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Filter Schlagwort: Zivilcourage

Rechtsextremer Kongress in Linz: Zahlreiche Prominente fordern von LH den Rauswurf

Mehr als 60 Per­sön­lichkeit­en wandten sich gestern (18.10.2016) an den Lan­deshaupt­mann von Oberöster­re­ich Josef Pühringer und forderten die Zurück­nahme der Ver­mi­etung des lan­de­seige­nen Ver­anstal­tung­sorts. Wir geben den Brief in ganz­er Länge wieder. Gle­ichzeit­ig hat sich auch mein Kol­lege Har­ald Walser in ein­er Aussendung zu Wort gemeldet — auch diese Aussendung wollen wir wiedergeben. Weit­er…

Gedenkveranstaltung Deserteursdenkmal: „… dass man auf diese Weise eben Sand in die Nazi-Maschinerie streuen konnte.“

Das Per­so­n­enkomi­tee „Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Mil­itär­jus­tiz“ lädt ein zur Gedenkveranstaltung

„… dass man auf diese Weise eben Sand in die Nazi-Maschinerie streuen konnte.“

Am 1. Sep­tem­ber 1939 über­fiel das Deutsche Reich Polen und begann damit den Zweit­en Weltkrieg. Während der näch­sten knapp sechs Jahre kämpften öster­re­ichis­che Sol­dat­en Seite an Seite mit ihren „reichs­deutschen“ Kam­er­aden. In den Jahrzehn­ten nach dem Krieg und zum Teil bis hinein in die Gegen­wart wurde und wird dies als „Vertei­di­gung der Heimat“ gedeutet, die gehor­samen Vet­er­a­nen als (miss­brauchte) Helden.

Für die unge­hor­samen Sol­dat­en, die Deser­teure, „Wehrkraftzer­set­zer“ oder „Kriegsver­räter“ bedeutete dies umgekehrt die Dif­famierung als Fei­glinge und Ver­räter. Die Zweite Repub­lik beschloss erst spät, in den 2000er Jahren, diejeni­gen zu reha­bil­i­tieren, die den nation­al­sozial­is­tis­chen Krieg nicht weit­er kämpfen woll­ten. Die Geset­ze von 2005 und 2009 waren zen­trale Grund­la­gen für das 2010 bis 2014 unter maßge­blich­er Mitwirkung des Per­so­n­enkomi­tees »Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Mil­itär­jus­tiz« von der rot-grü­nen Wiener Stadtregierung errichtete Deser­teurs­denkmal am Ballhausplatz.

Das Per­so­n­enkomi­tee lädt daher anlässlich der 77. Wiederkehr des Über­falls der Wehrma­cht auf Polen und des Antikriegstages am 1. Sep­tem­ber her­zlich ein zur 2. Gedenkver­anstal­tung am Ball­haus­platz. Wir tre­f­fen uns zum Gedenken an die unge­hor­samen Sol­dat­en der Wehrma­cht, an ver­fol­gte Kriegs­ge­fan­gene und ZivilistIn­nen aus ganz Europa, die von Wehrma­cht und SS ermordet wurden.

Zeit: 3. Sep­tem­ber 2016, 10 Uhr 30 Uhr
Ort: Ball­haus­platz, Wien

[Aus­führlich­es Pro­gramm folgt] 

Es wird angeregt, dass alle BesucherIn­nen der Feier, die ein entsprechen­des Zeichen set­zen wollen, eine Schnit­tblume ihrer Wahl selb­st mit­brin­gen – auf einen Kranz wird verzichtet.

http://deserteursdenkmal.at/

Uwe Sailer braucht Unterstützung!

Der Linz­er Krim­i­nal­beamte und Daten­foren­sik­er Uwe Sail­er, der sich pri­vat seit Jahren gegen Recht­sex­trem­is­mus engagiert und dafür 2013 mit dem von SOS Mit­men­sch ver­liehenen Ute-Bock-Preis für Zivil­courage aus­geze­ich­net wurde, weiß, was dieses Engage­ment mit sich bringt. Mit par­la­men­tarischen Anfra­gen, Diszi­pli­narver­fahren, Sus­pendierung vom Dienst und unzäh­li­gen Anzeigen ver­suchte man ihn mürbe zu machen. Ohne Erfolg. Jet­zt braucht er Unter­stützung. Weit­er…

Aufruf zur Plakat-Aktion in Simmering! Ein Symbol für eine offene Gesellschaft.

Bekenne Farbe und komm!

https://www.facebook.com/events/991319810961933/

Wir stellen uns am Mittwoch, den 18. Mai um 17 Uhr als lebende Plakat­stän­der für 15 Minuten vor die Nor­bert-Hofer-Wahlplakate in Sim­mer­ing. Eine sym­bol­is­che Aktion für eine offene Gesellschaft!

anlässlich der aktuellen poli­tis­chen Sit­u­a­tion und der neuen Sieb­druck­serie „Aufk­lärungsan­lage” von TOMAK

Wenn nicht heute, wann dann? In ein­er Zeit, in der in Europa der Recht­spop­ulis­mus Hochkon­junk­tur hat und das Ide­al ein­er offe­nen Gesellschaft zu bröck­eln dro­ht, brauchen wir Leute, die die Flagge hieven. Im Prekari­at der Ideen­losigkeit, des inter­nen Parteikampfes und ein­er gehemmten Poli­tik des Befriedens wird alles, was wir tun, poli­tisch. Umgekehrt muss nicht nur die Kun­st poli­tisch wer­den, son­dern die poli­tis­che Diskus­sion ist zutief­st an eine Auseinan­der­set­zung mit kul­turellen Werten gebun­den. Das Man­i­fest ist für Kün­stler das ide­ale Medi­um, um Farbe zu beken­nen und der Tristesse fehlen­der Zivil­courage etwas ent­ge­gen zu hal­ten. Es ist wieder Zeit: „Indignez-vouz!” (Stephane Hes­sel) „HODENLOSE FRECHHEIT!” (TOMAK)
TOMAK bedi­ent sich in seinen punki­gen Pam­phleten, sein­er neon­gel­ben Sieb­druck­serie mit dem Titel „Aufk­lärungsan­lage” ein­er kün­st­lerischen Unmit­tel­barkeit in Sprache und Bild. Seine pro­voka­tiv­en Erup­tio­nen zwis­chen Poli­tik, Philoso­phie und Vision sind beißende Kom­mentare auf die Beobach­tung aktueller, gesellschaft­spoli­tis­ch­er Entwick­lun­gen. Im Mit­telpunkt der visuellen und textuellen Ankla­gen, die in der geis­tes­geschichtlichen Tra­di­tion von Friedrich Niet­zsche zu verorten sind, und pos­tulieren, dass es keinen Gott und auch keine son­sti­gen (Klein-)Geister gebe, ste­ht die Ver­ab­schiedung von allen For­men der Autoritäts­gläu­bigkeit: Auf Nim­mer­wieder­se­hen stark­er Mann und Führer!
Häu­fig geht es in TOMAKs Dar­legun­gen um den Ver­lust von Wahrheit und Deu­tung­shoheit. Unsere Welt ist nicht der Nabel des Alls und der Altru­is­mus endet meist an der eige­nen Haustür. Doch macht der Zen­trumsver­lust schw­er zu schaf­fen und wir irren durch den Dschun­gel eines kom­plex­en und plu­ral­is­tis­chen Kos­mos. Auf der Suche nach Lebenssinn lassen wir uns viel zu leicht­fer­tig von alltäglichen Qual­itätsver­sicherun­gen, Wer­be­botschaften und Güte­siegeln abspeisen. Dies sind die Kom­pen­sa­tion­shand­lun­gen des Autonomiev­er­lusts. TOMAK plädiert auf die emanzi­pa­torische Idee, dass der Men­sch sich selb­st als Ver­nun­ftwe­sen begreife. „Der einzelne, das Indi­vidu­um ist ‚gemeint‘ wie nie zuvor.“ (TOMAK 1. Mai, 2016)
Mehr denn je bedür­fen wir den Aufk­lärungsan­la­gen. Erheben wir uns aus den Kom­fort­zo­nen ein­er sat­uri­erten Kul­tur und bohren einen Stachel in das Fleisch der Gegen­wart. „SCHNITZL FOR PRÄSIDENT! SCHLAGRING FÜR SIMMERING!” (TOMAK)

Feldkirch/Alberschwende: Viel Bier, wenig Hirn

Am Lan­des­gericht Feld­kirch fand gestern der Prozess gegen zwei — ver­schieden­er Delik­te wie gefährliche Dro­hung, Sachbeschädi­gung, Raufhan­del, Kör­per­ver­let­zung, ver­suchter Haus­friedens­bruch – Angeklagte statt, die im Vor­jahr in der Nacht auf Oster­mon­tag in Alber­schwende Parolen brül­lend durch den beschaulichen Ort Alber­schwende im Bre­gen­z­er­wald ran­daliert und eine Flüchtling­sun­terkun­ft ange­grif­f­en haben. Weit­er…

Mesut Onay (Innsbruck) über eine entgleiste Kundgebung

Eine Sprecherin der Bürg­erini­tia­tive, die der Mei­n­ung ist, die Iden­titären hät­ten sich klar von Ras­sis­mus dis­tanziert, ein ÖVP-Gemein­der­at, der aus­ge­buht wurde und seine Rede abbrechen musste, ein Grün­er Gemein­der­at, der heftig attack­iert wurde. Kein Zweifel, die Kundge­bung der IG Arzl, die sich gegen Flüchtlinge und eine Großun­terkun­ft richtete, ist völ­lig ent­gleist. Wir haben bei Mesut Onay, dem Gemein­der­at der Grü­nen, nachge­fragt. Weit­er…

Rassismus-Reports von ZARA und TIGRA für 2015 (II)

Gle­ich zwei Ras­sis­mus-Berichte wur­den am 21. März, dem inter­na­tionalen Tag zur Über­win­dung ras­sis­tis­ch­er Diskri­m­inierung, präsen­tiert: ZARA seinen mehr als 80-seit­i­gen „Ras­sis­mus-Report 2015“ für ganz Öster­re­ich , und TIGRA seinen „Tirol­er Ras­sis­mus-Bericht 2015“. Wie wichtig bei­de Ein­rich­tun­gen sind, das wird auch an ihren unter­schiedlichen Erfahrun­gen deut­lich. Weit­er…

Rassismus-Reports von ZARA und TIGRA für 2015 (I)

Gle­ich zwei Ras­sis­mus-Berichte wur­den am Mon­tag, 21. März präsen­tiert. Das hängt damit zusam­men, dass der 21. März von der UNO als inter­na­tionaler Tag zur Über­win­dung ras­sis­tis­ch­er Diskri­m­inierung benan­nt wurde. Deshalb präsen­tierte der Vere­in ZARA in Wien seinen öster­re­ich­weit­en Ras­sis­mus-Report für das Jahr 2015 und die „Tirol­er Gesellschaft für ras­sis­muskri­tis­che Arbeit“ (TIGRA) den Tirol­er Ras­sis­mus­bericht 2015. Weit­er…

Zahlreiche Prominente fordern von Justizminister Maßnahmen gegen Skandale bei Verbotsgesetzfällen

Wien (OTS) — In einem Offe­nen Brief wen­den sich mehr als 50 Per­sön­lichkeit­en an Jus­tizmin­is­ter Wolf­gang Brand­stet­ter: Sie ver­lan­gen von ihm wirk­same Maß­nah­men, um weit­ere Jus­tizskan­dale bei Fällen von NS-Wieder­betä­ti­gung zu ver­hin­dern. Solche Skan­dale gibt es immer wieder, teil­weise erre­gen sie auch inter­na­tionales Auf­se­hen. Zulet­zt hat eine Graz­er Staat­san­wältin den Het­zartikel eines bekan­nten Recht­sex­trem­is­ten gegen KZ-Über­lebende „nachvol­lziehbar“ gefun­den und das Strafver­fahren eingestellt. (⇒ Presseaussendung, Mau­thausen Komi­tee, OÖ. Net­zw­erks gegen Ras­sis­mus und Recht­sex­trem­is­mus). Weit­er…

Salzburg: Wiederbetätigung auf der Haut

In einem auf zwei Tage anber­aumten Prozess ver­sucht in Salzburg ein Geschwore­nense­n­at zu klären, ob bei dem Trio von jun­gen Men­schen (19,20,24) NS- Wieder­betä­ti­gung vor­liegt. Im August 2011 (!!) wur­den dem jet­zt 24-Jähri­gen Tat­toos mit den Zif­fern „18“, also den Ini­tialen von Adolf Hitler und ein­er Odal­rune gestochen. Einem Fre­und, der als Zeuge ein­ver­nom­men wurde und bere­its ein­schlägig vorbe­straft ist, wurde ein Hak­enkreuz mit einem Pin­nwand-Nagel tätowiert. Weit­er…