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Filter Schlagwort: Blood & Honour/Combat 18

Wien : Noch ein unordentlicher Ordner?

Die FPÖ hat es ja wirklich nicht leicht in diesen Tagen! Zuerst das Moschee-Baba-Spiel, von dem der Strache nicht gewusst haben will, dass es der Kurzmann so gerne spielt. Dann taucht das Spiel bei den Alpen-Donau-Nazis auf, die damit zur Wahl der FPÖ aufrufen. Kaum nehmen die Nazis das Spiel wieder von ihrer Seite – natürlich völlig unbeeinflusst von Zurufen aus der FPÖ, taucht ein berüchtigter Nazi-Schläger von Blood & Honour, Gregor T., bei einer FPÖ-Veranstaltung auf – als Ordner. Stimmt gar nicht, sagt die FPÖ, der war kein Ordner, der hat nur so getan, also ob. Strache erklärt, dass die FPÖ auf geprüfte Sicherheitsagenturen (welche bitte?) zurückgreife – und schon ploppt der nächste Nazi auf, Markus P.!


Markus P. als Security auf der Steige in der Lugner-City (2.9.2010)

Markus P. verfügt schon über reichhaltige Ordnererfahrungen, konnte er doch schon 2002 die Neonazis, die sich gegen die Wehrmachtsausstellung durch die Wiener Innenstadt grölten, als Ordner begleiten. Beim Aufmarsch der Kameraden zu Ehren des Nazi-Fliegers Nowotny durfte er gemeinsam mit Gregor T., Felix Budin und Gottfied Küssel aufmarschieren. Wahrscheinlich haben sie sich dabei über ihre Ordner-Erfahrungen ausgetauscht.


P. als Ordner bei der Demonstration der Kamderadschaft Germania (2002)


Markus P. am Grab des Nazi-Fliegers Walter Nowotny, im Vordergrund ein Gregor T., rechts, fotografierend Gottfried Küssel


Vorne mit Transparent marschierend altbekannte Gesichter, im Mittelteil Markus P.


Links im Bild Markus P., im hinteren Teil der Demonstration (mit Kinderwagen) marschierend: Gottfried Küssel


Gottfried Küssel

Mit soviel Ordner-Erfahrung im Gepäck durfte Markus P. natürlich bei dem Nazi-Überfall auf das Ernst-Kirchweger-Haus nicht fehlen.


Markus P. beim Angriff auf das Ernst Kirchweger Haus (2005)

Was also spricht dagegen, dass Markus P. bei der Wahlkampf- Auftaktveranstaltung von HC Strache in der Lugner-City einfach vorbeischaut? Zum Grüssgott-Sagen, wie es unter freundlichen Menschen so üblich ist? Was kann der Ärmste dafür, dass ihn –mit dieser Ordnererfahrung am Buckel – jedes (linke) Subjekt gleich für einen Ordner hält, obwohl dafür wirklich ganz andere (nein, auch nicht der Gregor T.!) , nämlich ordentliche Ordner vorgesehen sind. Was können Markus P. und Gregor T. dafür, dass sie wie Ordner ausschauen?

Siehe auch:
Blood & Honour-Bube als FPÖ-Ordner?
“Blood & Honour” oder: “bei Strache”

derstandard.at: Rechtsradikaler als blauer Aushilfsordner
profil.at: Amtsbekannte Neonazis als Ordner bei FP-Veranstaltungen

Blood & Honour-Bube als FPÖ-Ordner?

Er tauchte ja schon gelegentlich bei FPÖ-Veranstaltungen oder Aufmärschen auf, an denen auch FPÖ- oder RFJ-Mitglieder beteiligt waren. Zumeist in einschlägiger Adjustierung. Diesmal hat sich Gregor T. aber eindeutig verbessert. Wie das „profil“ in seiner jüngsten Ausgabe Nr. 36 (6.9.2010) unter dem Titel „Kellernazis in Stammersdorf“ berichtete, fungierte der Mitbegründer von „Blood & Honour“ in Österreich bei einer FPÖ- Veranstaltung in der Bacchus-Schenke in Stammersdorf als Ordner – mit FPÖ-T-Shirt! Weiter…

Wien-Floridsdorf: Brandanschlag auf Studentenheim

Wie die Tageszeitung „Österreich“ am 10.7.2010 meldete, wurde ein Wohnheim im 21. Bezirk, das von vielen türkischen Studenten bewohnt wird, in der Nacht auf Mittwoch, 7.7. 2010, Ziel einer Attacke von Neonazis. „Hammerskinz rule Floridsdorf“ und „Hier leben bald tote Tschuschen“ wurde an die Mauern des Studentenheims geschmiert. Weiter…

Wien: 20 Jahre Haft für brutalen Mord

Der 23-jährige Jürgen Kasamas, der aus der Blood & Honour-Szene kommt, wird für den brutalen Mord an dem 52-jährigen Albrecht M. zu 20 Jahren Haft verurteilt – das Urteil ist noch nichts rechtkräftig. Kasamas, für den ein Solidaritätskonzert der rechtsextremen Szene in einem Gasthaus im 2. Wiener Gemeindebezirk veranstaltet worden war, hatte den Kopf von Albrecht M. regelrecht „zu Brei getreten“ (Österreich, 12.9.), sodass keine Reanimation mehr möglich war.

„Kopf des Opfers zermalmt“: 20 Jahre Haft

Ein 23-jähriger Skinhead hatte einen Passanten mit Tritten brutal getötet. Urteil: 20 Jahre Haft plus Einweisung, nicht rechtskräftig.

M it plastischen Worten schilderte der Gerichtsmediziner den Gewaltexzess, den der angeklagte Jürgen Kasamas gegen einen Passanten ausgeübt hatte: „Der gesamte Gesichtsschädel des Opfers war zu Brei zermalmt. Alles hat sich bewegt. Der 53-jährige Mann ist an Blut, Knochenbruchfragmenten und Zähnen erstickt, die ihm durch die enormen Misshandlungen in die Tiefe hineingeschlagen worden waren.“ Der 23-jährige Skinhead selber stocherte Freitag bei diesen Ausführungen in seinen Zähnen. Von Reue war nichts zu spüren.

Als ob ihn die Bluttat vom 24. März 2009 nichts anginge: Als er einen Passanten, der in der Wiener Innenstadt zufällig seinen Weg kreuzte, einfach niederschlug und mit Fußtritten dessen Kopf zerschmetterte.

Ein Ermittler der Mordgruppe sprach im Zeugenstand von „Übertöten“: „Das Opfer war schon tot, trotzdem ist noch massive Gewalt ausgeübt worden.“

2,4 Promille

Der Angeklagte wies laut Gutachten zum Tatzeitpunkt einen Promillewert von maximal 2,4 auf. Ebenso fand man Speed im Blut. Ein Gerichtspsychiater bescheinigte dem 23-Jährigen eine „kombinierte Persönlichkeitsstörung“ mit „dissozialen und emotional instabilen Elementen“.

Urteil: Mord, 20 Jahre Haft plus Einweisung, nicht rechtskräftig.

(Kurier, 11.9.09)

Wien: Solidaritätskonzert für Nazi-Totschläger

Im Gasthaus „Zur Alm“ in Wien Leopoldstadt fand ein Solidaritätskonzert für den wegen Mord angeklagten Jürgen K., der im Umfeld von „Blood & Honour“ tätig war, statt, an dem zahlreiche Nazi-Skins teilnahmen. Die „Service Screw Vienna“ spielte auf, der Wirt Andre H. (auf dem Bild gemeinsam mit Jürgen K.) sprach von „unpolitischen Skinheads“, die sich in seinem Lokal versammeln. Wolfgang Zinggl, Abg.z.NR der Grünen, brachte dazu eine parlamentarische Anfrage ein ( http://www.parlament.gv.at/PG/DE/XXIV/J/J_02495/pmh.shtml ).