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Schlagwort: Ebensee

Ebensee: Berufung gegen drei Urteile

Im Wieder­betä­ti­gung­sprozess, der die neon­azis­tis­chen Aktio­nen von vier Jugendlichen anlässlich der KZ-Befreiungs­feiern im Jahr 2009 zum Gegen­stand hat­te, hat nun die Staat­san­waltschaft gegen alle drei bed­ingten Strafen berufen. Zwei der Angeklagten haben Nichtigkeits­beschw­erde und Beru­fung einge­bracht. Der Erst-Angeklagte hat kein Rechtsmit­tel gegen seine Strafe (6 Monate bed­ingt auf drei Jahre Probezeit) ergrif­f­en. Somit wird nur der Freis­pruch bei dem jüng­sten Angeklagten rechtskräftig. 

Prozess nach Neonazi-Störaktion in Ebensee

Am 24. Sep­tem­ber müssen sich vier Angeklagte wegen nation­al­sozial­is­tis­ch­er Wieder­betä­ti­gung vor dem Lan­des­gericht Wels ver­ant­worten. Im Mai 2009 grif­f­en die vier Jugendlichen Besuch­er des ehe­ma­li­gen KZ Ebensee, darunter Über­lebende, mit Soft­guns an und brüll­ten dabei „Heil Hitler“, „Sieg Heil“.und andere Naziparolen.

Den Jugendlichen dro­ht eine Strafe von bis zu sechs Monaten.

Ebensee (OÖ): Urteile gegen „Kampfverband Oberdonau“

Mit – milden — Schuld­sprüchen endete der Prozess gegen 4 wegen NS-Wieder­betä­ti­gung Angeklagte aus dem Raum Ebensee, denen unter anderem vorge­wor­fen wurde, einen „Kampfver­band Ober­donau“ gegrün­det zu haben, vor dem Lan­des­gericht Wels.

„Nation­al­sozial­ist war ich nie, das kann ich gar nicht gewe­sen sein”, sagte der 25-jährige Hauptbeschuldigte, der bere­its 2005 wegen Wieder­betä­ti­gung verurteilt wor­den war und dem seine „Kam­er­aden“ laut Staat­san­waltschaft ein pro­fun­des Wis­sen über das „Dritte Reich” bescheini­gen. Von seinem dama­li­gen Gedankengut habe er sich kom­plett gelöst, er sprach von „Blödsinn”. Auch seine Tätowierun­gen, u.a. ein SS-Sol­dat und „White Pow­er”, bereue er heute. „Das heißt aber nicht, dass ich links bin”, so der Angeklagte, der sich selb­st „mitte-rechts” ein­stuft. Ihm wurde auch vorge­wor­fen, Bekan­nte gezwun­gen zu haben, ihn auf der Straße mit dem Hit­ler­gruss zu grüssen.

Einige Zeu­gen kon­nten sich in der Hauptver­hand­lung nicht mehr an ihre Aus­sagen erin­nern. Der Staat­san­walt ver­mutete, Dro­hun­gen kön­nten dabei eine Rolle gespielt haben.

Die Urteile – zwis­chen 11 und 36 Monate Haft — sind noch nicht recht­skräftig. (OÖN, Krone)

Ebensee: Hitlergruss und Schüsse im KZ

Eine Neon­azi-Pro­voka­tion, bei der es sog­ar zu einem tätlichen Angriff kam: Vier junge Män­ner mit Sturmhauben, Soft Guns und Plas­tikgewehren, die am ver­gan­genen Sam­stag die Gedenk­feier im ehe­ma­li­gen Konzen­tra­tionslager Ebensee durch Hit­ler­gruß und Sieg-Heil-Rufe gestört haben, sollen eine franzö­sis­che Besucher­gruppe mit Gum­migeschoßen beschossen haben ( Die Presse, 12.5.09).Die Jugendlichen (mit­tler­weile fünf) haben auch eine ital­ienis­che Besucher­gruppe attack­iert. Unklar ist, ob dabei auch Steine gewor­fen wur­den (Kro­ne, 14.5.09)