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Filter Schlagwort: Empfehlungen

Herbert Kickl, Erlöser der extremen Rechten

Zwei lesenswerte Artikel zur Kür von Her­bert Kickl als Parte­ichef der FPÖ, die über das hin­aus­ge­hen, was all­ge­mein über die Medi­en zu erfahren war: Der deutsche Info­di­enst „blick nach rechts“ beleuchtet auch Reak­tio­nen aus Deutsch­land und Bern­hard Wei­dinger (DÖW) set­zt sich im Stan­dard mit dem Bild auseinan­der, das Kickl als Mann ausstrahlt bzw. jenes, das auf ihn pro­jiziert wird und welche Erwartun­gen – ins­beson­dere aus der extremen Recht­en – daraus resul­tieren. Weit­er…

Absolut lesenswert: Rechtsextremismus Band 4. Eine Rezension

Es ist bere­its der vierte Band aus der Rei­he „Recht­sex­trem­is­mus“ der „Forschungs­gruppe Ide­olo­gien und Poli­tiken der Ungle­ich­heit“ (FIPU), der da jüngst im umtriebi­gen Wiener Man­del­baum-Ver­lag erschienen ist. Das Leit­the­ma „Her­aus­forderun­gen für den Jour­nal­is­mus“ klingt zunächst ein­mal etwas spröde. Im Buch umge­set­zt, stimmt das jedoch nicht, denn die Beiträge der Autor*innen bieten – aus sehr unter­schiedlichen Per­spek­tiv­en – viele Anre­gun­gen und Ein­blicke. Eine Rezen­sion von Karl Öllinger. Weit­er…

Die Kleiderlaus und die Nazis

Was dem Hitler seine „Blon­di“, das war dem Göring sein „Muc­ki“. Der Anschein, die bei­den Ober­nazis wären zu zärtlichen Gefühlen für Mit­men­schen fähig gewe­sen, trügt. „Blon­di“ war Hitlers Schäfer­hündin, die er so innig liebte, dass er nach ihrem Tod noch weit­ere zwei Hündin­nen nach ihr benan­nte. „Muc­ki“ war hinge­gen ein­er von den sieben Löwen, die in Görings Dom­izilen ihre Jugend ver­brin­gen durften. Das wider­sprüch­liche Ver­hält­nis der Nazis und des Nation­al­sozial­is­mus zu Tieren, das ist das span­nende, aber auch unter­halt­same The­ma des Buch­es von Jan Mohn­haupt: „Tiere im Nation­al­sozial­is­mus“ Weit­er…

Filmtipp: „Kleine Germanen“ – Erziehung zum Arschlochverhalten

Wie ist es, in ein­er recht­sex­tremen Fam­i­lie aufzuwach­sen, wenn Kinder ab ihrer Geburt eine ide­ol­o­gis­che Funk­tion erfüllen müssen? Aus dem Nation­al­sozial­is­mus ken­nen wir viele Schilderun­gen. Dieser Film erzählt Geschicht­en aus der Jet­zt-Zeit, über Kinder, die von Erziehungside­alen zwis­chen Autori­taris­mus und Ras­sis­mus geprägt wer­den und die in einem „Arschlochver­hal­ten“ (welt.de) enden oder enden sollen. Dass aus recht­sex­tremen Kreisen auf den Film mit viel Empörung reagiert wurde, ver­ste­ht sich fast von selb­st. Weit­er…

„Die Grenzen der Demokratie”: nicht vergnügungssteuerpflichtig

Wie reagiert die öster­re­ichis­che Gesellschaft auf recht­sex­treme Posi­tio­nen? Welche Bedeu­tung haben sie und wie gehen die Abge­ord­neten im Nation­al­rat damit um? Eine Antwort auf diese Fra­gen gibt der Wiener Poli­tik­wis­senschaftler Matthias Fal­ter in sein­er als Buch erschiene­nen über­ar­beit­eten Dis­ser­ta­tion über die „Gren­zen der Demokratie“. Vergnü­gungss­teuer musste er nicht bezahlen für die müh­same Aufar­beitung der Auseinan­der­set­zun­gen um Recht­sex­trem­is­mus im öster­re­ichis­chen Nation­al­rat. Rezen­sion von Har­ald Walser. Weit­er…

„Die Ehemaligen“ – Wie war das mit der FPÖ?

Für jene, die sich mit der Geschichte der FPÖ – vor allem mit ihren Anfän­gen und Vor­läufern – ser­iös auseinan­der­set­zen möcht­en, haben wir eine andere Leseempfehlung als den His­toriker­bericht der FPÖ: das im Sep­tem­ber erschienene Buch „Die Ehe­ma­li­gen“ der Wiener His­torik­erin Mar­git Reit­er. Sie schildert darin die per­son­ellen und ide­ol­o­gis­chen Kon­ti­nu­itäten von den deutschna­tionalen Parteien der Ersten Repub­lik über die NSDAP bis zur FPÖ. Weit­er…

Bücherliste Winter 2019

Es hat schon Tra­di­tion, dass wir im Dezem­ber mit Leseempfehlun­gen aufwarten. Ein paar Tage sind bis Wei­h­nacht­en noch Zeit, um das eine oder andere Buch zu besor­gen und jeman­dem oder sich selb­st als Lek­türe zu schenken. Weit­er…

Über den Populismus und seine Steigbügelhalter

Der Pop­ulis­mus als Kampf- oder Schimpf­be­griff, um missliebige poli­tis­che Posi­tio­nen zu denun­zieren, ist sehr geläu­fig, hat aber mit einem wis­senschaftlich fundierten Pop­ulis­mus­be­griff wenig bis gar nichts gemein. Auch die in Öster­re­ich gebräuch­liche Verniedlichung ras­sis­tis­ch­er und völkisch­er Posi­tio­nen zu einem smarten Recht­spop­ulis­mus ist prob­lema­tisch. Jan-Wern­er Müller („Was ist Pop­ulis­mus“, edi­tion suhrkamp) ist ein­er der weni­gen Wis­senschafter, die den schon ziem­lich abge­drosch­enen Begriff noch inhaltlich aufladen und so für eine Analyse nutzbar machen kön­nen. Weit­er…

Wochenschau KW 18/19

Über den Prozess wegen Wieder­betä­ti­gung und Ver­het­zung gegen einen 45-jähri­gen Kärnt­ner in der let­zten Woche haben wir bere­its aus­führlich berichtet, das war es auch schon, was sich in der let­zten Woche an der Gerichts­front an ein­schlägi­gen Prozessen abspielte und in Medi­en rezip­iert wurde. Vor Gericht matchen sich die FPÖ und die SPÖ Lan­gen­z­ers­dorf, und der Extrem­is­mus-Experte Thomas Ram­mer­stor­fer klagt den FPÖ-Abge­ord­neten Roman Haider auf Unter­las­sung. Im Zuge des EU-Wahlkampfs entwick­eln die öster­re­ichis­chen Blauen eine inten­sive Reisetätigkeit: Am Fre­itag war Gude­nus bei der AfD in Pforzheim zu Gast, heute reist Stra­che zu Vik­tor Orbán nach Ungarn und wird wohl um die Mit­glied­schaft von Orbáns Fidesz in der neuen recht­sex­tremen Allianz, die sich nach der Wahl im Europäis­chen Par­la­ment bilden wird, wer­ben. Weit­er…

Der dumme David Duke, Österreich und „BlacKkKlansman“

Die schi­er unglaubliche Geschichte, die Spike Lee in seinem neuen Film „BlacK­kKlans­man“ nacherzählt, ist burlesk, aber wahr und hat auch einen Öster­re­ich-Bezug durch die Per­son von David Duke. Der ehe­ma­lige Grand Wiz­ard des Ku-Klux-Klan (KKK), auch heute noch ein rabi­ater Anti­semit und Neon­azi, der von einem schwarzen und einem jüdis­chen Polizis­ten blamiert wurde, hat näm­lich jahre­lang völ­lig unbe­hel­ligt im Bun­des­land Salzburg gelebt. Weit­er…