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Filter Schlagwort: Vorfälle

Mario A (NVP): Geläutert, aber zu schwach?

Am Lan­des­gericht Wiener Neustadt wurde am Mon­tag, 5.7.2010 der erste Prozesstag im Geschwore­nen­ver­fahren gegen Mario A. (21) wegen NS- Wieder­betä­ti­gung, Sachbeschädi­gung und ille­galem Waf­fenbe­sitz abge­hal­ten. Der Strafrah­men beträgt bis zu 10 Jahre Haft. Weit­er…

Achtung: Österreichischer Nazi-Band-Export!

Auf dem Gelände des Gasthaus­es „Zum Jäger­wirt“ im nieder­bay­erischen Buch­hofen (Land­kreis Deggen­dorf) find­et am 3. Juli unter dem Mot­to „Day of Friend­ship“ eine deutsch-tschechis­che Neon­azi-Ver­anstal­tung statt..

Aufge­spielt wird dabei nicht nur von den tschechis­chen Szene-Bands „Legion S“ und „Ortel“, son­dern auch von der öster­re­ichis­chen Kom­bo „Don­ner des Nordens“.

Kai, der

Die Krawall-Kom­bo „Don­ner des Nor­dens“, die seit 2005 existiert, hat­te ihren let­zten bekan­nten Auftritt beim Sol­i­dar­ität­skonz­ert für den Nazi- Totschläger Jür­gen Kasamas im Juni 2009. im Gasthaus „Zur Alm“ im 2. Wiener Gemein­de­bezirk. Kasamas hat­te im März 2009 einen ihm völ­lig unbekan­nten Men­schen auf offen­er Straße niedergeschla­gen und sein Gesicht zu Brei zertreten. Der Wirt Andre Herold, ein Thai-Box-Kam­er­ad von Kasamas, kon­nte somit ein Nazi-Sol­i­dar­ität­skonz­ert mit einem Totschläger völ­lig ungestört von Mag­is­trat und Ver­fas­sungss­chutz durchführen.
Damals durfte der „Don­ner des Nor­dens“ gemein­sam mit der „Ser­vice­crew Vien­na“ die ver­sam­melten Kam­er­aden zum Pogo aufheizen. Über die musikalis­che Qual­ität der Gruppe urteilte ein Nazi auf Thiazi.net so: „Das eigene Lied (Don­ner des Nor­dens) wurde gut hin­gelegt ….Lei­der fehlte eine Bass­gi­tarre und die Anlage war nicht unbe­d­ingt berauschend”.

Die Entwick­lung der Band, die aus der Black-Met­al-Szene kommt, ist nicht untyp­isch. Abge­se­hen davon, dass ihr sog­ar für Black Met­al die musikalis­che Qual­ität und mit­tler­weile ein­mal der Sänger und ein ander­mal die Bass­gi­tarre fehlt, lan­dete auch diese Band im Genre Nazi-Krawallkombo.

Im Jän­ner 2010 durfte die Gruppe — wiederum gemein­sam mit der „Ser­vice­crew Vien­na“ und Grup­pen wie „Blitzkrieg“ und „Sturmtrupp“ (bei­de BRD) — in Slowe­nien auftreten. Die aus Öster­re­ich angereis­ten Neon­azis bezahlten sog­ar einen Ein­trittspreis in der Höhe von 15 Euro dafür, dass sie Songs wie „Die alten Zeit­en kom­men wieder“, „Club der Umer­zo­ge­nen“ oder „Die Fahne hoch“ mit­grölen und sich anschliessend ein biss­chen gegen­seit­ig prügeln konnten.

Der Wech­sel über die Lan­des­gren­ze, um einem behördlichen Ver­bot (oder- wie bei Kat­e­gorie C- einem Ver­tragsausstieg) auszuwe­ichen, find­et immer häu­figer statt. Slowe­nien, die Slowakei, aber vor allem Ungarn, sind mit­tler­weile bevorzugte Län­der für Nazi- Bands. Teils, weil die Behör­den noch wenig Erfahrun­gen mit Nazi-Krawall­trup­pen haben, teils, weil – wie in Ungarn – die poli­tis­chen Ver­hält­nisse keinen Wider­stand gegen öffentliche Nazi ‑Auftritte bieten.

Ob der Auftritt von „Don­ner des Nor­dens“ und das deutsch-tschechis­che Nazi-Fre­und­schaft­str­e­f­fen in Nieder­bay­ern stat­tfind­en wird, ist deshalb –trotz Ankündi­gung — noch offen. Die Leute vom „Don­ner des Nor­dens“ haben jeden­falls ihr Reper­toire aufge­stockt und kön­nen schon min­destens 2–3 Eigen­pro­duk­tio­nen spie­len! Ob fehler­frei oder ohne Sänger oder Gitarre, das ist für einen Nazi-Pogo nicht so wichtig.
Gute Infos über die recht­sex­treme und Nazi-Rock-Szene gibt’s hier: http://fightfascism.wordpress.com/

Wir haben aber auch noch eine ganz spezielle Überraschung!

We proud­ly present:

Die Eigen­präsen­ta­tion von „Don­ner des Nor­dens“ von ihrer –naja, sagens wir’s vornehm – etwas ungepflegten Home­page. Wer es schafft, die zahlre­ichen Fehler zu zählen, ist ganz sich­er kein Nazi! Die beherrschen die deutsche Sprache nicht!

Wir suchen ein neuen Sänger!

Wer was weiß, soll uns anschreiben oder in das Gästebuch schreiben!

Kai der Wikinger den 5.Sep. 2006
02.10.07

Vote Us! — DONNER DES DONNER

Wir haben in let­zter Zeit mit unserem neun Schlagzeuger „Peter” mehr Beschäftigt!
Unser Sänger Prob­lem reist nicht ab.
Da unser Sepp sich für Unerr­e­ich­bar hält, lässt es nicht zusam­men Arbeiten!
Wir Danken ihn für seine Bereitschaft!
Somit ist der Sänger Posten wieder offen!
Jed­er der meint, denkt oder weiß das er Sin­gen kann und will es bei uns Ver­suchen immer her damit!
Du soll­test aus Raum Wien kom­men und min­destens 18 Jahre alt sein!
12.05.07

Franz Radl wieder einmal vor Gericht – ohne „alpen donau”!

Franz Radl, Recht­sex­trem­ist und ver­hin­dert­er Lokalpoli­tik­er aus der Steier­mark, musste sich heute, 29.6.2010, vor dem Lan­des­gericht Graz wegen übler Nachrede ver­ant­worten. Bei Radl waren bei ein­er Haus­durch­suchung Flug­blät­ter gefun­den wor­den, in denen er den Feld­bach­er Bürg­er­meis­ter der Spiel- und Alko­hol­sucht beschuldigt hatte.

Der Prozess selb­st dauerte „kaum mehr als fünf Minuten” (ORF — Steier­mark). Der Richter ver­fügte lediglich, dass die Flug­blät­ter und Plakate ver­nichtet wer­den und ver­wies den Vor­wurf der Beschimp­fung und üblen Nachrede zurück an das Bezirksgericht.

Der Feld­bach­er Bürg­er­meis­ter Deutschmann, gegen den sich die Angriffe Radls richteten, gab vor Gericht an, dass er seit 2007 ver­fol­gt und bedro­ht werde: „Ich habe Angst um mich und meine Fam­i­lie”. Auf die Straße vor seinem Wohn­haus sei „Sau­jude” aufge­sprüht wor­den, er sei beschimpft („Türken­schwein”) und bedro­ht („Deine Zeit kommt!”) wor­den. Die Polizei habe ihm ger­at­en, auf sich aufzupassen…

Deutschmann erk­lärte vor Gericht, er kenne den Angeklagten Radl nicht per­sön­lich und habe ihn erst zwei Mal gese­hen: „Vor Gericht und in einem Lokal: Ich kam vom WC, da hat er mich fotografiert.”

Foto des Bürgermeisters was auf alpen-donau.info veröffentlicht wurde
veröf­fentlicht auf alpen-donau.info…

Auf der Neon­azi-web­site „alpen-donau” war zulet­zt am 10.5.2010 über den Prozess und die Vor­würfe gegen Radl berichtet wor­den. Dabei wur­den auch die het­zerischen Flug­blät­ter, deren Ver­nich­tung jet­zt vom Richter ange­ord­net wurde, im Fak­sim­i­le wiedergegeben. Radl wurde als der „Typus des ewig umtriebi­gen Nation­al­is­ten”, der „gegen die Ver­nich­tung unseres Volkes” kämpfe, beschrieben. Eigen­lob stinkt!

Inter­es­sant an den von „alpen-donau“ wiedergegebe­nen Flug­blät­tern ist, dass das eine mit einem „hc-man“-comic über das Aus­län­der­wahlrecht endet. Der Com­ic stammt tat­säch­lich aus der FPÖ-Sudelküche ( http://cleanpolitics.wienxtra.at/wordpress/?p=41 ), sodass man eigentlich annehmen müsste, dass auch das anonyme Flug­blatt mit der FPÖ zu tun hat. Uns liegt allerd­ings kein Hin­weis dazu vor. Allerd­ings haben wir auch keine Erk­lärung gefun­den, in der sich die FPÖ von diesem Flug­blatt dis­tanzieren würde.

Bemerkenswert ist nicht nur, dass die bei Franz Radl gefun­de­nen Flug­blät­ter auf „alpen-donau“ wiedergegeben wur­den, auch das Foto, das den Bürg­er­meis­ter in dem Lokal zeigt und von dem dieser ver­mutet, dass es von Radl geschossen wurde (siehe oben), ist auf „alpen-donau“ zu finden.

Radl, der nicht wis­sen will, woher die Flug­blät­ter kom­men, stimmte im Prozess zu, dass sie einge­stampft wer­den. Er muss auch die Ver­hand­lungskosten tragen.

Auf Radl wartet noch ein Ver­fahren wegen Ver­stoßes gegen das NS-Verbotsgesetz. 

Siehe auch: Kuri­er

Wochenendarbeit für steirische Neonazis

Am Woch­enende 26./27.6. 2010 haben einige steirische Face­book-User ihre Pro­file verändert.

Aus­lös­er war die Schlägerei, die einige Neon­azis am 23.6. beim Pub­lic View­ing am Karmeliter­platz in Graz angezettelt und unter diversen ein­schlägi­gen Rufen mit ein­er Kör­per­ver­let­zung und ihrer Flucht been­det haben.
Ein­er der ver­mut­lich Beteiligten, H.P.A., hat nach sein­er Aus­nüchterung seine Pin­nwand und seine Kon­tak­te vom Netz genommen. 

Auf der Pin­nwand waren Sinnsprüche wie „Fußball und Gewalt!!!!!!” (21.Juni ) zu lesen oder der Hin­weis: „so jet­zt gehts dan ab zu meinen fre­un­den der Polizei! mal schaun was de wollen. und dan Eng­land zu sehen!” (18.Juni).
Nach der Schlägerei hat H.P.A. sein Inter­esse an Kom­mu­nika­tion und der Freude über den deutschen Sieg über Ghana schla­gar­tig ver­loren, obwohl er vor dem Match bzw. der Schlägerei noch gepin­nt hat­te: „Fußball Welt­meis­ter — es gibt nur einen — DEUTSCHLAND heißt er!!!!!!!!” (Di, 22.6.).

H.P.A. gehört zur recht­sex­tremen Hooli­gan-Szene um den GAK, und so wie er haben einige andere Recht­sex­treme aus der Szene das Woch­enende genutzt, um ein­mal zu arbeit­en.: Kon­tak­te, Inter­essen („Gefällt mir!”-Listen) und die Pin­nwände wur­den gelöscht, die Face­book –Pro­file strahlen jet­zt in nack­ter Unschuld — vor der Strafver­fol­gung schützt das allerd­ings nicht!

Windhofer: Vom Objekt 21 in die Box 28

Das Ober­lan­des­gericht Linz hat am Don­ner­stag, 24. Juni 2010 als Beru­fungsin­stanz über die Urteile gegen die Mit­glieder das „Kampfver­band Ober­donau“ beraten.

Die Strafe gegen Jür­gen Wind­hofer, den Rädels­führer, der bere­its zwei ein­schlägige (!) Vorstrafen nach dem Ver­bots­ge­setz kassiert hat, wurde erhöht. Wind­hofer, der mit­tler­weile auch beim „Objekt 21“ ein­schlägig tätig ist, dürfte kapiert haben, dass er mit den Ausre­den vom Welser Prozess ( „stark alko­holisiert“, „keine Recht­sradikalen“) dies­mal nicht mehr lan­den könne und ist zur Ver­hand­lung gar nicht erschienen. Seine sehr milde Strafe aus dem Welser Prozess wurde in –milde- 28 Monate unbe­d­ingt umgewandelt.

Bei zwei weit­eren Verurteil­ten wur­den die Strafen sog­ar gesenkt. Der Vierte im Bunde hat­te gegen sein Urteil nicht berufen.
Da die Prog­nose für Jür­gen Wind­hofer nicht gün­stig ist, wird auch der baldige Haf­tantritt und die damit ver­bun­dene Kampf­pause nicht ver­hin­dern kön­nen, dass wir bald wieder über Wind­hofer und seine Fre­unde vom „Objekt 21“ bericht­en müssen.
Vielle­icht auch über seinen Kam­er­aden vom „Objekt 21“, den FPÖ-Gemein­der­at Jür­gen Wallner?

Siehe auch:
Braune auf Facebook
Brauner Jugend­club aufgelöst

Neonazi-Übergriff: Kogler griff ein und dankt heute weiteren Besuchern für Zivilcourage

Quelle: steiermark.gruene.at

24.06.2010 15:56

Grü­nen-Land­tagsspitzenkan­di­dat Wern­er Kogler stellte sich Neon­azi-Über­grif­f­en entgegen.

Werner Kogler

In einem Pressege­spräch heute Nach­mit­tag gab nun der Grüne Land­tagsspitzenkan­di­dat Wern­er Kogler seine Wahrnehmung der gestri­gen Neon­azi-Über­griffe beim Pub­lic View­ing im Pfauen­garten wieder. „Zu Beginn der zweit­en Hal­bzeit des Spiels Deutsch­land gegen Ghana beobachtete ich gemein­sam mit einem Parteim­i­tar­beit­er, dass an einem nahen Tisch eine Gruppe von jun­gen Män­nern in dun­klen Deutsch­land-Trikots anf­ing für Unruhe zu sor­gen. Ich selb­st habe Wörter wie ‚Nig­ger‘ oder ‚Sieg Deutsch­land‘ gehört, mir wurde später erzählt, dass sie auch ‚SS, SA, wir sind wieder da‘‘ und der­gle­ichen ‚gegrölt‘ haben. Nach einiger Zeit ging dieses Ver­hal­ten den anderen Besuch­ern zu sehr auf die Ner­ven und sie ver­sucht­en auf die Gruppe ver­bal einzuwirken, damit aufzuhören. Daraufhin began­nen die offen­sichtlichen Neon­azis, vor allem vier sind mir davon aufge­fall­en, eine kör­per­liche Auseinan­der­set­zung – die erste Ohrfeige ins Gesicht eines Fußball­fans habe ich deut­lich gese­hen“, so Kogler, der sich daraufhin zwis­chen die Grup­pen stellte um die Auseinan­der­set­zung zu schlicht­en. „Ich habe den Män­nern gesagt, dass ich genau beobachtet habe, wer ange­fan­gen hat und dass sie damit sofort aufhören sollen“, so Kogler. Die vier schienen den grü­nen Abge­ord­neten zu erken­nen „Ah, die Grü­nen sind auch da!“) und ließen von ihrem Ver­hal­ten ab um sich Rich­tung Aus­gang zu begeben – dabei schüt­teten sie Kogler noch einen Bech­er Bier in die Augen.

Der Grüne Parteim­i­tar­beit­er wollte daraufhin den jun­gen Män­nern nachge­hen um beim Aus­gang mit den Secu­ri­tys ihre Iden­tität fest­stellen zu lassen – als er nach weni­gen Minuten zu Kogler und den anderen Besuch­ern zurück kam, war sein Gesicht blutüber­strömt. Er wird heute operiert und hat zumin­d­est einen Jochbein­bruch davongetragen.

Kogler bedank­te sich heute bei jenen Pub­lic View­ing-Besuch­ern, die Zivil­courage gezeigt hat­ten und die ausufer­n­den Neon­azi-Beschimp­fun­gen stop­pen woll­ten – und er ver­lieh sein­er Zuver­sicht Aus­druck, dass die Polizei, bei der er heute Abend als Zeuge aus­sagen wird, zügig und umfassend ermit­teln werde. „Dieser Vor­fall zeigt ein­mal mehr: Es gibt neon­azis­tis­che Gesin­nung, es gibt Neon­azis, es gibt ide­ol­o­gisch motivierte gewalt­tätige Über­griffe“, so der Grüne Land­tagsspitzenkan­di­dat abschließend.

Siehe auch: Graz: Neon­azis stänkern und schlägern – Jochbeinbruch

Braune auf Facebook

In den sozialen Net­zw­erken von „Face­book“ bis „Youtube“ tum­meln sich auch Recht­sex­treme bzw. Neon­azis. Mehr als 13.000 Fans hat­te etwa die Gruppe „Kinder­schän­der – für Euch eröff­nen wir wieder Mau­thausen!!“, bevor sie von „Face­book“ geschlossen wurde. Weit­er…

Wien Josefstadt: „Stolperstein“ mit Spitzhacke zerstört

In der Skoda­gasse wurde um den 10. Juni 2010 ein „Stein der Erin­nerung“, der neben der Wohnan­lage Bern­hard­hof in den Gehsteig ein­ge­lassen war, offen­sichtlich mit ein­er Spitzhacke aus­ge­brochen und demon­tiert. Mit den „Steinen der Erin­nerung“ – in der Josef­s­tadt gibt es 96 – wird der in der Naz­izeit aus ihren Woh­nun­gen ver­triebe­nen, deportierten und später ermorde­ten jüdis­chen Bürg­erIn­nen gedacht. Weit­er…