ laut Staat­san­waltschaft ein pro­fun­des Wis­sen über das „Dritte Reich” bescheini­gen. Von seinem dama­li­gen Gedankengut habe er sich kom­plett gelöst, er sprach von „Blödsinn”. Auch seine Tätowierun­gen, u.a. ein SS-Sol­dat und „White Pow­er”, bereue er heute. „Das heißt aber nicht, dass ich links bin”, so der Angeklagte, der sich selb­st „mitte-rechts” ein­stuft. Ihm wurde auch vorge­wor­fen, Bekan­nte gezwun­gen zu haben, ihn auf der Straße mit dem Hit­ler­gruss zu grüssen.

Einige Zeu­gen kon­nten sich in der Hauptver­hand­lung nicht mehr an ihre Aus­sagen erin­nern. Der Staat­san­walt ver­mutete, Dro­hun­gen kön­nten dabei eine Rolle gespielt haben.

Die Urteile – zwis­chen 11 und 36 Monate Haft — sind noch nicht recht­skräftig. (OÖN, Krone)