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Filter Schlagwort: Vorarlberg

Feldkirch (Vorarlberg): Skinhead provozierte

Ein rechtsextremer Skinhead hatte im Dezember 2009 einen aus Kenia stammenden Österreicher mit dem Spruch „Scheiß Neger“ angepöbelt und den Zugang zu einer Videothek in Bregenz zu verwehren versucht. Weiter…

Bludenz (Vlbg): Hakenkreuz auf Facebook

Rund 2 Monate waren die Einträge, die ein 19-jähriger Bludenzer auf Facebook angelegt hat, sichtbar, dann wurde die Seite von Facebook wegen fremdenfeindlicher Äußerungen gelöscht. Weiter…

Nationale Jugend: Eine Jugend renoviert (EJR)

Nachdem der Chef der Jungen Nationalen Volkspartei (JNVP), Mario Aulabauer, in Wiener Neustadt erst vor kurzem zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt wurde, hat die Nationale Volkspartei (NVP) des Robert Faller mit Aulabauer auch gleich das Projekt JNVP zu Grabe getragen. Seit kurzem gibt es neue Hoffnung für Österreich Jungnazis: die „Nationale Jugend“ wird mit Jahreswechsel ins Leben gerufen.

Faller, dessen politische Projekte bisher immer von kurzen Verfallszeiten geprägt waren, will sich also eine neue „Nationale Jugend“ basteln. Dabei kommt er mit seiner Partei noch immer nicht zurecht: die NVP-Homepage gibt seit dem Vorjahr ihren Bundesvorstand so bekannt: „Vorstandsseite ist, wie angekündigt aufgrund von Umstrukturierungsarbeiten derzeit in Arbeit“.

Bei der Umstrukturierung der Jugendarbeit kommt ihm hingegen zugute, dass er sich auf eine funktionierende Jugendgruppe stützen kann: die Gruppe EJR (Eine Jugend rebelliert), die bisher nur in Vorarlberg aktiv war.

Der Name der Gruppe ist offensichtlich abgeleitet von dem gleichnamigen Song der Nazi-Band „Sleipnir“. EJR betreibt eine Homepage mit einer österreichischen Webadresse (bis vor wenigen Tagen war EJR auch auf Facebook mit einer Fan-Seite vertreten). Das ist für eine Neonazi-Gruppierung (und um eine solche handelt es sich zweifelsfrei), die keine fixen organisatorischen Strukturen hat, durchaus ungewöhnlich. Offensichtlich fühlt sich EJR sehr sicher.

EJR ist ein Nachfolger der in Vorarlberg sehr starken und gewalttätigen Nazi-Skin-Szene, die noch Anfang der 2000er Jahre durch ihre gute Vernetzung mit der süddeutschen und Schweizer Szene hunderte Menschen auf die Straße oder zu einschlägigen Konzerten bringen konnte. Nachdem die Exekutive das wilde Treiben des Blood & Honour-Ablegers Motorradfreunde Bodensee (das mit der Ermordung eines Nazi-Skins 2009 seinen Höhepunkt fand) durch polizeiliche Maßnahmen und zuletzt das Vereinsverbot der Motorradfreunde eindämmen konnte, ist EJR in der rechtsextremen Szene Vorarlbergs weitgehend allein auf weiter Flur. Dabei kam den Neonazis zugute, dass der Vorarlberger Ring Freiheitlicher Jugend (RFJ) in den letzten Jahren weder präsent noch so rechtsextrem positioniert war wie die meisten anderen Landesorganisationen. EJR hat in der Vergangenheit auch immer wieder einzelne FPÖ-Positionen und -Aktionen gelobt, wie etwa die antisemitischen Äußerungen des FPÖ-Chefs Egger. Ob es auch personelle Überschneidungen mit der FPÖ gibt, wissen wir nicht.

Jedenfalls bedient EJR Themenbereiche ( die auch von der FPÖ angesprochen werden), die für desorientierte Jugendliche besonders interessant scheinen : die Angst vor einer Islamisierung Österreichs, verbunden mit einer sehr aggressiven Kampagne zu angeblich massenhaften Vergewaltigungen durch türkische (islamische) Migranten nach dem Motto: „Diese Türkenbengels könnten auch Deine Tochter schwängern. Verhindert es!“. Dazu kommen noch die antisemitisch unterlegten Verschwörungsphantasien, die von den Freumaurern, den Illuminaten über die Bilderberger bis hin zu B’nai B’rith, den Rothschilds und Brigitte Ederer zum üblichen Gebräu vermischt werden. Einzig der Kampf gegen die Verfremdung der deutschen Sprache kommt bei den Nazi-Skins (die sich gerne englische Nicknames geben) nicht so richtig an.

EJR wirbt auf seiner Homepage bereits für das Faller-Projekt „Nationale Jugend“ (NJ), dem es sich offensichtlich auch unterordnen will: Aktivisten des EJR sind seit Tagen mit dem Banner von NJ auf Werbefahrt bei Facebook unterwegs.

Siehe auch: alpendodel

Vorarlberg: Tschüss „Blood & Honour“?

Der Verfassungsgerichtshof (VfGH) hat die Auflösung des Vereins „Motorradfreunde Bodensee“ , der von der Bezirkshauptmannschaft Bregenz im Juni 2009 angeordnet wurde, für gerechtfertigt erklärt.

Der Verein war faktisch eine Nachfolgeorganisation von „Blood & Honour“ Vorarlberg. Blood & Honour (B & H) ist ein international agierendes rechtsextremes Netzwerk, das auch in Österreich Ableger in Wien, Tirol und Vorarlberg hatte. Nach heftigen internen Differenzen und offenen Konflikten, die in einer Schlägerei zwischen B&H Vorarlberg und Wien im Innviertel (OÖ) mündeten, waren die Fronten klar: die Vorarlberger überlebten. B & H Vorarlberg war eine sehr aktive Gruppe, die für zahlreiche neonazistische Aktivitäten in Vorarlberg verantwortlich war. „B & H“ organisierte sich als der jetzt verbotene Verein „Motorradfreunde Bodensee“ neu, nachdem öffentlicher Druck eine stärkere polizeiliche Überwachung zur Folge hatte. Weiter…

Die AFP – Teil 3: Die „Politische Akademie der AFP“

Seit 1966 finden die „Politischen Akademien der AFP“ alljährlich statt. Die Akademien sind eine wichtige Aktivität der AFP und dienen der Vernetzung innerhalb der rechtsextremen Szene. So finden sich hier immer wieder „Vertreter deutschnationaler, rechtsextremer und neonazistischer Strömungen zusammen. Neben Exponenten des rechtsextremen Lagers des In- und Auslandes traten dort wiederholt auch Funktionäre der FPÖ als Referenten in Erscheinung.“ (DÖW) Weiter…

Verhetzung: FPÖ-Politiker, jetzt Ex, verurteilt

Der Vorarlberger Karl Mayrhofer aus Bludenz, der im März 2009 noch Kandidat für die FPÖ bei den Gemeinderatswahlen war, wurde vom Landesgericht Feldkirch am Montag, 12.7.2010 wegen Verhetzung und Herabwürdigung religiöser Lehren zu einer unbedingten Geldstrafe in der Höhe von 1.200 Euro verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, da sich der Angeklagte 3 Tage Bedenzeit erbeten hatte.

Mayrhofer hatte im Internet Botschaften wie „Es ist den Museln jetzt sehr gut anzuraten, ja still zu sein und sich nicht zu mucksen. Wie heisst es so schön: Ist die Kugel aus dem Lauf, hält sie nur der Teufel auf“ und „Es gibt europaweit nur mehr die Gewaltoption..“ verbreitet.

Harald Walser, Abgeordneter zum NR der Grünen, hatte der Staatsanwaltschaft eine Sachverhaltsdarstellung über Mayrhofer zugeleitet, die zur Anklage führte.

Die FPÖ Bludenz hatte Mayrhofer nach Bekanntwerden der Vorwürfe von der FPÖ- Wahlliste gestrichen. Mittlerweile ist Mayrhofer auch aus der FPÖ ausgetreten.

Mayrhofer setzt damit nach Susanne Winter (Abg. zum NR der FPÖ seit 2008), ihrem Sohn Michael Winter (damals RFJ-Steiermark-Vorsitzender), Karl Heinz Klement (Ex-Abg.zum NR der FPÖ) die Serie der wegen Verhetzung verurteilten Politiker aus dem freiheitlichen Umfeld fort.

Siehe auch:
haraldwalser.twoday.net – Ex-FPÖ-Politiker Mayrhofer verurteilt!
haraldwalser.twoday.net – „Es gibt europaweit nur mehr die Gewaltoption.“
Anzeige-Mayrhofer

FPÖ Aus – und Rücktritte

Zur Nachahmung empfohlen!

Die FPÖ und ihre Ableger (BZÖ, FPK usw.) zeichnen sich traditionell durch zahlreiche Aus- und Übertritte aus. Der wohl bekannteste und folgenreichste war der Austritt der FPÖ-Spitze unter Jörg Haider und Ursula Haubner am 4.4. 2005 und die Gründung des BZÖ. „Lässig, flott und jung“ sollte nach Haider das BZÖ werden. Als einer der Gründe für den Austritt wurde auch die Trennung von den deutschnationalen Funktionären rund um HC Strache genannt. Mit seiner Aussage über die Wehrmachtsdeserteure und die „brutale Nazi-Verfolgung“ nach 1945 konterkarierte der Bundesrat des BZÖ, Siegfried Kampl, gleich wieder dieses Motiv. Wenige Tage vor den Nationalratswahlen 2006 trat dann die damalige Justizministerin und Spitzenkandidatin des BZÖ in der Steiermark, Karin Gastinger, aus dem BZÖ aus. Sie erklärte, dass sie „in keiner politischen Bewegung tätig sein will, die ausländerfeindlich ist, die mit Ängsten operiert“. Weiter…

Lauterach (Vorarlberg): Klublokal der „Outsider“ verwüstet

Am Sonntag, 8. März 2009, beobachtete gegen 4.00 Uhr ein Passant, wie drei Unbekannte die Fenster des Clubheims mit Baseballschlägern zerstörten. Die alarmierte Polizei fand ein schwer verwüstetes Lokal vor. Die Eingangstüre wurde aufgebrochen, Flaschen und Gläser wurden zertrümmert.
Durch die Verwüstung war ein Ofen im Clubheim umgefallen. Dabei wurde das Ventil der Gasflasche beschädigt und Gas trat aus. Die am Haus vorbeiführende Straße L190 musste für rund eine Stunde gesperrt werden.
Die Polizei vermutet einen Racheakt und nimmt an, dass die Täter aus der Skinhead-Szene stammen. Die drei Unbekannten sind flüchtig.

Lauterach (Vorarlberg): 1 Toter, mehrere Schwerverletzte bei Massenschlägerei zwischen Bikern und Nazi-Skins

Bei einer Massenschlägerei im Klublokal des Motorradclubs „Outsider“ zwischen Nazi-Skins und den „Outsidern“ wurde ein Nazi-Skin durch einen Messerstich tödlich verletzt. 3 Personen erlitten zum Teil schwere Verletzungen und wurden in die Krankenhäuser Bregenz und Dornbirn eingeliefert, einige Leichtverletzte nahmen keine ärztliche Hilfe in Anspruch.

Bericht „Österreich“
Im Vereinslokal eines Motorradklubs in Vorarlberg kam es in der Nacht auf Sonntag zu einer Prügelei zwischen Bikern und Skinheads. Ein 20-Jähriger starb.

Bei einer Massenschlägerei zwischen Skinheads und Bikern wurde ein 20-jähriger Skinhead erstochen. Zu der Prügelei kam es im Vereinslokal der „Outsider“ (Bikerclub) in Lauterach. Was die Massenschlägerei ausgelöst hat, ist unklar.
Als sicher gilt, dass die Skinheads das Vereinslokal gegen 3 Uhr früh betreten haben, um etwas zu trinken. Dann begann ein Streit, der in einer Massenschlägerei gipfelte.
Dabei dürften zwei „Outsider“ (35 und 26 Jahre) mit Baseballschläger und Messer auf die Skinheadgruppe losgegangen sein. Der 26-Jährige ist dringend verdächtig auf einen 20-jähriger Skinhead eingestochen zu haben, so dass dieser an den Folgen der schweren Verletzungen starb.
Es entwickelte sich eine Massenrauferei zwischen den rund 20 anwesenden Personen. Drei weitere Kontrahenten erlitten dabei zum Teil schwere Verletzungen, wurden von der Rettung in das Landeskrankenhaus Bregenz und das Krankenhaus Dornbirn eingeliefert und mussten notoperiert werden. Einige Leichtverletzte nahmen keine ärztliche Hilfe in Anspruch. Die Einvernahmen und Ermittlungen wegen Körperverletzung mit tödlichem Ausgang waren am Sonntag noch im Gange.
http://www.oe24.at/oesterreich/chronik/vorarlberg/Skinhead_bei_Massenschlaegerei_erstochen_428630.ece