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Filter Schlagwort: Sprayerei/Vandalismus

Eisenstadt: Prozess gegen Neonazis beginnt am Montag

Die Justiz gibt sich offensichtlich Mühe: in den letzten Wochen und Tagen fanden etliche Wiederbetätigungsprozesse statt (Wiener Neustadt, Innsbruck ). Am Montag beginnt in Eisenstadt ein Wiederbetätigungsprozess gegen 14 Personen. Der Prozess ist für zwei Tage anberaumt. Die Angeklagten, im Alter von 18 bis 38 Jahren, werden beschuldigt, in unterschiedlichen Zusammenhängen gegen das Verbotsgesetz verstoßen zu haben. Weiter…

Unterstinkenbrunn (NÖ) Hetz-Parolen auf Strom-Kästen

Die BewohnerInnen von Unterstinkenbrunn sind ohnehin schon gestraft mit ihrem Ortsnamen. Seit über einer Woche sind allerdings Stromkästen der EVN und Fahnenmasten – so die NÖN – mit einschlägigen ausländerfeindlichen Parolen beschmiert. Auch in Eichenbrunn wurde geschmiert. Das Landesamt für Verfassungsschutz ermittelt wegen Wiederbetätigung, ist sich aber noch nicht im klaren, ob die Täter in der Region oder außerhalb zu suchen sind: „Schließlich gibt es auch in Mistelbach immer wieder Vorfälle“ (NÖN, 2.11.2010). Weiter…

Netz gegen Nazis: „Was wir machen können“

Netz gegen Nazis stellt eine Fülle an Informationen und Tipps bereit, ein Beispiel wollen wir hier näher vorstellen: „Was wir machen können“ gegen rechtsextreme und neonazistische Strukturen. In Deutschland sind die Strukturen gegen Neonazis vielfältiger, viele der Möglichkeiten die Netz gegen Nazis beschreiben, existieren bei uns (noch) nicht. Vielleicht kann aber dieser Artikel von Netz gegen Nazis auch ein Denkanstoß sein, wie wir auch in Österreich aktiv und effektiv gegen Neonazi-Strukturen vorgehen können. Weiter…

Mariazell: Schmiererei an der Basilika

In der Nacht auf den 10. Oktober wurde der Granitsockel der Mariazeller Basilika auf einer Länge von 30 Metern mit dem Spruch“Der Koran ist dem Teufel seine Bibel Am Horizont taucht der Teufel auf“ von bislang unbekannten Tätern beschmiert.


Schmiererei in Mariazell Bildquelle: kleinezeitung.at

Die Schmiererei weicht mit ihrer vorgeblich religiösen Botschaft etwas von den bekannten rassistischen, antisemitischen und islamophoben Schmierereien der letzten Jahre ab:

-Das KZ Mauthausen war 2009 im Februar mit dem Spruch „Was unseren Vätern der Jud, ist für uns die Moslembrut, seid auf der Hut! 3. Weltkrieg -8.Kreuzzug“ und im März 2010 mit „Türk und Jud, giftig’s Blut“ an der Aussenmauer beschmiert worden.

-An einem Kindergarten in Linz wurde im Juni 2009 die Schmiererei „Was fürn Vater der Jud, ist für uns die Moslembrut“ mit der Signatur „88“ entdeckt.

-Ende Juni 2009 wurde am Wiener Westbahnhof „Einst Jud –jetzt Moslembrut“ geschmiert.


Bildquelle: derstandard.at: „Moslembrut“-Hetze beim Westbahnhof

Wie die Tageszeitung „Österreich“ in ihrer Ausgabe vom 12.10.2010 meldet, ermittelt die Polizei auch im Umfeld der Mariazeller Freiheitlichen. (Quellen: Kurier, Österreich)

Spittal (Kärnten): Hakenkreuze und Naziparolen geschmiert

3 Jugendliche haben in der Nacht auf den 30. September 2010 in Spittal/Drau zahlreiche Gebäude, darunter auch eine Kirche und die Friedhofsmauer sowie PKWs „mit verschiedenen Schriftzügen und Zeichen“(Kleine Zeitung) besprüht. Die Polizei hat bisher 20 Objekte gezählt. Als Täter wurden drei 14- 16-Jährige ausgeforscht, darunter ein Deutscher. Der 15-Jährige gilt als Haupttäter. Auf sesin Konto sollen die Hakenkreuze und Nazi-Parolen gehen, die er mit „dd“ (der Deutsche) signiert haben soll. Bei der Einvernahme zum Motiv befragt, soll er geantwortet haben: „Das ist eben meine Richtung“.

Der 15-Jährige wird nicht nur wegen Sachbeschädigung, sondern auch nach dem Verbotsgesetz angezeigt. In der“Kleinen Zeitung“ heißt es zum Schluss: “Kontakte zur Neonazi-Szene werden nicht vermutet.“

(Quellen: Kleine Zeitung, Österreich, 1.10.2010)

Wien: Hakenkreuze und „Heil HC“ auf PKW

Wie „Österreich“ meldet, wurde der PKW von Michael G, Direktor eines interreligiösen Vereins, mit „Heil HC“ und Hakenkreuzen beschmiert. Michael G. ist der Organisator eines Benefiz-Matches, das die Wiener Austria am 7. 10.2010 gegen eine Mannschaft von „Trialog“ durchführen wird. Auf dem PKW von Michael G. war ein Werbeplakat für das Match aufgebracht. (Österreich, 1.10.2010)

Siehe auch: Forum gegen Antisemitismus Weiter…

Wien-Leopoldstadt: Der smarte Franz, die feuchte Feier und das Hakenkreuz

Franz Lindenbauer kandidiert für die FPÖ in Wien-Leopoldstadt auf dem vierten Listenplatz. Ein sicheres Mandat für Franz Lindenbauer sozusagen. Das ist noch nicht lange so. Eine APA-OTS-Meldung vom 6.7.2009 besagte, dass der Leopoldstädter Jugendobmann der FPÖ wegen der gegen ihn erhobenen Vorwürfe, ein „Sympathisant der rechtsextremen Szene zu sein“, alle Funktionen in FPÖ und RFJ (Ring Freiheitlicher Jugend) zurückgelegt habe. Der Rücktritt sei nicht als Schuldeingeständnis zu interpretieren, so der FPÖ- Bezirksobmann Wolfgang Seidl, sondern um weiteren Schaden von der FPÖ abzuwenden.

Was war passiert? Der smarte Franz Lindenbauer, der nicht nur den RFJ im Bezirk anführte, sondern auch stellvertretender Obmann des Wiener RFJ war, hatte im RFJ-Keller in der Reichsratsstraße gefeiert. Von der feuchten Feier waren Bilder auf „facebook“ aufgetaucht, die zwei Jungfreiheitliche mit der üblichen Bierbestellungsgeste („drei Bier“) und den smarten Franz mit einem Hakenkreuz am linken Oberarm zeigten.

Franz Lindenbauer- auch dabei ein perfekter freiheitlicher Nachwuchs – konnte sich das nicht erklären: „Ich weiß nicht, was mir betrunkene Leute auf die Hand kritzeln“, erklärte er der Presse (diepresse.at) und vermutete schliesslich gar eine Fotomontage: „Und außerdem bin ich nicht so dämlich und verpatze mir durch so was meine Karriere“ (ebenda).

Nun,. letzteres hat er tatsächlich geschafft. Wie ein Phönix aus der Asche kehrte Lindenbauer in RFJ und FPÖ zurück. Schaden muss offensichtlich nicht länger abgewendet werden, für den haben schon andere wie etwa Jürgen D. gesorgt. Oder ist es etwa gar kein Schaden, mit „Heil Hitler“ zu grüssen oder sich ein Hakenkreuz auf den Arm (nicht auf die Hand, Franz!) kritzeln zu lassen?

Franz Lindenbauer, der Vermögensberater, ist wieder zurück – mit einem offiziellen facebook-Profil, in dem seine Wortspenden zum laufenden Wahlkampf aufleuchten: „Die Linkschaoten überlegen ob sie die Uni wieder besetzen sollen? Ob Arbeitnehmer, Kleinunternehmer oder Familien, sie alle machen aus ihrer Situation das Beste, spucken in die Hände und arbeiten! Das würde ich den werten Linksstudenten und „Innen“ ebenfalls raten. Berufsdemonstrant ist kein Beruf!“

Hakenkreuzschmieren auch nicht, das ist nämlich ein Verbrechen!

Anschläge auf Einrichtungen für AsylwerberInnen und MigrantInnen häufen sich

Der Sprengstoffanschlag auf das Asylheim der Caritas in Graz war offenbar nicht der erste Anschlag auf dieses Heim . Die Unterkunft, die im Jahr 2006 eröffnet und zunächst nur für männliche Asylwerber geführt wurde, soll schon einmal Ziel eines Anschlags gewesen sein. Diesmal wurde der Anschlag allerdings mittels Sprengstoff ausgeführt. Das Klima rund um den Anschlag war seit Wochen geprägt durch die hetzerischen Attacken der FPÖ auf Muslime („Moschee-Baba-Spiel“) im laufenden steirischen Landtagwahlkampf. Weiter…