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Offener Brief von David Ellensohn an Heinz-Christian Strache

Ein offen­er Brief von David Ellen­sohn an Heinz-Chris­t­ian Stra­che, zu den Vor­fällen der let­zten Woche.

Sehr geehrter Hr. Strache,

in der dieswöchi­gen Aus­gabe der Wochen­zeitung Pro­fil, deck­te Christa Zöch­ling einen Umstand auf, der mir als Poli­tik­er größtes Unbe­ha­gen bere­it­et, umso mehr, als der Wiener Wahlkampf ger­ade eben eröffnet wurde. Bei ein­er Ver­anstal­tung der FPÖ in Stam­mers­dorf trat­en mil­i­tante Neon­azis in Erschei­n­ung, die sich als „Ord­ner­di­enst der FPÖ gerierten“, wie Zöch­ling schreibt. Weit­er…

Wien : Noch ein unordentlicher Ordner?

Die FPÖ hat es ja wirk­lich nicht leicht in diesen Tagen! Zuerst das Moschee-Baba-Spiel, von dem der Stra­che nicht gewusst haben will, dass es der Kurz­mann so gerne spielt. Dann taucht das Spiel bei den Alpen-Donau-Nazis auf, die damit zur Wahl der FPÖ aufrufen. Kaum nehmen die Nazis das Spiel wieder von ihrer Seite – natür­lich völ­lig unbee­in­flusst von Zurufen aus der FPÖ, taucht ein berüchtigter Nazi-Schläger von Blood & Hon­our, Gre­gor T., bei ein­er FPÖ-Ver­anstal­tung auf – als Ord­ner. Stimmt gar nicht, sagt die FPÖ, der war kein Ord­ner, der hat nur so getan, also ob. Stra­che erk­lärt, dass die FPÖ auf geprüfte Sicher­heit­sagen­turen (welche bitte?) zurück­greife – und schon ploppt der näch­ste Nazi auf, Markus P.!


Markus P. als Secu­ri­ty auf der Steige in der Lugn­er-City (2.9.2010)

Markus P. ver­fügt schon über reich­haltige Ord­ner­erfahrun­gen, kon­nte er doch schon 2002 die Neon­azis, die sich gegen die Wehrma­cht­sausstel­lung durch die Wiener Innen­stadt gröl­ten, als Ord­ner begleit­en. Beim Auf­marsch der Kam­er­aden zu Ehren des Nazi-Fliegers Nowot­ny durfte er gemein­sam mit Gre­gor T., Felix Budin und Got­tfied Küs­sel auf­marschieren. Wahrschein­lich haben sie sich dabei über ihre Ord­ner-Erfahrun­gen ausgetauscht.


P. als Ord­ner bei der Demon­stra­tion der Kamder­ad­schaft Ger­ma­nia (2002)


Markus P. am Grab des Nazi-Fliegers Wal­ter Nowot­ny, im Vorder­grund ein Gre­gor T., rechts, fotografierend Got­tfried Küssel


Vorne mit Trans­par­ent marschierend alt­bekan­nte Gesichter, im Mit­tel­teil Markus P.


Links im Bild Markus P., im hin­teren Teil der Demon­stra­tion (mit Kinder­wa­gen) marschierend: Got­tfried Küssel


Got­tfried Küssel

Mit soviel Ord­ner-Erfahrung im Gepäck durfte Markus P. natür­lich bei dem Nazi-Über­fall auf das Ernst-Kirch­weger-Haus nicht fehlen.


Markus P. beim Angriff auf das Ernst Kirch­weger Haus (2005)

Was also spricht dage­gen, dass Markus P. bei der Wahlkampf- Auf­tak­tver­anstal­tung von HC Stra­che in der Lugn­er-City ein­fach vor­beis­chaut? Zum Grüss­gott-Sagen, wie es unter fre­undlichen Men­schen so üblich ist? Was kann der Ärm­ste dafür, dass ihn –mit dieser Ord­ner­erfahrung am Buck­el – jedes (linke) Sub­jekt gle­ich für einen Ord­ner hält, obwohl dafür wirk­lich ganz andere (nein, auch nicht der Gre­gor T.!) , näm­lich ordentliche Ord­ner vorge­se­hen sind. Was kön­nen Markus P. und Gre­gor T. dafür, dass sie wie Ord­ner ausschauen? 

Siehe auch:
Blood & Hon­our-Bube als FPÖ-Ordner?
“Blood & Hon­our” oder: “bei Strache”

derstandard.at: Recht­sradikaler als blauer Aushilfsordner
profil.at: Amts­bekan­nte Neon­azis als Ord­ner bei FP-Veranstaltungen

BRD: Vor 30 Jahren Terroranschlag am Oktoberfest

Hoffmanns Österreich-Connection: Schimanek

Am 26. Sep­tem­ber jährt sich der blutig­ste Ter­ro­ran­schlag, den die BRD in der Nachkriegs­geschichte erlebt hat. Das Resul­tat ein­er Bombe waren 13 Tote und mehr als 200 Ver­let­zte beim Münch­n­er Okto­ber­fest am 26.9.1980. (Quelle APA, 7.9.2010) Weit­er…

Blood & Honour-Bube als FPÖ-Ordner?

Er tauchte ja schon gele­gentlich bei FPÖ-Ver­anstal­tun­gen oder Aufmärschen auf, an denen auch FPÖ- oder RFJ-Mit­glieder beteiligt waren. Zumeist in ein­schlägiger Adjustierung. Dies­mal hat sich Gre­gor T. aber ein­deutig verbessert. Wie das „pro­fil“ in sein­er jüng­sten Aus­gabe Nr. 36 (6.9.2010) unter dem Titel „Keller­nazis in Stam­mers­dorf“ berichtete, fungierte der Mit­be­grün­der von „Blood & Hon­our“ in Öster­re­ich bei ein­er FPÖ- Ver­anstal­tung in der Bac­chus-Schenke in Stam­mers­dorf als Ord­ner – mit FPÖ-T-Shirt! Weit­er…

NÖ: Der Südtirol ‑Ideologe aus dem Mostviertel vor Gericht

„Ja, ich bin ein Nationaler und ein Rechter!” Mit diesen Worten recht­fer­tigte sich der 32-jährige Andreas M. im August vor einem Geschwore­nen­gericht in St. Pöl­ten, das über den Vor­wurf der NS-Wieder­betä­ti­gung durch M. zu urteilen hat­te. Andreas M., der noch im Vor­jahr als Red­ner auf dem Neon­azi-Tre­f­fen „Fest der Völk­er“ (12.9.2009 in Pößneck/Thüringen) zur „Südtirol-Prob­lematik“ angekündigt war, gab sich vor Gericht kuschel­we­ich. „Ich habe mich vom nation­al­sozial­is­tis­chen Gedankengut dis­tanziert“, erk­lärte er laut NÖN. Die Geburt seines Sohnes habe ihn geän­dert, seine Skin-Zeit­en seien schon lange vorbei.

Bei dem ehe­ma­li­gen Her­aus­ge­ber der Zeitschrift „Sieg und Tod“ waren in seinem KFZ CDs mit ras­sis­tis­chen und nazis­tis­chen Inhal­ten und Cov­ers gefun­den wor­den, in seinem Haus auch ein­schlägige Zeitschriften. Gegen M. waren schon zuvor mehrfach Ermit­tlun­gen geführt wor­den, die aber wieder eingestellt wurden.

Welch Geistes Kind M. noch in jüng­ster Ver­gan­gen­heit war, wird durch einen Beitrag der Antifa Mer­an deutlich:

„Zwei Lei­den­schaften prä­gen den Niederöster­re­ich­er Andreas May­er­hofer: Südtirol und die recht­sex­treme Ide­olo­gie. Und deshalb führt er einen wutent­bran­nten Kampf für seine im Früh­jahr ver­hafteten Nazi-Freunde.
Wir erin­nern uns: Im Früh­jahr 2008 wur­den 16 Neon­azis aus dem Burggrafe­namt ver­haftet. Zudem gab es unzäh­lige Haus­durch­suchun­gen, zwei davon auch in Öster­re­ichs. Wen verwundert’s, dass die öster­re­ichis­chen und ital­ienis­chen Sicher­heit­skräfte auch in Licht­e­nau im Waldviertel/Niederösterreich auf­taucht­en, und die Woh­nung von Her­rn May­er­hofer genauer unter die Lupe nah­men?”
(26.11.08)


Andreas M.

Nun, den Wohn­sitz hat M. mit­tler­weile gewech­selt, von einem Gesin­nungswech­sel ist nichts bekan­nt gewor­den . Die Geschwore­nen glaubten sein­er Ver­ant­wor­tung und dem flam­menden Plä­doy­er seines Vertei­di­gers Andreas Mauhart nur bed­ingt und befind­en Andreas M. in eini­gen Punk­ten der Anklage für schuldig. Das Urteil (noch nicht recht­skräftig): 2 Jahre bedingt.

P.S.: Die „Südtirol“- Frage beschäftigt nicht nur von Zeit zu Zeit die FPÖ oder den Drit­ten Präsi­den­ten, son­dern auch immer wieder die Neon­azis. Die harte Nuss für sie ist nicht bloß die Frage, wem Südtirol angegliedert wer­den soll (Öster­re­ich, Deutsch­land, Deutsches Reich?), son­dern auch der Umgang mit den ital­ienis­chen Neo­faschis­ten, die Südtirol als ital­ienis­ches Sied­lungs­ge­bi­et reklamieren. Die einen haben den Hitler-Mus­soli­ni-Pakt von 1939 (die fak­tisch zwangsweise Umsied­lung der deutschsprachi­gen Südtirol­er in das Nazi-Reich) ver­drängt, die anderen pochen auf ihn. Auch Andreas May­er­hofer ver­ste­ht die Welt, die Geschichte und die Neo­faschistIn­nen nicht mehr und postet pathetisch, aber nicht ganz deutsch an die „Lieben Kameraden“:

„Die Ver­anstal­tung vom 8. Novem­ber 2008 zur 90-igjähri­gen Abtren­nung unseres geliebten Süd-Tirols sollte jeden (sic!) zu Denken (sic!) geben und die berechtigte Frage aufw­er­fen ob man wirk­lich mit ital­ienis­chen Faschis­ten (?Kam­er­aden?) zusam­me­nar­beit­en kann!
Denn wenn deutsche Südtirol­er belei­digt wer­den, so belei­digt man hier­mit das ganze deutsche Volk und nicht nur unsere Brüder in Süd-Tirol!!!
Faschis­mus ist keine Mei­n­ung — son­dern eine Geisteskrankheit
Gegen Faschis­mus — Für Tirol
Kundge­bung Bozen, am 8. Novem­ber 2008

Was nationale Charak­tere und faschis­tis­che Krea­turen unter­schei­det, daß (sic!) kann man sehr deut­lich erken­nen wenn man sich nach Süd-Tirol beg­ibt und dort ein­er Schützen­ver­anstal­tung beiwohnt!”

Kirchberg (Tirol): NS-Erlebniswochenende mit braunem Aufguss

Der Ort ist nicht zufäl­lig gewählt. Nach­dem die „Zeit­ge­spräche“ des recht­sex­tremen Druf­fel-Ver­lages 2008 in Dres­den abge­sagt wer­den mussten, wurde das „Erleb­nis­woch­enende Geschichte” 2009 nach Öster­re­ich, konkret in ein Salzburg­er Hotel ver­legt. Nach der Ver­anstal­tung beteuerte das Hotel zwar, in Zukun­ft keine der­ar­tige Ver­anstal­tung mehr zu akzep­tieren, aber: Die Ver­anstal­tung kon­nte stat­tfind­en! Wie schon üblich, beobachtete der Ver­fas­sungss­chutz, sah aber keinen Grund zum Ein­schre­it­en. Weit­er…

Die AFP — Teil 3: Die „Politische Akademie der AFP”

Seit 1966 find­en die „Poli­tis­chen Akademien der AFP” alljährlich statt. Die Akademien sind eine wichtige Aktiv­ität der AFP und dienen der Ver­net­zung inner­halb der recht­sex­tremen Szene. So find­en hier immer wieder Vertreter deutschna­tionaler, recht­sex­tremer und neon­azis­tis­ch­er Strö­mungen zusam­men. Neben Expo­nen­ten des recht­sex­tremen Lagers des In- und Aus­lands trat­en dort wieder­holt auch Funk­tionäre der FPÖ als Ref­er­enten in Erschei­n­ung. Weit­er…