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Filter Schlagwort: Antifeminismus/Sexismus/Maskulinismus

Unterbergers Enthemmung – vom Presse-Chefredakteur zum rechten Online-Troll (Teil 1): Völkischer Antifeminismus

Anfang des Jahres 2019 gratuliert Rainer Novak, Chefredakteur der Presse, seinem Vorgänger in einem Artikel zu dessen 70. Geburtstag. Darin bezeichnet Nowak ihn als den „publizistische[n] Bannerträger der Rechtskonservativen Österreichs“ und wünscht sich, dass Unterberger „hoffentlich noch lang nicht an die publizistische Pension“ denke. Er meint damit Unterbergers Blog „Politisches Tagebuch“. Die pathetische Würdigung verharmlost einen rechten Agitator, dessen Erzeugnisse regelmäßig fließende Übergänge zu handfestem Rechtsextremismus aufweisen. Weiter…

Blaues Gold – Zum zentralen Stellenwert von Apokalyptik in der rechtsextremen Ideologie

Die Causa um das gehortete FPÖ-Gold in einer Osttiroler Frühstückspension zeigt an, in was für einem Ausmaß die Freiheitlichen sich ihre eigenen apokalyptischen Fantasien glauben. Es handelt sich dabei nicht bloß um eine obskure Bagatelle. Solche Vorbereitung auf den Ausnahmezustand verweist vielmehr auf ein Politik- und Gesellschaftsverständnis, das tief hinein in die Niederungen des völkischen Rechtsextremismus führt. Gesprochen wurde und wird über diese ideologische Dimension viel zu wenig. Weiter…

Bücherliste Winter 2019

Es hat schon Tradition, dass wir im Dezember mit Leseempfehlungen aufwarten. Ein paar Tage sind bis Weihnachten noch Zeit, um das eine oder andere Buch zu besorgen und jemandem oder sich selbst als Lektüre zu schenken. Weiter…

Wochenschau KW 47/19

Ekelhafte, als „Witz“ verbrämte Nazi-Chats kursieren offenbar wieder einmal an einer Uni, konkret an der Physik-Fakultät der Uni Wien. Witzig ist daran nichts, die Screenshots offenbaren nur Widerliches. Die FPÖ muss wieder einmal zahlen, diesmal an einen ORF-Journalisten, an dem sich der blaue Ex-Mediensprecher Jenewein in einer Presseaussendung abgearbeitet hatte. In Tirol kämpft ein deutscher Urlauber gegen ein Hotel, in dessen Lobby Bilder eines Soldaten in NS-Uniform zu bewundern waren. Er machte das via Internet publik und wurde prompt geklagt. Und der ehemalige Obmann der FPÖ-Loosdorf, dessen Video mit Hitlergruß in der vorletzten Woche die Runde machte, erklärt sich in einem Interview: „Ich kann mich gar nicht mehr erinnern.“ Weiter…

Mölzer, die „Volksgemeinschaft“ und der „Bevölkerungsaustausch“

Im Zuge der neuen Liederbuch-Affäre um den Nicht-Distanzierer Wolfgang Zanger behauptet Andreas Mölzer in einer TV-Diskussion, dass die FPÖ den Begriff „Volksgemeinschaft“ nicht mehr verwende. Außerdem veröffentlicht er in seiner Wochenpostille „Zur Zeit“ ein Positionspapier, qua welchem sich die deutschnationalen Burschenschaften von jedem Chauvinismus, Rassismus und Antisemitismus distanzieren sollen. Wie ist das einzuschätzen? Weiter…

Burschenschaftliche Abgründe

Bernhard Weidinger (DÖW) über das Liederbuch des Corps Austria Knittelfeld: "Das zählt (…) tatsächlich mit zum Ekelhaftesten, was ich in den vielen Jahren meiner Beschäftigung mit rechtsextremen Texten lesen durfte oder musste."

Es sind Abgründe, die sich da rund um eine pennale Burschenschaft in Wien auftun. Liederbücher mit widerwärtigen Texten, die dort und da herumliegen, sind eine Sache, einen „Bundesbruder“ zu decken, der mutmaßlich ein Kind missbraucht hat, ist nochmals eine andere. Dennoch ziehen sich logische Linien von den Texten der Burschenlieder bis zur Nibelungentreue eines Männerbundes. Ein Kommentar. Weiter…

Die schweigsamen Germanen in Wien

Germanen gibt es viele unter den Burschenschaften in Österreich. Damit geht nicht nur das Bekenntnis zum „deutschen Volkstum“ einher, das sie alle auf den Lippen tragen, sondern auch – sehr häufig – auch die Verwendung der reichsdeutschen Farben in der Verbindung. Oder auch – nicht ganz so häufig – der Name der Verbindung: „Germania“. Die gibt es als akademische Burschenschaften in Graz (Germania und Marko-Germania) und als pennale Verbindungen in Wiener Neustadt, Ried, Wien, Dornbirn, Mistelbach und Pinkafeld (FPÖ Hofers Marko-Germania). Es ist wohl kein Zufall, dass die pennalen Germanen besonders auffällig sind. Ein Porträt der pennalen Burschenschaft Germania in Wien, eine jener Germanen-Verbindung, über die wir noch wenig berichtet haben. Weiter…

Die Gratulanten von der Cheruskia Graz

Zum 125. Geburtstag („Stiftungsfest“ heißt das bei den Burschis) erhielt das pennale Corps Austria in Knittelfeld von der Cheruskia Graz 50 bis 70 Exemplare – so der FPÖ-Abgeordnete Wolfgang Zanger – des mittlerweile bekannten Liederbuchs mit den braunen, antisemitischen, rassistischen und sexistischen Liedchen. Da hat sich jemand heftig angestrengt mit der Auswahl. Natürlich auch mit der Auflage, die sicher ausgereicht hat, damit wirklich jeder lebende Knittelfelder Pennäler ein Exemplar erhält. Nur Andreas Mölzer nicht, aber der kennt ja den Inhalt trotzdem. Aber wer kennt die Gratulanten von der Cheruskia? Weiter…

Antisemiten marschieren als „Patrioten“

Der Verein „Okzident – Verein zur Förderung von Rechtsstaatlichkeit“ will am 26. Oktober zum zweiten Mal einen „Marsch der Patrioten“ in der Innenstadt von Wien durchführen. Das berichtet die Antifa-Seite „Blick nach Rechts“. Beim gleichnamigen Aufmarsch im Vorjahr, der nur eine spärliche Menge von Rechtsextremen versammeln konnte, brüllte Georg I. Nagel, der Vorsitzende des Vereins, dass er den „Schuldkult beenden“ wolle. Weiter…

„Freilich“ ist die „Neue Aula“ blau!

Ausgabe 1 von "Der 13.", 1985

Nach „Freilich“, dem ersten Nachfolgeorgan der rechtsextremen „Aula“ drängt nun auch die „Neue Aula“ als zweite Erbschleicherin auf den rechtsextremen Markt. Wir haben da noch Harald Vilimsky im Ohr, der vor einem Jahr noch behauptet hatte, der Name Aula würde verschwinden. Freilich, der FPÖ-Generalsekretär hat schon viel behauptet! Aber muss er gleich mehrfach Lügen gestraft werden? Zuletzt durch einen FPÖ-Funktionär, der dem Fundi-Himmel fast noch näher ist als der braunen Scholle? Weiter…