„Stoppt die Rechten“ bietet das größte kostenlos zugängliche Online-Archiv Österreichs zum Thema „Rechtsextremismus“.

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Korneuburg/Langenzersdorf: Hakenkreuze aufgemalt

Am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de ver­ur­sach­ten Jugend­li­che mit Sach­be­schä­di­gun­gen durch NS-Schmie­re­rei­en in Kor­neu­burg und Lan­gen­zers­dorf einen Scha­den von mehr als 20.000 Euro. Eini­ge Urhe­ber konn­ten geschnappt wer­den. (NÖN)

Mödling: Rechtsextreme Schmierereien

Skan­da­lö­ses Vor­ge­hen von bis­lang Unbe­kann­ten rund um den Kir­chen­platz: Hei­li­gen­fi­gu­ren wur­den mit Paro­len beschmiert, ein Stein sogar mit Haken­kreu­zen und einem „Heil Hit­ler!“ ver­se­hen. (NÖ SÜD Bezirksjournal)

Perg/Steyregg: Kampf gegen rechtsextreme Szene

Mit­glied des Maut­hau­sen Komi­tees aus dem Bezirk doku­men­tiert Auf­kle­ber-Aktio­nen von Rechts­extre­men. „Frei­spruch für Hon­sik“, „Mei­nungs­frei­heit statt Ver­bots­ge­setz“. Rechts­extre­me Grup­pen machen mit Auf­kle­bern auf ihr Gedan­ken­gut auf­merk­sam. (Bezirks Rund­schau Urfahr)

Steiermark: Nazi im Internet und auf der Haut

Ein Wein­bau-Schü­ler (17) muss­te sich ges­tern wegen Wie­der­be­tä­ti­gung vor Gericht ver­ant­wor­ten. Der Bur­sche kas­sier­te eine ein­jäh­ri­ge beding­te Haftstrafe.

Bereits in der Haupt­schu­le begann der Jugend­li­che, sich für die Neo­na­zi­sze­ne zu inter­es­sie­ren und ver­kehr­te in ein­schlä­gi­gen Krei­sen. Sei­ne Gesin­nung ließ er sich auf die Haut täto­wie­ren und bei sei­nen Schul­kol­le­gen und im Inter­net betä­tig­te er sich wie­der. Ein Mit­schü­ler fand die Akti­vi­tä­ten des Ange­klag­ten „nicht mehr lus­tig“ und mel­de­te es einem Leh­rer. Die Behör­den wur­den ein­ge­schal­tet, die Unter­su­chun­gen ende­ten in einer Ankla­ge nach dem Ver­bots­ge­setz. (Öster­reich, Klei­ne Zeitung)

Freistadt: Nach Vorglühen Nazi-Parolen

Vier jun­ge , schon wegen ande­rer Delik­te vor­be­straf­te Frei­städ­ter wur­den wegen Wie­der­be­tä­ti­gung verurteilt.

Das Quar­tett, das sich schon zuhau­se ange­trun­ken und mit Nazi-Lie­dern ein­ge­stimmt hat­te, ging in „sze­ne­ty­pi­scher Klei­dung“ in Loka­le, demons­trier­te dort den Hit­ler­gruss und brüll­te Paro­len: „Kana­cke ver­re­cke, du bist Abschaum und Dreck“ und „Wir sind natio­na­le Sozia­lis­ten! Schwu­le, Juden und Kom­mu­nis­ten ste­hen auf unse­ren Lis­ten“. Die Bur­schen, wegen Raub, Kör­per­ver­let­zung, Sach­be­schä­di­gung und Dro­gen­de­lik­ten schon vor­be­straft, erhiel­ten Zusatz­stra­fen zwi­schen 2 und 12 Mona­ten. (Bezirks Rund­schau Frei­stadt, ooe.orf.at, krone)

Eisenstadt: Rechtsradikale Schmierereien

Sprü­che wie „Tür­ken raus“ waren an der hin­te­ren Wand der Haupt­schu­le Rosen­tal und im Ein­gangs­be­reich der Poly­tech­ni­schen Schu­le zu lesen. „Ich habe kei­ne Ver­mu­tung, wer das gewe­sen sein kann“, stellt Haupt­schul­di­rek­to­rin Anna Kar­ner fest. (BVZ Eisenstadt)

Wien: Neonazis drohen Prammer

Auf der Neo­na­zi-Sei­te „alpen-donau.info“ wer­den anläss­lich einer par­la­men­ta­ri­schen Enquete zu Frau­en­quo­ten wüs­te Dro­hun­gen gegen die Prä­si­den­tin des Natio­nal­rats und ande­re Frau­en aus­ge­sto­ßen: „Sol­che Wei­ber brau­chen ver­mut­lich eine tüch­ti­ge Tracht Prü­gel.“ (ORF)

Wiener Neustadt: Rechtsextreme Störaktionen

Die Pla­ka­te der Stadt­ge­mein­de Wie­ner Neu­stadt, die seit Mit­te Sep­tem­ber für Inte­gra­ti­on wer­ben, sind groß­räu­mig mit Paro­len wie „Inte­gra­ti­on ist Illu­si­on“ und „Rück­füh­rung ist mach­bar, Herr Nach­bar“ über­klebt wor­den. Hin­ter den Atio­nen wer­den Per­so­nen ver­mu­tet, die „Alpen-Donau“ bzw. der NVP nahestehen.

Linz (OÖ): Freisprüche und bedingte Strafe nach Hitlergruss bei FPÖ-Kundgebung

Im Fall von drei jun­gen Ober­ös­ter­rei­chern, die bei einer Wahl­kampf­ver­an­stal­tung der FPÖ in Linz im Vor­jahr die rech­te Hand zum Hit­ler­gruß erho­ben hat­ten und wegen des Ver­bre­chens der Wie­der­be­tä­ti­gung nach dem Ver­bots­ge­setz ange­klagt waren, hat sich das Geschwo­re­nen­ge­richt am Mon­tag für zwei Frei­sprü­che und eine beding­te Ver­ur­tei­lung zu sechs Mona­ten Haft in Linz ent­schie­den. Wei­ter…

Walbersdorf (Burgenland): Hakenkreuze an der Brücke

Vor kur­zem hat es auch Wal­bers­dorf „erwischt“: Nach­dem in Schat­ten­dorf und in Mat­ters­burg rechts­extre­mis­ti­sche Zei­chen auf­ge­taucht waren, wur­den auch im Mat­ters­bur­ger Orts­teil sol­che Sym­bo­le ent­deckt. Am Güter­weg zur Ver­län­ge­rung der Trift­gas­se befin­det sich eine Unter­füh­rung (ober­halb quert die Bur­gen­land-Schnell­stra­ße). Die­se Brü­cke wur­de in der Nacht von Sonn­tag auf Mon­tag, dem 14. Sep­tem­ber mit einem Haken­kreuz beschmiert. Wei­ters prang­ten dort Paro­len gegen Aus­län­der, gegen Tür­ken und „Jugos“. (BVZ Mattersburg )

Schrems: Nazi-Anschlag auf Asylheim: Hakenkreuz und Steinwurf

Die Beam­ten des Lan­des­am­tes für Ver­fas­sungs­schutz und Ter­ro­ris­mus­be­kämp­fung NÖ ermit­teln wegen eines Nazi-Anschlags auf das Flücht­lings­heim Schrems: In der Nacht auf den 20. Sep­tem­ber wur­de die Fas­sa­de des Hau­ses mit einem gros­sen Haken­kreuz beschmiert . Ein mit einem Haken­kreuz beschmier­ter Stein wur­de durch das Küchen­fens­ter gewor­fen. (NÖN, Gmünd­ner Zeitung)

Graz: Nazi-Schmierereien

Das Graf­fi­ti­un­we­sen hat in Graz mitt­ler­wei­le ein uner­träg­li­ches Aus­maß ange­nom­men. Die jüngs­te Pro­vo­ka­ti­on: Nazi-Schmie­re­rei­en auf de n Schil­der­denk­mal im Stadt­park. Und das nicht zum ers­ten Mal, so Stadt­rat Wolf­gang Ried­ler: „Wir haben natür­lich auch die­sen Fall sofort zur Anzei­ge gebracht.“ Das Denk­mal wur­de gereinigt.

Ulrichsberg (Kärnten) : Neonazi schlägerte

Bei einer von der FPÖ Kärn­ten am 20.9.09 ver­an­stal­te­ten Kranz­nie­der­le­gung am Ulrichs­berg tauch­ten auch die bekann­ten Neo­na­zis Gott­fried Küs­sel und Hans Jörg Schi­ma­nek jun. mit eini­gen weni­ger bekann­ten Neo­na­zis (auch aus der BRD) auf. FPÖ-Kärn­ten-Chef Harald Jan­nach beteu­er­te, Küs­sel nicht ein­ge­la­den zu haben. Einer der Neo­na­zis zet­tel­te prompt eine Schlä­ge­rei mit einem Gegen­de­mons­tran­ten an. (Kro­ne, Standard)

Klagenfurt: Klement (Ex-FPÖ) wegen Verhetzung verurteilt

Der ehe­ma­li­ge FPÖ-Abge­ord­ne­te Karl­heinz Kle­ment ist vom Lan­des­ge­richt Kla­gen­furt zu fünf Mona­ten beding­ter Frei­heits­stra­fe wegen Ver­het­zung ver­ur­teilt wor­den. Er hat­te auf sei­ner Web­site zwi­schen Okto­ber und Dezem­ber 2008 ver­het­zen­de, anti­se­mi­ti­sche Text­pas­sa­gen ver­öf­fent­licht. Kle­ment ver­ant­wor­te­te sich nicht schul­dig, gab aber zu, dass der Arti­kel auf sei­ne Anwei­sung hin auf der Web­site erschie­nen sei. Staats­an­walt­schaft und Ver­tei­di­gung berie­fen gegen das Straf­aus­mass aus gegen­sätz­li­chen Grün­den. (APA)

Wien: 20 Jahre Haft für brutalen Mord von Täter aus der Blood & Honour-Szene

Der 23-jäh­ri­ge Jür­gen Kasa­mas, der aus der Blood & Honour-Sze­ne kommt, wird für den bru­ta­len Mord an dem 52-jäh­ri­gen Albrecht M. zu 20 Jah­ren Haft ver­ur­teilt – das Urteil ist noch nicht recht­kräf­tig. Kasa­mas, für den ein Soli­da­ri­täts­kon­zert der rechts­extre­men Sze­ne in einem Gast­haus im 2. Wie­ner Gemein­de­be­zirk ver­an­stal­tet wor­den war, hat­te den Kopf von Albrecht M. regel­recht „zu Brei getre­ten“ (Öster­reich, 12.9.), sodass kei­ne Reani­ma­ti­on mehr mög­lich war. Wei­ter…