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Filter Schlagwort: Nationalsozialismus

Rechtsextreme Medien und das Lueger-Denkmal

"Schandwache" (Presseservice Wien)

Und wieder einmal Wirbel um das Lueger-Denkmal in Wien – sorry, Doktor Karl Lueger-Denkmal am Doktor-Karl-Lueger-Platz. Titel muss sein. Das Denkmal des antisemitischen Bürgermeisters offenbar auch. Dafür plädieren fast alle Parteien und vor allem die Rechtsextremen, die Platz und Denkmal bereits seit längerer Zeit zur Kampf- und Aufmarschzone erklärt haben. Weiter…

Wir Überlebende sind nicht zuständig für Verzeihung

Gestern wurde bekannt, dass die 1931 in Wien geborene Ruth Klüger verstorben ist. Auch wir haben immer wieder über sie berichtet, weil sie, die gar nicht stille Literaturwissenschafterin, Autorin und Holocaustüberlebende Ziel von Angriffen durch Rechtsextreme geworden ist – vor allem in der inzwischen verblichenen „Aula“. Weiter…

Wochenschau KW 40/20

Einen eindeutig den Holocaust leugnenden Artikel zu veröffentlichen und zu behaupten, nur den Titel des Artikels, nicht aber den Inhalt gelesen zu haben – ja, das geht in Österreich als Verteidigungsstrategie. Ob die Grund für das äußerst milde Urteil war, ist uns nicht bekannt. In Kärnten/Koroška wurde zu Ehren des Nazi-Funktionärs Hans Steinacher ein Denkmal enthüllt. Weiter…

Der Neue und der Deutsche Klub: Austro-Nazis in der Hofburg

Zu den Insignien der politischen Macht auf baulicher Ebene gehören in Österreich das Bundeskanzleramt, das Parlament und die Hofburg, genauer: der Leopoldinische Trakt, wo sich der Amtssitz des Bundespräsidenten befindet. In diesem Trakt war in der Ersten Republik, auch in der Ära des Austrofaschismus, der Deutsche Klub einquartiert – die Austro-Nazis. Die Geschichte dieses bisher zu wenig beachteten Vereins, die auch in der zweiten Republik ihre Fortsetzung fand, wird jetzt in einem Buch erzählt. Weiter…

Olivier Guez: Das Verschwinden des Josef Mengele

Mit seinem Roman „Das Verschwinden des Josef Mengele“ hat Oliver Guez die KritikerInnen-Szene gespalten, auch ratlos gemacht. Darf eine Geschichte, die so nahe an der Wirklichkeit erzählt wird, noch Roman genannt werden? Als ob das ein Problem wäre! Guez gelingt es, die Jahrzehnte nach der Flucht des leitenden Lagerarztes des KZ Auschwitz aus Deutschland so zu erzählen, dass dabei auch die politischen Strukturen der Fluchtländer, das mächtige Netz der geflüchteten Nazis inklusive seiner Helfer aus Europa sichtbar werden – und es werden dabei auch viele Österreicher genannt. Weiter…

Salzburger Schande: Auseinandersetzung um eine „Marko Feingold-Straße“

Dass man dem Holocaust-Überlebenden Marko Feingold eine Verkehrsfläche in Salzburg widmen will, darüber sind sich die Salzburger Parteien weitgehend einig. Die Frage ist nur, welche. Die bislang nach dem wüsten Antisemiten Stelzhamer benannte Straße soll es, wenn es nach ÖVP, SPÖ und FPÖ geht, jedenfalls nicht sein.  Weiter…

Wochenschau KW 28/20

Wer im Ibiza-Untersuchungsausschuss die erstaunlichen Erklärungen und von den häufigen Gedächtnisausfälle der Zeugen hört, darf sich kaum wundern, dass es sich vor Gericht kaum anders abspielt. Was allerdings in der letzten Woche alles an „Verteidigung“ für diverse NS-Huldigungen vorgebracht wurde, ist selbst für ein Kabarett zu abstrus. Und endlich hat sich der Nationalrat mit einer Vierparteien-Mehrheit gegen das Ustascha-Treffen in Kärnten positioniert. Weiter…

Hofers Helfer Herwig

Herwig Götschober war im Kabinett von Norbert Hofer, als dieser noch Verkehrsminister war. Er ist noch immer Bezirksrat der FPÖ in der Wiener Leopoldstadt – und Burschenschafter der Bruna Sudetia bzw. der pennalen Verbindung Franko-Cherusker. Beide Burschenschaften sind uns schon mehrmals aufgefallen. Aber nicht nur uns! Ein Bericht des „Falter“ (Nr. 8/2018) führte zu Ermittlungen gegen die Bruna Sudetia, die 2020 eingestellt wurden. Jetzt will Herwig Götschober gegen „Stoppt die Rechten“ vors Oberlandesgericht. Weiter…