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Schlagwort: Hitlergruss

Freistadt: Nach Vorglühen Nazi-Parolen

Vier junge , schon wegen ander­er Delik­te vorbe­strafte Freistädter wur­den wegen Wieder­betä­ti­gung verurteilt.

Das Quar­tett, das sich schon zuhause angetrunk­en und mit Nazi-Liedern einges­timmt hat­te, ging in „szene­typ­is­ch­er Klei­dung“ in Lokale, demon­stri­erte dort den Hit­ler­gruss und brüllte Parolen: „Kanacke ver­recke, du bist Abschaum und Dreck“ und „Wir sind nationale Sozial­is­ten! Schwule, Juden und Kom­mu­nis­ten ste­hen auf unseren Lis­ten“. Die Burschen, wegen Raub, Kör­per­ver­let­zung, Sachbeschädi­gung und Dro­gen­de­lik­ten schon vorbe­straft, erhiel­ten Zusatzs­trafen zwis­chen 2 und 12 Monat­en. (Bezirks Rund­schau Freis­tadt, ooe.orf.at, krone)

Linz (OÖ): Freisprüche und bedingte Strafe nach Hitlergruss bei FPÖ-Kundgebung

Im Fall von drei jun­gen Oberöster­re­ich­ern, die bei ein­er Wahlkampfver­anstal­tung der FPÖ in Linz im Vor­jahr die rechte Hand zum Hit­ler­gruß erhoben hat­ten und wegen des Ver­brechens der Wieder­betä­ti­gung nach dem Ver­bots­ge­setz angeklagt waren, hat sich das Geschwore­nen­gericht am Mon­tag für zwei Freis­prüche und eine bed­ingte Verurteilung zu sechs Monat­en Haft in Linz entsch­ieden. Weit­er…

Innsbruck: Ermittlungen wegen Hitlergruß nach Kommers

In der Mon­tagsaus­gabe der „Tirol­er Tageszeitung“ war das Foto eines alten Her­ren, Teil­nehmer am Kom­mers der schla­gen­den Burschen­schafter, abge­bildet, der die Hand mut­maßlich zum Hit­ler­gruß erhoben hat­te. Die Staat­san­waltschaft hat die Tirol­er Sicher­heits­di­rek­tion mit Ermit­tlun­gen nach dem NS-Ver­bots­ge­setz beauf­tragt. Die ver­anstal­tenden Burschen­schaften wiesen den Vor­wurf zurück und erk­lärten, es habe sich um einen „antifaschis­tis­chen Treueschwur“ gehan­delt. (Kleine Zeitung, 22.6.09)

Bad Gastein (Salzburg): Hitlergruß und brutale Gewalt

Gegen den Pon­gauer Chris­t­ian L. (25), der in Bad Gastein eine junge Frau ras­sis­tisch gedemütigt und ihren Fre­und ver­prügelt haben soll, wird auch wegen NS-Wieder­betä­ti­gung ermit­telt. Der bere­its mehrfach vorbe­strafte Gewalt­täter habe auf offen­er Straße die Hand zum Hit­ler­gruß erhoben, als er der Frau und ihrem Begleit­er begeg­nete. Im Rah­men ein­er ver­balen Auseinan­der­set­zung habe er die Akademik­erin dann ange­herrscht, dass sie „1939 keine Lebens­berech­ti­gung mehr gehabt“ hätte; Mulat­ten und Mis­chlinge hät­ten „nicht das Recht, mit ihm auch nur zu sprechen“, sie solle sich „gefäl­ligst hinknien“ vor ihm. Als ihn der Begleit­er der Frau auf­forderte, seine ras­sis­tis­chen Bemerkun­gen zu unter­lassen, wurde er von dem Pon­gauer niedergeschla­gen und „durch wuchtige Schläge und Tritte“ erhe­blich ver­let­zt. (Salzburg­er Nachrichten)

Graz: Hitlergruß bei Strache –Kundgebung

Bei ein­er Kundge­bung der FPÖ haben Teil­nehmende den recht­en Arm zum Hit­ler­gruß erhoben, was auch auf Videos und Fotos fest­ge­hal­ten wurde. Wie aus der Benat­wor­tung ein­er par­la­men­tarischen Anfrage her­vorge­ht, wur­den zwei Verdächtige aus­ge­forscht und nach dem NS-Ver­bots­ge­setz angezeigt. Der steirische FPÖ-Obmann erk­lärte, dass die jun­gen Män­ner – ein­er davon soll ein RFJ-Shirt getra­gen haben – keine Parteim­it­glieder seien. Im August 2009 teilte die Staat­san­waltschaft Graz mit, dass das Ver­fahren eingestellt wor­den sei, da „kein straf­bares Ver­hal­ten“ fest­gestellt wer­den kon­nte. (Kleine Zeitung, 7.8., 13.8.09)

Ebensee: Hitlergruß und Schüsse im KZ

Eine Neon­azi-Pro­voka­tion, bei der es sog­ar zu einem tätlichen Angriff kam: Vier junge Män­ner mit Sturmhauben, Soft Guns und Plas­tikgewehren, die am ver­gan­genen Sam­stag die Gedenk­feier im ehe­ma­li­gen Konzen­tra­tionslager Ebensee durch Hit­ler­gruß und Sieg-Heil-Rufe gestört haben, sollen eine franzö­sis­che Besucher­gruppe mit Gum­migeschoßen beschossen haben. (Die Presse, 12.5.09). Die Jugendlichen (mit­tler­weile fünf) haben auch eine ital­ienis­che Besucher­gruppe attack­iert. Unklar ist, ob dabei auch Steine gewor­fen wur­den. (Kro­ne, 14.5.09)

Burgenland –Kosovo: „Eindeutige rechtsradikale Gesten“

Auf einem Fest der Stab­skom­panie des Ein­satz­batail­lons Dul­je hat ein Unterof­fizier (41) aus dem Bur­gen­land ein­deutige Gesten, u.a. den Hitler-Gruss gemacht. Die Mil­itär­polizei hat bei ihm ein „Smi­ley“- T‑Shirt mit Hitler­bärtchen und Seit­en­schei­t­el und der Auf­schrift „Made in Ger­many“ und auf seinem PC Dateien mit NS-Hin­ter­grund gefunden.

Gegen den Unterof­fizier wurde ein Diszi­pli­narver­fahren ein­geleit­et und Strafanzeige (wegen NS-Wieder­betä­ti­gung) erstat­tet. Darüber hin­aus wurde auch gegen seine unmit­tel­baren Vorge­set­zten wegen des Ver­dachts der Nicht­wahrnehmung der Dien­stauf­sicht ein Diszi­pli­narver­fahren eingeleitet.