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Freistadt: Nach Vorglühen Nazi-Parolen

Vier jun­ge , schon wegen ande­rer Delik­te vor­be­straf­te Frei­städ­ter wur­den wegen Wie­der­be­tä­ti­gung verurteilt.

Das Quar­tett, das sich schon zuhau­se ange­trun­ken und mit Nazi-Lie­dern ein­ge­stimmt hat­te, ging in „sze­ne­ty­pi­scher Klei­dung“ in Loka­le, demons­trier­te dort den Hit­ler­gruss und brüll­te Paro­len: „Kana­cke ver­re­cke, du bist Abschaum und Dreck“ und „Wir sind natio­na­le Sozia­lis­ten! Schwu­le, Juden und Kom­mu­nis­ten ste­hen auf unse­ren Lis­ten“. Die Bur­schen, wegen Raub, Kör­per­ver­let­zung, Sach­be­schä­di­gung und Dro­gen­de­lik­ten schon vor­be­straft, erhiel­ten Zusatz­stra­fen zwi­schen 2 und 12 Mona­ten. (Bezirks Rund­schau Frei­stadt, ooe.orf.at, krone)

Ulrichsberg (Kärnten) : Neonazi schlägerte

Bei einer von der FPÖ Kärn­ten am 20.9.09 ver­an­stal­te­ten Kranz­nie­der­le­gung am Ulrichs­berg tauch­ten auch die bekann­ten Neo­na­zis Gott­fried Küs­sel und Hans Jörg Schi­ma­nek jun. mit eini­gen weni­ger bekann­ten Neo­na­zis (auch aus der BRD) auf. FPÖ-Kärn­ten-Chef Harald Jan­nach beteu­er­te, Küs­sel nicht ein­ge­la­den zu haben. Einer der Neo­na­zis zet­tel­te prompt eine Schlä­ge­rei mit einem Gegen­de­mons­tran­ten an. (Kro­ne, Standard)

Linz: Nach Anschlag auf Justiz-Opfer nimmt Verfassungsschutz rechte Szene ins Visier

Ste­cken Rechts­extre­me hin­ter der fei­gen Atta­cke auf jenen 35-jäh­ri­gen Gmund­ner, der wegen Mor­des acht Jah­re unschul­dig im Gefäng­nis saß? Der Ver­fas­sungs­schutz ermittelt.

Drei Tage nach der hin­ter­häl­ti­gen nächt­li­chen Prü­gel­at­ta­cke auf den Gmund­ner ist für die Kri­mi­na­lis­ten eines klar: Das Motiv des Prü­gel­kom­man­dos, das das schla­fen­de Opfer in sei­nem Haus heim­such­te, war Rache. […] Aber: „Es ist bekannt, dass der nun ver­ur­teil­te tat­säch­li­che Mör­der der Taxi­len­ke­rin mas­si­ve Bezie­hun­gen zur rech­ten Sze­ne hat­te.” (OÖN)

Hof/Salzburg: Flachgauer RFJ-Mitglieder mischen auf: „Heil Hitler“ und Prügel

Die Mas­sen­schlä­ge­rei nach der „X‑treme Par­ty” der Jun­gen Volks­par­tei (JVP) in Hof am 22. August hat nun auch den Ver­fas­sungs­schutz auf den Plan geru­fen: „Wir ermit­teln gegen drei Per­so­nen wegen Ver­stö­ßen gegen das Ver­bots­ge­setz”, sagt der Lei­ter des Ver­fas­sungs­schut­zes in Salz­burg. Wei­ter…

Langenlois (NÖ): Wegen Hautfarbe beschimpft und bestohlen

Ras­sis­ti­scher Über­griff auf ein Kind: Der 11-Jäh­ri­ge dun­kel­häu­ti­ge R., ein Zög­ling der Kin­der­welt Stie­fern, war­te­te nach dem Fuß­ball­trai­ning in Lan­gen­lois vor dem Sport­platz auf die Abho­lung […] Plötz­lich hielt ein gelb-grü­ner PKW, Mar­ke ver­mutl. VW Polo, neue­rer Bau­art, wel­cher mit 5 männl. Per­so­nen besetzt war und aus Rich­tung Bahn­stra­ße kam, gegen­über dem war­ten­den Schüler.

Nach­dem sie R. wegen sei­ner Haut­far­be gede­mü­tigt hat­ten, gab ihm der kahl­köp­fi­ge Haupt­tä­ter noch meh­re­re Ohr­fei­gen und trat mit sei­nen Füßen gegen den rech­ten Unter­schen­kel des Jun­gen. (Unser Krems)

St. Johann (Tirol): Tiroler Dorffest außer Kontrolle: 17 Verletzte

In der Nacht zum Sonn­tag muss­ten nach alko­hol­ge­tränk­ten Schlä­ge­rei­en 17 Fest­be­su­cher und zwei Poli­zis­ten ins Spi­tal. Denn 20 bis 30 jün­ge­re Besu­cher fie­len nach und nach immer weni­ger gut auf: Die Betrun­ke­nen sol­len aus­län­der­feind­li­che Paro­len geru­fen, gestän­kert und immer wie­der Prü­ge­lei­en ange­zet­telt haben. Auch die ein­schrei­ten­den Poli­zis­ten wur­den von ihnen mit Paro­len emp­fan­gen und mit Bier beschüt­tet. (Quel­le: Kurier, News)

Bad Gastein (Salzburg): Hitlergruß und brutale Gewalt

Gegen den Pon­gau­er Chris­ti­an L. (25), der in Bad Gas­tein eine jun­ge Frau ras­sis­tisch gede­mü­tigt und ihren Freund ver­prü­gelt haben soll, wird auch wegen NS-Wie­der­be­tä­ti­gung ermit­telt. Der bereits mehr­fach vor­be­straf­te Gewalt­tä­ter habe auf offe­ner Stra­ße die Hand zum Hit­ler­gruß erho­ben, als er der Frau und ihrem Beglei­ter begeg­ne­te. Im Rah­men einer ver­ba­len Aus­ein­an­der­set­zung habe er die Aka­de­mi­ke­rin dann ange­herrscht, dass sie „1939 kei­ne Lebens­be­rech­ti­gung mehr gehabt“ hät­te; Mulat­ten und Misch­lin­ge hät­ten „nicht das Recht, mit ihm auch nur zu spre­chen“, sie sol­le sich „gefäl­ligst hin­knien“ vor ihm. Als ihn der Beglei­ter der Frau auf­for­der­te, sei­ne ras­sis­ti­schen Bemer­kun­gen zu unter­las­sen, wur­de er von dem Pon­gau­er nie­der­ge­schla­gen und „durch wuch­ti­ge Schlä­ge und Trit­te“ erheb­lich ver­letzt. (Salz­bur­ger Nachrichten)

Gramatneusiedl (NÖ): Rassistischer Übergriff und Verdacht der NS-Wiederbetätigung

Der ras­sis­ti­sche Über­griff vor ein­ein­halb Wochen bei dem drei Jugend­li­che eine Frau ver­letzt hat­ten – sie muss­te im Kran­ken­haus Möd­ling unter ande­rem wegen einer gebro­che­nen Rip­pe behan­delt wer­den – bewegt noch immer die Gemüter.

Ein Bur­sche der Grup­pe, ein 18-jäh­ri­ger aus Gra­mat­neu­siedl, hat­te mit­ten in der Nacht ein Auto beschä­digt und natio­nal­so­zia­lis­ti­sche Sym­bo­le mit einem Stein in den Lack gekratzt. Die Auto­be­sit­ze­rin bemerk­te den Vor­fall und wur­de zusam­men­ge­schla­gen. Schon vor­her war es zur Sach­be­schä­di­gung an einem ande­ren PKW gekom­men. Ermit­telt wird nicht nur wegen Sach­be­schä­di­gung, son­dern auch wegen NS-Wie­der­be­tä­ti­gung. (NÖN)

Leoben (Steiermark): 6 Schuldsprüche in Neonazi –Prozess

Vier Män­ner und zwei Frau­en (18 bis 26) aus Leo­ben stan­den vor dem Schwur­ge­richt Leo­ben und wur­den wegen NS-Wie­der­be­tä­ti­gung ver­ur­teilt. Der Haupt­an­ge­klag­te, ein 26-Jäh­ri­ger, erhielt 7 Jah­re unbe­ding­te Haft wegen mehr­fa­cher Wie­der­be­tä­ti­gung, schwe­rer Kör­per­ver­let­zung (in fünf Fäl­len) und gefähr­li­cher Dro­hung. Er hat­te meh­re­re Per­so­nen teil­wei­se schwer ver­letzt, eine Migran­tin zu Boden geschla­gen und ins Gesicht getre­ten, einen ande­ren eben­falls schwer ver­letzt. Einer sei­ner Gefolgs­leu­te, der gera­de in Haft ist, erhielt wei­te­re 2 Jah­re unbe­dingt wegen mehr­fa­cher Wie­der­be­tä­ti­gung. Vier wei­te­re Ange­klag­te kamen mit beding­ten Stra­fen zwi­schen vier und zwölf Mona­ten davon.

Kindberg (Steiermark): „Judenschweine“, schwere Körperverletzung, gefährliche Drohung, Sachbeschädigung und Wiederbetätigung

Drei Mürz­ta­ler (zwi­schen 22 und 26) ste­hen vor dem Schwur­ge­richt (Leo­ben) wegen Wie­der­be­tä­ti­gung- zwei von ihnen sind ein­schlä­gig vor­be­straft. In einem Kind­ber­ger Lokal waren die Ange­klag­ten vom Chef des Lokals zur Rede gestellt wor­den, nach­dem sie Auf­kle­ber der NVP auf die WC-Tür geklebt hat­ten. Der Lokal­chef, sei­ne Lebens­ge­fähr­tin und sei­ne Mut­ter wur­den dar­auf­hin als „Juden­schwei­ne“ beschimpft und einer der Ange­klag­ten droh­te ihnen mit einer wei­te­ren „Reichs­kris­tall­nacht“. Zwei der Ange­klag­ten müs­sen sich auch wegen wei­te­rer Ankla­ge­punk­te (schwe­re Kör­per­ver­let­zung, gefähr­li­che Dro­hung, Sach­be­schä­di­gung) verantworten.

Fast genau ein Jahr zuvor waren 10 Mürz­ta­ler (zwi­schen 19 und 29) zu Frei­heits­stra­fen zwi­schen sechs Mona­ten bedingt und 21 Mona­ten teil­be­dingt ver­ur­teilt wor­den, weil sie bei einer Nazi-Rock-Par­ty stun­den­lang Nazi-Lie­der und ein­schlä­gi­ge Paro­len gegrölt hat­ten. Einer der Ange­klag­ten gab in sei­ner Ein­ver­nah­me zu Pro­to­koll, er wür­de „schon tür­ki­sche Kin­der töten, wenn es nicht ver­bo­ten wäre, aber es sicher nicht zustan­de brin­gen“.

(Kro­ne, Klei­ne Zeitung)