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Kameradschaftsbund mit Hakenkreuz vor einer Schule

ÖKB-Abzeichen mit Hakenkreuz in Gnigl/Salzburg (@ KZ-Verband/VdA Salzburg)

Am Tag der offe­nen Tür des neuen Salzburg­er Schulzen­trums „Bil­dungscam­pus Gnigl“ hat sich auch der Öster­re­ichis­che Kam­er­ad­schafts­bund (ÖKB) präsen­tiert. Warum eigentlich? Was hat der ÖKB vor ein­er Schule zu suchen? Für hefti­gen Protest des Salzburg­er KZ-Ver­ban­des sorgte die Präsen­ta­tion eines Eis­er­nen Kreuzes mit Hak­enkreuz, das neben Dutzen­den ander­er Orden und Medaillen auf einem Band ein­er gel­ben Kaiser­fahne ange­bracht war. Der KZ-Ver­band erstat­tete Anzeige. Weit­er…

Rechtsextremes im letzten großen Staatsmuseum. Teil 4: Eine Panzerschau mit NS-Reliquien

Am Gewehr (@ SdR)

Sie wird als Fam­i­lien­event bewor­ben, die alljährlich stat­tfind­ende Show „Auf Rädern und Ket­ten“. Panz­er und andere mil­itärische Gefährte wer­den ins Freie gerollt und dem Pub­likum haut­nah präsen­tiert. Verkauf­sstände von Pri­vat­per­so­n­en und –fir­men umrah­men die Ver­anstal­tung, es ist eine Art von Mil­itärkirtag, an dem neben aller­lei Mil­i­taria-Schrott haufen­weise NS-Reliquien feil­ge­boten wer­den. Das unter den Augen des ver­ant­wortlichen HGM-Angestell­ten. Weit­er…

Hausdurchsuchungen bei Neonazis: drei Anfragen, einige Antworten, Ungereimtheiten und noch mehr Fragen

Tattoo am Rücken eines der Beschuldigten aus der Hausdurchsuchung 9.4.19

Die Nation­al­ratsab­ge­ord­neten Alma Zadić (Liste Jet­zt) und Sabine Schatz (SPÖ) haben in den let­zten Monat­en eine Rei­he von par­la­men­tarischen Anfra­gen zur recht­sex­tremen Szene und deren Net­zw­erke in Öster­re­ich gestellt. Wir fassen hier jene zusam­men, die sich auf die 32 Haus­durch­suchun­gen vom 9. April 2019 beziehen und führen die Antworten mit unseren Hin­weisen zusam­men. Quin­tes­senz: Einiges bleibt unklar, teil­weise sog­ar wider­sprüch­lich. Und: Die Ermit­tlungsver­fahren sind durch die „man­gel­hafte Arbeitsweise“ (Jablon­er) des zuständi­gen Staat­san­walts bedeu­tend verzögert wor­den. Weit­er…

Bleiburg: Kein ruhiges „Treffen“

Gegenkundgebung 2019 (Foto © Günter Krammer)

Ruhig sei heuer das Tre­f­fen in Bleiburg ver­laufen, titelte der ORF Kärn­ten seinen Bleiburg-Bericht am 18.5.19. So kann man sich und andere täuschen! Was für ein Tre­f­fen? Wer hat da wen getrof­fen? Kroat­is­che Faschis­ten Recht­sex­treme und Klerikalfaschis­ten im stolzen Gedenken an ein grausames Unrecht­sregime. Ruhig war es auch nur, wenn man den bru­tal­en Angriff eines Recht­sex­tremen auf einen Reporter der „Frank­furter Rund­schau“ unter den Tisch fall­en lässt. Ein Bericht von Karl Öllinger. Weit­er…

Wochenschau KW 20/19 (Teil 1)

Tur­bu­lente Tage liegen hin­ter uns, und die wer­den wohl ähn­lich weit­erge­hen. Die ÖVP-FPÖ-Regierung ist krachend gescheit­ert, die Ein­sicht, dass mit Recht­sex­tremen kein Staat zu machen ist, kam sehr spät und war von außen erzwun­gen. Das wird uns wohl noch über einige Zeit weit­er beschäfti­gen. In unser­er Rückschau auf die let­zte Woche geht’s aber um „busi­ness as usu­al“, darunter ein Prozess wegen Wieder­betä­ti­gung scheint größere Dimen­sio­nen zu haben, denn da sind eine Rei­he von (Ex-)Soldaten involviert, die die gesamte Kaserne in Ried unter ein braunes Licht stellen. Weit­er…

Ustascha-Aufmarsch 2019: „Die Untersagung ist nicht nur zulässig, sondern geboten“

Es ist schon sehr merk­würdig: Obwohl der „Bleiburg­er Ehren­zug“, also jen­er Vere­in, der seit Jahrzehn­ten den Auf­marsch kroat­is­ch­er Recht­sex­tremer in Bleiburg/Pliberk organ­isiert, für heuer keine Kundge­bung angezeigt hat, geht die Behörde den­noch davon aus, dass er sie angezeigt hat. Ander­er­seits: Die antifaschis­tis­che „Kundge­bung zur Erin­nerung an Befreiung Kärn­tens vom Nation­al­sozial­is­mus durch die Alli­ierten“, die sich gegen diesen Auf­marsch von Faschis­ten und Recht­sex­tremen richtet, wurde trotz gegen­teiliger Andro­hung der Behörde nicht unter­sagt, find­et also am 18. Mai ab 10h statt. Weit­er…

Michael Köhlmeier: Von der Liebe, der Würde und einem guten Polizisten

Wachturm und Baracken des Konzentrationslagers Flossenbürg Bildquelle: KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Am 10. April wurde der Fer­di­nand-Berg­er-Preis 2019 an den Schrift­steller Michael Köhlmeier vergeben. Fer­di­nand Berg­er († 2004)  war Wider­stand­skämpfer und (inter­na­tionaler) Brigadist im spanis­chen Bürg­erkrieg, der ab 1941 als poli­tis­ch­er Häftling in den KZ Dachau und Flossen­bürg inhaftiert war. Nach sein­er Rück­kehr nach Öster­re­ich trat Berg­er in den Polizei­di­enst ein und arbeit­ete nach sein­er Pen­sion­ierung ehre­namtlich im DÖW. Der Preis, der jährlich vergeben wird, wurde von seinem Sohn Ernst und Enkel­sohn René ges­tiftet. Wir danken Michael Köhlmeier für die Erlaub­nis zur Veröf­fentlichung sein­er Preisrede. Weit­er…

Wochenschau KW 19/19

Beschmierung Russendenkmal 8. Mai 2019 (© KZ-Verband)

Der kün­st­lerisch einiger­maßen unbekan­nte, aber im völkischen Milieu umso beliebtere Maler Odin Wiesinger soll in den oberöster­re­ichis­chen Kul­turbeirat einziehen, wenn es nach dem Willen der Lan­des-FPÖ geht, und es wird wohl so gehen. Am 8. Mai gab’s nicht nur das „Fest der Freude“, son­dern auch eine Beschmierung des rus­sis­chen Denkmals am Schwarzen­berg­platz und einen Burschibum­mel samt „Heldenge­denken“ an der Rampe der Uni Wien mit ein­er Rede, die keine bräun­lichen Wün­sche offen­ließ. Reak­tion der Uni? Keine! Und ÖVP/FPÖ haben im Bun­desrat gegen einen Sper­rver­merk für Iden­titäre im öffentlichen Dienst votiert. Deren Wider­lichkeit (© Sebas­t­ian Kurz) ist also für die Türkis-Blaue Mehrheit kein Grund, Kon­se­quen­zen für eine Zulas­sung zum Staats­di­enst zu ziehen. Weit­er…

Oskar Deutsch: Schon wieder „nie wieder“?

Oskar Deutsch, Präsi­dent der Israelitis­chen Kul­tus­ge­meinde (IKG) hat bei der Gedenk­feier am 5.5.2019 in Mau­thausen eine starke, klare und lei­den­schaftliche Rede gehal­ten. Mit sein­er Rede wider­legt er auch indi­rekt jene Kri­tik­er, die der Mei­n­ung sind, die Verbindung von Kri­tik an den poli­tis­chen Zustän­den mit dem Gedenken sei beson­ders in Mau­thausen eine Entehrung der Opfer. Wir danken Oskar Deutsch für seine Zus­tim­mung zur Wieder­gabe sein­er Rede. Weit­er…

Wochenschau KW 17/19

Das war die Woche der skur­rilen Ausre­den vor Gericht: Alko­holkon­sum sind wir schon gewöh­nt, habe es ganz anders gemeint auch, aber ein Bild von Hitler zu posten, um dann zu behaupten, man kenne ihn nicht und habe sich gedacht, es sei ein Mann mit Schnau­zer aus den 30er-Jahren, ist schon orig­inell. Ähn­lich ein Vorarl­berg­er, der bei sich im Wohnz­im­mer Hitler-Bilder ange­blich als Ermah­nung aufge­hängt hat­te, die Geschichte niemals zu vergessen. Auch der Anti­semitismu­s­ex­perte von Stra­che, Michael Ley, musste wegen übler Nachrede und Ver­het­zung vor Gericht und ver­lor den Prozess. Und weil wir bei der FPÖ sind: Ein blauer Ex-Gemein­der­at und frei­heitlich­er Gew­erkschafter find­et Kekse in Hak­enkreuz­form als die besten. Weit­er…