Weiterbildungsangebote

Weiterbildungsangebote von Stoppt die Rechten

Stoppt die Rechten hat auch ein Weiterbildungsangebot zum Themenbereich Rechtsextremismus und Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit entwickelt, das unterschiedliche Zielgruppen dabei unterstützen soll, sich argumentativ gegen diskriminierende Äußerungen zu wappnen und derartigem Gedankengut vorbeugend entgegen zu wirken. Zudem unterstützt Stoppt die Rechten auch gerne dabei, Veranstaltungen (Vorträge, Workshops, Seminare etc.) zu Rechtsextremismus und Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (in Österreich) zu organisieren sowie Vortragende, Workshopleiter_innen sowie Trainer_innen für derartige Weiterbildungen zu finden.

Kontakt: stopptdierechten(at)gbw.at

Hier findest du Informationen zu unseren Angeboten:

Workshops

Rechte Argumente? – Argumente gegen Rechts!*

Teil 1 – Einführung

Europaweit ist aktuell ein deutlicher gesellschaftlicher Ruck nach Rechts zu verzeichnen, der auch vor Österreich nicht Halt gemacht hat. Viele fragen sich, wie es dazu kommen konnte, dass so viele Menschen Norbert Hofer wählen und wie in Zukunft damit umgegangen werden kann.

In einem einführenden Workshop soll daher den Fragen nachgegangen werden, was Rechtsextremismus überhaupt ist, wie und wo er in Erscheinung tritt und wodurch sich die Attraktivität von rechtem/rechtsextremen Gedankengut für viele Menschen ergibt. Ausgehend von einem historischen Überblick zur Entwicklung des österreichischen Rechtsextremismus werden die wichtigsten Akteur_innen, deren Vernetzung sowie die Bedeutung der FPÖ sowie deutschnationaler Burschenschafter in diesem Kontext nachgezeichnet.

Format: Workshop

Vortragende: aus dem Pool der Stoppt die Rechten Referent_innen

Dauer: ca. 3-4 Stunden

___________________________________________________________

Rechte Argumente? – Argumente gegen Rechts!*

Teil 2 – Vertiefung

Der europaweite Rechtsruck verdeutlicht auch die Notwendigkeit, aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen etwas entgegen zu setzen. Wie kann Rechtsextremismus und anderen Formen von Diskriminierung präventiv begegnet werden? Können politische Bildung und Demokratieerziehung wirklich vor der Anfälligkeit für menschenfeindliche Gesinnungen schützen? Helfen Stammtischparolentrainings tatsächlich dabei, Wähler_innen rechter Parteien zu „bekehren“?

In einem vertiefenden Workshop soll diesen und ähnlichen Fragen nachgegangen werden und dabei Argumente geschärft sowie Handlungsstrategien im persönlichen Umfeld sowie auch gesellschaftlicher Ebene erarbeitet werden.

Format: Workshop

Vortragende: aus dem Pool der Stoppt die Rechten Referent_innen

Dauer: ca. 3-4 Stunden

___________________________________________________________

Stoppt die Rechten: in der Gemeinde, am Stammtisch – überall

Phrasen wie „das Boot ist voll“ oder die Bezeichnung von Menschen als „Ungeziefer“, das Gerede von „dem Volk“ – das alles kommt nicht nur in der Rhetorik von Neonazis vor, nein auch im Alltag verwenden (oft, aber nicht nur) rechte Politiker_innen, solche Phrasen.

In einem mehrstündigen Workshop stehen einerseits Fragen im Vordergrund, wer und welche Äußerungen in Österreich aktuell überhaupt als rechtsextrem bezeichnet werden können und was bedeutet es mit Rechten in Dialog zu treten? Andererseits sollen gemeinsam Möglichkeiten erarbeitet werden, sowohl rechtlich als auch auf individueller sowie politisch-gesellschaftlicher Ebene gegen rechtes Gedankengut vorzugehen. Anhand von Beispielen, die auf der Plattform Stoppt die Rechten gesammelt werden, werden zudem in diesem Workshop ideologische Hintergründe von rechten Stehsätzen, Symbolen und Slogans vermittelt.

Format: Workshop

Vortragende: aus dem Pool der Stoppt die Rechten Referent_innen

Dauer: ca. 3-4 Stunden

Exkursion

Spurensuche an den ehemaligen Außenlagern des KZ Mauthausen*

Hirtenberg, Lenzig oder St. Lambrecht sollten uns aufgrund ihrer Geschichte ein Begriff sein, da sie Teil der rund 50, über ganz Österreich verteilten, Außenlager des ehemaligen KZ Mauthausen waren. Während heute an manchen Orten zumindest eine Gedenktafel an die einstigen Verbrechen erinnert, ist über viele andere ehemalige Lager sprichwörtlich Gras gewachsen – sie wurden verdrängt und vergessen.

Das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) ermöglicht sonst nur für Schüler_innen Besichtigungen dieser vergessenen Orte. Durch eine Zusammenarbeit zwischen der GBW und dem MKÖ ist es nun auch für Erwachsene möglich, die ehemaligen Außenlager zu besichtigen. Eine von professionellen Guides durchgeführte Begleitung verdeutlicht dabei u.a. die regionale Geschichte des Nationalsozialismus sowie ihre (Nicht-)Aufarbeitung in Österreich.

Eine genaue Liste der Besuchsmodule findet sich hier.

Format: Exkursion, Begleitung durch ehemalige KZs

Leiter_innen: MKÖ-Außenlager-Guides

Dauer: ca. 1-3 Stunden

Vorträge

Rechtsextremismus in Österreich. Präsentation des Rechtsextremismusberichts 2016*

Bis zum Jahr 2002 erschien jedes Jahr ein Rechtsextremismusbericht vom Innenministerium. Dieser jedoch wurde von der damaligen schwarz-blauen Bundesregierung eingestellt. Übrig blieben lediglich wenige Seiten im Verfassungsschutzbericht. 2016 wurde folglich erstmals seit 2002 wieder ein solcher Bericht veröffentlicht und das obwohl rechtsextreme Straftaten in Österreich kontinuierlich ansteigen. Wurde im Jahr 2011 noch von 479 rechtsextremen Tathandlungen berichtet, waren es 2014 bereits 750 und im Jahr 2015 sogar 1.156 Taten. Nur wenige davon werden tatsächlich aufgeklärt. Gerade weil rechtsextremes Gedankengut tief in die Gesellschaft verankert ist, scheint es notwendiger denn je die Aufgabe von Zivilgesellschaft und Politik, Rechtsextremismus entgegenzutreten.

Der Rechtsextremismusbericht dokumentiert und analysiert die aktuelle rechte Szene in Österreich, ihre Verstrickungen in die Politik und ihre Vernetzung im Internet. Eine Besonderheit ergibt sich auch aus dem Umstand, dass erstmals auch Überblickstexte über rechtsextreme Entwicklungen, Szenen und Vorfälle in den österreichischen Bundesländern thematisiert werden.

Format: Vortrag/Vorträge mit anschließender Diskussion

Vortragende: Autor_innen des Rechtsextremismusberichts

Dauer: 2-3 Stunden

___________________________________________________________

Braune Ökologie. Umwelt-, Tier- und Heimatschutz von rechts.

“Umweltschutz ist Heimatschutz“ plakatierte die rechtsextreme NPD bei der deutschen Bundestagswahl. Die Nähe von autoritären Vorstellungen und Naturschutz ist kein Zufall. Auch in Österreich gibt und gab es rechtsextreme Strömungen in der Umweltbewegung – von Teilen der Vereinten Grünen über den Weltbund zum Schutze des Lebens bis zu einzelnen esoterischen Strömungen. Der Vortrag blickt hinter den grünen Deckmantel rechter politischer Ideologien und legten Ansichten frei, die mit den Grünen Grundwerten nicht kompatibel sind.

Format: Vortrag mit anschließender Diskussion

Vortragende: Peter Bierl, Karl Öllinger

Dauer: 2-3 Stunden

___________________________________________________________

„Lügenpresse“, „Chemtrails“ und „Reichsbürger“

  • Zur Bedeutung und Funktion von Verschwörungstheorien

Egal ob, Pegida, die Friedensmahnwachen-Bewegung oder die Nachbar_innen von nebenan – immer mehr Menschen scheinen für verschwörungstheoretische Deutungsmuster von gesellschaftlichen Phänomenen anfällig zu werden. Was steckt genau hinter diesen wirkungsmächtigen Theorien, welche Funktionen erfüllen sie und warum sind sie so gefährlich? Diesen und ähnlichen Fragen widmen sich die beiden Vortragenden und versuchen dabei, nicht nur Licht in die obskure Angelegenheit zu bringen, sondern mit wichtigen Argumenten die Entschwörung voran zu treiben.

Format: Vortrag mit anschließender Diskussion

Vortragende: aus dem Pool der Stoppt die Rechten Referent_innen

Dauer: 2-3 Stunden

___________________________________________________________

Organisatorisches & Rückfragen:

Die mit einem * gekennzeichneten Formate sind Bestellseminare der grünen Bildungswerkstatt und können über die Landesvereine der GBW in der Regel kostenfrei gebucht werden. Für alle weiteren Angebote sowie andere Veranstalter_innen fallen Honorar-, Anreise- und Übernachtungskosten an. Die Angebote werden jeweils auf den Bedarf der Gruppe abgestimmt und nach Anfrage und Terminabklärung in der Regel direkt vor Ort durchgeführt. Die GBW unterstützt die Vorbereitung, die Kommunikation mit den Trainer_innen und Vortragenden sowie die Einbindung in die sonstige Arbeit der Gruppe.

Bei Interesse und für weitere Informationen schreib einfach ein Email an stopptdierechten(at)gbw.at