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Filter Schlagwort: Anzeige

Gottfried Küssel (Wien): Schraube locker?

Die Alpen-Nazis von Alpen-Donau geben einem ihrer Granden aus­nahm­sweise eine per­sön­liche Bühne. Got­tfried Küs­sel darf sich über Rund­brief vom 5.12.2010 an seine Kam­eradIn­nen wen­den. Alpen-Donau berichtet am 8.12. unter dem Titel „Mor­dan­schlag auf Got­tfried Küs­sel“ über einen Vor­fall, der sich am 5.12. ereignet haben soll. Weit­er…

Strache: Verfassungsschutz hinter Alpen-Donau?

HC Stra­che äusserte sich gegenüber den „Salzburg­er Nachricht­en“ (SN, 3.12.2010) in einem Inter­view auch zu Alpen-Donau. Eben­so sen­sa­tionell wie seine Behaup­tung, dass die FPÖ seit drei Jahren „regelmäs­sig diese ‚alpen-donau’-Seite“ anzeige („Man hat den Ein­druck, es han­dle sich bei den Pro­tag­o­nis­ten dieser Inter­net­seite um Agents provo­ca­teurs. Zum Schaden der FPÖ.“) ist seine Antwort auf die Nach­frage der SN: “Sie glauben wirk­lich, dass das Innen­min­is­teri­um hier Leute ein­schleust?“ Weit­er…

Alpen-Nazis: Weiterhin aktiv

Bun­desmin­is­terin Fek­ter ver­suchte es mit dem Schmäh. Gefragt, ob die Ermit­tlun­gen gegen die Alpen-Nazis gut gelaufen seien, antwortete sie sphin­x­isch, dass die Haus­durch­suchun­gen ein Sig­nal wären und damit „klar und deut­lich“ gezeigt werde, dass „hier aktiv vorge­gan­gen“ werde.

Die Ver­mu­tung ist nahe­liegend, dass die Behör­den hier wirk­lich nur ein Sig­nal geset­zt haben und mit den gesam­melten Beweisen zwar einige Neon­azis nach dem Ver­bots­ge­setz ein­bucht­en kön­nen, nicht aber Alpen-Donau und deren Struk­turen stil­l­le­gen. Weit­er…

Wels (OÖ): Nazi-Skins randalieren- ohne Erfolg

Am Woch­enende (15.–17.10), wo die AFP in Offen­hausen tagte und Got­tfried Küs­sel mit Kam­er­aden in Wiener Neustadt ein­schlägig auf­fäl­lig wurde, haben sich auch Nazi-Skins in der Welser Innen­stadt mit ein­er zahlen- und stärkemäßig offen­sichtlich über­lege­nen Gruppe in der Welser Innen­stadt zu prügeln ver­sucht und dabei eine schwere Schlappe ein­steck­en müssen. Weit­er…

Gut vernetzt: Porno – Humer und Ludwig Reinthaler

Seine Home­page ist nicht mehr ganz funk­tion­stüchtig, er selb­st sieht sich schon noch so: Mar­tin Humer, der selb­ster­nan­nte Porno­jäger aus Oberöster­re­ich, wütet noch immer gegen alles, was nach Unzucht, Zer­störung seines Fam­i­lien­mod­ells und ähn­lichem riecht. 

Seine natür­lichen Ver­bün­de­ten find­et er nicht nur bei weit rechts ste­hen­den christlichen Sek­tier­ern und der anti­semi­tis­chen Inter­net­plat­tform „kreuz.net“, son­dern auch bei den „echt­en“ Recht­sex­trem­is­ten, Alt- und Neon­azis. Humer hat deshalb auch die „ 5 jun­gen Leute“ um den Bund Freier Jugend (BFJ), die2008 wegen NS- Wieder­betä­ti­gung vor Gericht standen, in Schutz genom­men. 2006 war Porno-Humer sog­ar bei ein­er Demon­stra­tion des BFJ dabei und verteilte seine Flug­blät­ter. Weit­er…

Gottfried Küssel in “Action”: Rassismus, NS-Wiederbetätigung und Körperverletzung?

Wie die Niederöster­re­ichis­chen Nachricht­en berichteten, kam es in der Nacht auf Son­ntag, den 17. Okto­ber in ein­er Bar in Wr. Neustadt zu einem Vor­fall mit Got­tfried Küs­sel. Küs­sel und zwei Begleit­er verir­rten sich in die „Lati­no Bar” und began­nen dort das Per­son­al mit ras­sis­tis­chen Parolen zu beschimpfen. Daraufhin zur Rede gestellt soll Küs­sel die rechte Hand gestreckt und mehrmals „Heil Hitler” gerufen haben. Als die Lokalbe­sitzerin darauf hin Fotos machte grif­f­en Küs­sel und seine zwei Fre­unde die Frau an. Weit­er…

FPÖ: Video mit Hitler-Gruss verschwunden!

Im März 2010 gab es riesige Aufre­gung bei der FPÖ. Bei ein­er Wahlkampfver­anstal­tung der FPÖ in Wiener Neustadt war ein Filmteam von „Am Schau­platz“ mit zwei Skin­heads vor Ort. Das „Schauplatz“-Team wollte zeigen, wie die Skins mit Stra­che umge­hen, doch die bei­den Skins blieben weit­ge­hend stumm. Einzig HC Stra­che, der die fil­mende Kam­era bemerk­te, wollte nach eini­gen Schreck­sekun­den ein „Sieg Heil“ ‚wahlweise auch „Heil Hitler“ von den Skins gehört haben und erstat­tete in der Folge Anzeige wegen des Ver­dachts der Wieder­betä­ti­gung gegen die bei­den Skins bzw. Ans­tiftung zur Wieder­betä­ti­gung gegen den ORF-Redak­teur. Weit­er…

„Radikalisierung der politischen Mitte“ – Interview mit Karl Öllinger

Ein Inter­view mit Karl Öllinger von der Web­seite Berlin recht­saußen

Am kom­menden Son­ntag ruft der Lan­desver­band Berlin-Bran­den­burg der „Bürg­er­be­we­gung Pax Europa“ zu ein­er Kundge­bung am Pots­damer Platz auf. Als Red­ner­in tritt unter anderem die öster­re­ichis­che Islam-Geg­ner­in Elis­a­beth Saba­ditsch-Wolff auf. Über deren laufend­es Ver­fahren wegen „Ver­het­zung“ und die Frei­heitliche Partei Öster­re­ichs (FPÖ) sprach Berlin recht­saußen mit dem grü­nen öster­re­ichis­chen Nation­al­ratsab­ge­ord­neten Karl Öllinger. Weit­er…

Kärnten: Hypo verschenkte 30 Millionen an FPÖ-Politiker

Sein Wirken im Nation­al­rat war nicht nur zeitlich begren­zt. Am 15.6.1998 wurde Heinz Marolt als Abge­ord­neter und Nach­fol­ger von Math­ias Reich­hold, der ger­ade wieder ein­mal als Kärnt­ner Lan­deshaupt­mann-Stel­lvertreter aushelfen musste, angelobt. Das Ses­sel­rück­en­spiel war damals ziem­lich ange­sagt: die zahlre­ichen FPÖ-Affären bracht­en in kurzen Abstän­den die einen um ihre Jobs, die anderen zu ihren Ses­seln (siehe fpö & krim­i­nal­ität).
Heinz Marolt war so ein­er, den das Glück kurzfristig ansprang. Der Hote­lier aus St. Kanz­ian führte am Klopein­er See einen 500-Bet­ten-Betrieb und eine Bar, deren Name Pro­gramm war: die „Blaue Lagune“, wo sich die Parteigranden trafen.

Wie „News“ in sein­er neuen Aus­gabe (Nr. 38/2010) berichtet, ging es dem Neo-Abge­ord­neten wirtschaftlich nicht beson­ders gut: „Mitte der 90er –Jahre beträgt sein Obli­go bei der Hypo ins­ge­samt rund 95 Mil­lio­nen Schilling. Diese Schulden steigen bis 1997 auf 127 Mil­lio­nen Schilling an. Kurz vor seinem poli­tis­chen Durch­bruch wird eine ‚Sanierung‘ mit der Bank verhandelt.“

Wie „News“ weit­er berichtet, erstellte der Wirtschaft­san­walt Johann Quendler ein Gutacht­en, das „mit an Sicher­heit gren­zen­der Wahrschein­lichkeit Zahlung­sun­fähigkeit“ fest­stellte. Logis­che Kon­se­quenz wäre eigentlich ein Insol­ven­zantrag durch die Bank gewe­sen. Doch die Bank reagiert völ­lig anders: sie saniert das Unternehmen und den zukün­fti­gen Poli­tik­er dadurch, dass sie auf ins­ge­samt 30 Mil­lio­nen Schilling verzichtet (15 Mil­lio­nen als Schuld­nach­lass, 15 Mil­lio­nen als Besserungskap­i­tal). Damit kon­nte das neue FPÖ-Sternchen Marolt ohne Belas­tung durch eine dro­hende Insol­venz in die Haider­sche Umlauf­bahn einge­bracht wer­den, um nach kurz­er Zeit wieder zu verglühen.

Am 16.8.1999 gab näm­lich Marolt gemein­sam mit zwei weit­eren FPÖ-Abge­ord­neten, Elfriede Madl und Anton Blüneg­ger, eine Unter­stützungserk­lärung für die Lugn­er-Liste „Die Unab­hängi­gen“ ab und seine Kan­di­datur für diese Liste bekan­nt. Der FPÖ-Klub schloss Marolt (und die anderen) umge­hend aus. Den Partei­wech­sel erk­lärte die FPÖ damit, dass sie Marolt für die bevorste­hen­den Nation­al­ratswahlen nicht mehr nominiert habe, weil Marolt seine Ver­mö­gensver­hält­nisse nicht offen­gelegt habe. Marolt kon­terte mit einem Schreiben seines Steuer­ber­aters, in dem laut „Kleine Zeitung“ bestätigt wird, dass Marolts Betrieb das Jahr1998 pos­i­tiv abschließen werde und alle Schulden pünk­tlich bezahle. Marolt behauptete ausser­dem, dass er die Unter­la­gen für 1997 Haider per­sön­lich übergeben habe.

Da wird die Geschichte inter­es­sant. Zu Beginn1997 hat­te der Betrieb schließlich noch 127 Mil­lio­nen Schilling in der Krei­de. Und dann gab es – wie die „Kro­ne“ (28.2.98) berichtete, Anfang 1998 noch eine anonyme Anzeige gegen den Touris­musver­band St. Kanz­ian, in dem auf Ungereimtheit­en bei ein­er Prü­fung der Ver­bands­fi­nanzen ver­wiesen und der Ver­dacht der Untreue for­muliert wurde.

Heinz Marolt, damals Touris­mus­ref­er­ent, tat die Anzeige als plumpen Ver­such, den Ver­band anzuschwärzen, ab. Über Ergeb­nisse der Ermit­tlun­gen gibt es keine Pressemel­dun­gen mehr. Vier Monate später war Marolt Abge­ord­neter in einem FPÖ-Klub, der ger­ade seine tur­bu­len­teste Zeit durch­lebte: die Affäre Rosen­st­ingl, dessen Flucht, die Ver­haf­tung des NÖ-Klubob­manns Gratzer, der Rück­tritt der Abge­ord­neten Men­til und Schrein­er im Mai 1998, ihr Ersatz durch die Kürzest-Zeit Abge­ord­neten Trenk und Leut­göb, die nach 5(!) Tagen im Par­la­ment wieder auss­chieden (siehe fpö & krim­i­nal­ität) – da kon­nte die FPÖ keine weit­ere Affäre brauchen.

Jet­zt ist jeden­falls Wolf­gang Kul­ter­er, der frühere Chef der Hypo Alpe-Adria, mit dem Ver­dacht der Untreue kon­fron­tiert, weil er 30 Mil­lio­nen Schilling, für die die Steuerzahler her­hal­ten müssen, an den fak­tisch insol­ven­ten Betrieb ver­schenkt haben soll. Mal sehen, ob da nicht noch weit­ere Verdächtige auftauchen.

(Quelle: News, 23.9.2010, Nr. 38)

Siehe auch: fpö & kriminalität