„Stoppt die Rechten“ bietet das größte kostenlos zugängliche Online-Archiv Österreichs zum Thema „Rechtsextremismus“.

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FPÖ Graz: Der Teufel ist los

Neue Aspek­te im Skan­dal rund um die Graz­er FPÖ bringt das Pro­tokoll ein­er Audioauf­nahme, die bei ein­er Sitzung des FPÖ-Gemein­der­atsklubs im Sep­tem­ber ent­standen ist und das der Stan­dard aus­gew­ertet hat. Während des Gesprächs wird in den Raum gestellt, dass (u.a.) auch der Lan­desparteiob­mann Mario Kunasek über bes­timmte Geld­flüsse Bescheid gewusst habe.  Weit­er…

Wochenschau KW 42/22

Prozesse mit gewis­sem Unter­hal­tungswert: Ein auf der Brust aufge­maltes Hak­enkreuz hat einen Brau­nauer sprich­wörtlich im Schlaf erwis­cht – weil er den Übeltäter, der ihm das Hak­enkreuz zuge­fügt hat­te, erwis­chen wollte, postete er das „Cor­pus Delic­ti“, also ein Self­ie inklu­sive Bemalung, ins Inter­net. Dafür gab’s einen Freis­pruch am Lan­des­gericht Ried. Beim eben­falls in Ried abge­hal­te­nen Prozess gegen den ehe­ma­li­gen Chef der Neon­azi-Truppe „Objekt 21“, Jür­gen W., kam’s in der let­zten Woche zu keinem Urteil, weil ein Zeuge noch gehört wer­den muss. Aber immer­hin war bere­its zu erfahren, dass W. nun wirk­lich und echt geläutert sei. Weit­er…

Der Tod der Grazer FPÖ

Während sich bun­de­spoli­tisch alles um die Causa Pri­ma Schmid und die ÖVP dreht, ist die FPÖ in der zweit­größten Stadt Öster­re­ichs, in Graz, an ihrem bish­eri­gen Tief­punkt ange­langt: Der Gemein­der­atsklub ist tot, damit auch die bish­erige Stadt­partei. Der für heute geplante Stadt­parteitag wurde kurz­er­hand abge­sagt. Zuvor hagelte es Auss­chlüsse und Aus­tritte, und über allem schwebt ein gewaltiger Finanzskan­dal. Weit­er…

Wochenschau KW 41/22

Die let­zte Woche wurde vom recht­ster­ror­is­tis­chen Anschlag in Bratisla­va über­schat­tet: Ein 19 Jähriger erschoß vor der Schwulen-Bar Teplaren zwei Män­ner und ver­let­zte eine Frau schw­er. Dem waren ein­deutige Ankündi­gun­gen des Täters, der sich nach der Tat suizi­dierte, voraus­ge­gan­gen. In Kla­gen­furt musste ein Deutsch­er vor Gericht, weil der zusam­men mit einem Fre­und im Ossi­ach­er See ille­gal nach Kriegsre­lik­ten getaucht hat­te – mit letalem Ende für den Fre­und, weil eine Granate beim Ver­such der Entschär­fung explodiert war. Und die Wiener Polizei gerät immer heftiger unter Kri­tik: Ihr nicht nachvol­lziehbares Vorge­hen gegen Jour­nal­is­ten und gegen linke Demonstrant*innen ste­ht ein eben­falls nicht nachvol­lziehbar­er Schutz ein­er Ver­anstal­tung der recht­sex­tremen Burschen­schaft Olympia gegenüber: Für eine Olym­pen-Sauf­par­ty sper­rte die Polizei gle­ich einen ganzen Straßen­ab­schnitt. Weit­er…

Andi Gewehre gibt das Lämmchen

Er war unter den ver­schieden­sten Tarn­na­men in sozialen Net­zw­erken aktiv. Auch bei fast jedem Auflauf von Recht­sex­tremen und Neon­azis in Wien sicht­bar. Seit vie­len Jahren. Seine Chats mit einem deutschen NPD-Chef über Bomben­rezep­turen haben zum Rück­tritt des Poli­tik­ers geführt. Jet­zt ist Wolf­gang L. über seine braunen Chats auf What­sApp gestolpert. Wir haben L. bei seinem Auftritt vor dem Geschwore­nen­gericht begleit­et, damit er nicht ganz allein ist. Ein Prozess­bericht. Weit­er…

Bundesheersoldat in SS-Uniform: vom kollektiven Wegschauen und einer Ministerin, die nichts wissen will

Es war ein­er von jenen raren Momenten, in denen sich Bun­de­spräsi­dent Van der Bellen zur Tage­spoli­tik zu Wort gemeldet hat­te: Seine Kri­tik an der Nich­t­ent­las­sung eines Bun­desheerun­terof­fiziers nach dessen braunen Umtrieben kam um die Kurve, war aber den­noch deut­lich. Doch das Prob­lem begin­nt und endet keineswegs mit der nicht nachvol­lziehbaren Entschei­dung der Diszi­pli­narkom­mis­sion. Weit­er…

Wochenschau KW 40/22

Während ein Küs­sel-Bekan­nter erneut eine Verurteilung abge­fan­gen hat, gab ein früher in Vorarl­berg leben­der Deutsch­er, der eine Affinität zu Holo­caustleugn­ern zu haben scheint, der öster­re­ichis­chen Jus­tiz einen Korb: Er erschien nicht zum Prozess. Und ein alter Bekan­nter, der frühere Aula-Het­zer Fred Duswald, hat beim Jahreskongress der „Gesellschaft für freie Pub­lizis­tik“ mit drei Jahren Ver­spä­tung in passen­dem Kreis eine Ehrung erhal­ten. Weit­er…

Antisemitische Hetzorgie

Der Präsi­dent der Israelitis­chen Kul­tus­ge­meinde (IKG) Wien, Oskar Deutsch, hat einige Tage vor der Wahl anlässlich eines Besuch­es des amtieren­den Bun­de­spräsi­den­ten in ein­er jüdis­chen Schule und im Mai­monides-Zen­trum Wien eine Wahlempfehlung für Van der Bellen aus­ge­sprochen und den FPÖ-Kan­di­dat­en Rosenkranz wegen dessen Ver­harm­lo­sung von Anti­semitismus und Nation­al­sozial­is­mus kri­tisiert. Das hat eine unerträgliche und beschä­mende anti­semi­tis­che Het­zorgie zur Folge gehabt. Weit­er…

Irrtümer

Als die Ver­hand­lung des Geschwore­nen­gerichts am 5.10. gegen Robert G. wegen NS-Wieder­betä­ti­gung und Ver­het­zung eröffnet wurde, war sich der vor­sitzende Richter noch sich­er, dass sie nur kurz dauern würde. Irrtum! Die einzige Jour­nal­istin eines Print-Medi­ums ver­lässt die Ver­hand­lung nach weni­gen Minuten wieder: zu wenig inter­es­sant offen­sichtlich. So kann man sich täuschen! Nicht der einzige Irrtum. Ein Prozess­bericht von Karl Öllinger. Weit­er…

Antifa zum Campierverbot für Roma und Sinti: „Rabls Plan ist rassistisch und rechtswidrig“ 

Presseaussendung der Welser Ini­tia­tive gegen Faschismus
Der Welser FPÖ-Bürg­er­meis­ter Andreas Rabl nen­nt sich gerne „lib­er­al“ und „tol­er­ant“. Sein Wun­schim­age hat allerd­ings mit der Real­ität nichts zu tun. Kurz nach­dem er die Abhal­tung des recht­sex­tremen „Burschen­t­ages“ in Wels durch Steuergeld gefördert hat, übt sich Rabl in unver­hohlen­em Ras­sis­mus. Prak­tis­cher­weise richtet sich dieser gegen eine Min­der­heit, die in Wels sich­er nicht wählen wird: Die FPÖ will für die Stadt ein Campierver­bot durch­drück­en, das fast auss­chließlich durchziehende Roma und Sin­ti bet­rifft. Weit­er…

Heinis Fall

Hein­rich „Hei­ni“ Staudinger hat seine Ver­di­en­ste. In der Ver­gan­gen­heit. 1979 war er Grün­der der Liste PUM (Partei für Umweltschutz und Men­schlichkeit) in Schwa­nen­stadt (OÖ). Jahre später dann als Grün­der und Mehrheit­seigen­tümer der Wald­viertler Schuh­w­erk­statt (GEA), wo er wegen ein­er Crowd­fund­ing-Aktion einen hefti­gen Fight mit der Finanz­mark­tauf­sicht aus­focht. Beim Präsi­dentschaft­skan­di­dat­en Staudinger wer­den allerd­ings die Schat­ten­seit­en deut­lich sicht­bar. Weit­er…

Kuglers Traum: ein Dinner mit Jordan Peterson

Ein Traum von Gudrun Kugler, der Men­schen­rechtssprecherin der ÖVP, ist in Erfül­lung gegan­gen: ein Abend mit Jor­dan Peter­son, dem stramm recht­en kanadis­chen Psy­cholo­gen. Gegen den „Lieblingsautor der Neuen Recht­en“ (tagesspiegel.de, 29.9.22) demon­stri­erten vor weni­gen Tagen in Berlin Hun­derte. Seine Vis­ite in Wien ver­lief hinge­gen gesit­tet – sehr gesit­tet und von der Öffentlichkeit unbe­merkt. Weit­er…

Wochenschau KW 39/22

Das war keine gute let­zte Woche für die FPÖ: Wal­ter Rosenkranz stolperte auf Puls 24 u.a. über ille­gale Nazis, die er als „Leis­tungsträger“ tit­uliert hat­te, gegen den FPÖ-NR-Abge­ord­neten Hafe­neck­er wird ermit­telt, weil er gefälschte Covid-Testzer­ti­fikate bestellt haben soll, und gestern set­zte es für die Blauen im Bur­gen­land eine heftige Nieder­lage. Dafür ist zu ver­melden, dass die Küs­sel-Spezis, die für den Pur­bach­er Gemein­der­at kan­di­diert hat­ten, mit nur mageren 17 Stim­men meilen­weit weg von einem Man­dat lan­de­ten. Weit­er…

Meloni, Fratelli, Vilimsky, Rosenkranz und Südtirol

Während die erzkon­ser­v­a­tive katholis­che Südtirol­er Tageszeitung „Dolomiten“ den „Fratel­li“ und Gior­gia Mel­oni schon die Abso­lu­tion erteilt hat, ver­steck­en heimis­che Medi­en ihre stille Genug­tu­ung über den Wahlsieg der Recht­sex­tremen in Ital­ien hin­ter der ver­lo­ge­nen Beruhi­gungspille „Mitte-Rechts-Bünd­nis“. Bei den blauen Recht­sex­tremen schreiben Har­ald Vil­im­sky, Wal­ter Rosenkranz & Co in ihrem Jubel über Mel­oni & Co Südtirol neuer­lich ab, während die alten recht­en Reck­en vor Mel­oni verge­blich war­nen. Weit­er…