Filter Schlagwort: Nationalsozialismus

Die schweigsamen Germanen in Wien

Germanen gibt es viele unter den Burschenschaften in Österreich. Damit geht nicht nur das Bekenntnis zum „deutschen Volkstum“ einher, das sie alle auf den Lippen tragen, sondern auch – sehr häufig – auch die Verwendung der reichsdeutschen Farben in der Verbindung. Oder auch – nicht ganz so häufig – der Name der Verbindung: „Germania“. Die… Weiter »

Die Geste am Fenster (Teil 1)

Neben dem Wiederbetätigungsprozess gegen Franz Radl, der mit einem erstaunlich milden Urteil von sechs Monaten bedingt (nicht rechtskräftig) vorläufig endete, fand am Landesgericht Wien am 19.9.19 noch ein zweiter Prozess statt, der allerdings nur indirekt mit Wiederbetätigung zu tun hatte. Karl Öllinger, Redakteur von „Stoppt die Rechten“, wurde von Frederick Rösch wegen übler Nachrede nach… Weiter »

Shit happens bei den Skalden

Böse Menschen haben keine Lieder, heißt es. Auf die Innsbrucker Sängerschaft Skalden trifft der Umkehrschluss nicht zu. Der Blog „Die Tiwag“ berichtete vor einigen Tagen über ein unappetitliches, blutbeflecktes T-Shirt mit dem ultradoofen Aufdruck „Schmiss happens“, das die Skalden ganz stolz auf Instagram und Facebook ausstellen. Das T-Shirt haben die Skalden bei Sellners Shop geordert…. Weiter »

Wochenschau KW 24/19

Hakenkreuz am Gang eines Hauses in der Glockengasse/Wien (Foto © privat)

Insgesamt standen nun bereits 14 Personen wegen des Verdachts auf Wiederbetätigung vor Gericht, die in der Kaserne Ried als Soldaten tätig waren bzw. noch sind. Geschildert wurden neonazistische Umtriebe, die sich durch die gesamte Kasernenstruktur ziehen sollen. Verurteilt wurden derweilen nur wenige. Ein Österreicher reist mit Waffen nach Deutschland ein, hat auch rechtsextremes Propagandamaterial dabei… Weiter »

Der innere Reichsparteitag des Gottfried Küssel

Länger nachdenken muss man über die ideologische Botschaft nicht, wenn eine Zeitschrift „N.S. Heute“ heißt. Und damit der Groschen auch wirklich beim Allerletzten fällt, wird auf der „Heimseite“ hinzufügt, „Unser Name ist Programm“. Österreichs Längstdienender unter den bekannten Neonazis gab sogar vor Gericht freimütig zu: „Ich bin Nationalsozialist.“ Kein Wunder also, dass Gottfried Küssel einer… Weiter »

Der Gunther und der Günther

Kümel auf "Radio Ostmark"

Heute geht’s um Kümel, nicht um Küssel. Kümel ist etwas älter als Küssel. Seine aktivste Phase in der Neonazi-Szene liegt schon Jahrzehnte zurück: in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts. Bei einer Demonstration gegen den antisemitischen Universitätsprofessor Taras Borodajkewycz am 31.3.1965 schlug er den Pensionisten Ernst Kirchweger mit einem Boxhieb so nieder, dass der an… Weiter »

Mauthausen Komitee und Antifa-Netzwerk decken Skandal auf: Dinghofer war NSDAP-Mitglied

Pressemeldung MKÖ vom 14.03.2019: Am 23. Februar strahlte ORF III in der Reihe „Baumeister der Republik“ eine selbst produzierte Dokumentation über den in Ottensheim geborenen großdeutschen Politiker Franz Dinghofer (1873 – 1956) aus. Schon einige Tage davor war diese Dokumentation einem ausgewählten Publikum vorgestellt worden, in dem sich Vizekanzler Heinz Christian Strache, die Dritte Nationalratspräsidentin… Weiter »

Gruppe „Deutsches Reich“, Reichsbürger und blaue Nationalratsabgeordnete

"Soros erschießen" in der Gruppe "Deutsches Reich"

Der sich selbst als Reichsbürger bekennende Karl Dettmer administriert eine geschlossene Facebook-Gruppe mit dem Namen „Deutsches Reich“. Da horcht unsereins schon auf. Mit Blick auf Postings und Mitglieder stellt sich dann Alarmstufe Blau ein: Zwei FPÖ-Nationalratsabgeordnete sind Mitglied dieser Gruppe.

Gottfried Küssel und „N.S. Heute“

„Gruß aus Wien an die Kameraden im ‚Altreich’! Drei Stunden Interview mit unserem Kameraden Gottfried Küssel, der erst Anfang des Jahres nach fast acht Jahren Gesinnungshaft entlassen wurde, sind im Kasten. Das Ergebnis gibt es bald in der N.S. Heute!”

Götz Aly: Sie befreiten die Deutschen von sich selbst

Rede Götz Aly Landtag Thüringen 25.1.2019

Rede zum 74. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz vor dem Thüringer Landtag (25.1.19, Erfurt) Es war eine ruhige, eine wissenschaftsbasierte Rede, die der Historiker Götz Aly im Thüringer Landtag anlässlich des internationalen Holocaust-Gedenktags hielt. Und dennoch berührte sie, weil Aly Fragmente von Biographien darlegte, von Opfern und von Tätern, wie die Normalität zum Grauen wurde… Weiter »