„Stoppt die Rechten“ bietet das größte kostenlos zugängliche Online-Archiv Österreichs zum Thema „Rechtsextremismus“.

Sollten Sie einen Vorfall melden oder uns Informationen schicken wollen, können Sie das über unser sicheres Kontaktformular (hier) oder via Mail ([email protected]) tun.

Mario A (NVP): Geläutert, aber zu schwach?

Am Lan­des­gericht Wiener Neustadt wurde am Mon­tag, 5.7.2010 der erste Prozesstag im Geschwore­nen­ver­fahren gegen Mario A. (21) wegen NS-Wieder­betä­ti­gung, Sachbeschädi­gung und ille­galem Waf­fenbe­sitz abge­hal­ten. Der Strafrah­men beträgt bis zu 10 Jahre Haft. Weit­er…

RFS: Immer auf dem rechten Weg bleiben!

Der Ring Frei­heitlich­er Stu­den­ten (RFS) reagierte sehr flott. Am Sam­stag, 3.7.2010 um 10h14 erschien die Presseaussendung, mit der sich die Kam­er­aden von Philipp K. dis­tanzierten. Weit­er…

Das FES-Projekt: „Was tun gegen rechtsextreme Demagogen?”

Das FES-Pro­jekt, eine „Auseinan­der­set­zung mit dem Recht­sex­trem­is­mus” in Deutsch­land, ist ein Beispiel wie aktiv gegen Recht­sex­trem­is­mus gehan­delt wer­den kann. Von der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Das Pro­jekt „Auseinan­der­set­zung mit dem Recht­sex­trem­is­mus” wird vom Forum Berlin der Friedrich-Ebert-Stiftung durchge­führt. Es beste­ht seit 2005 zusät­zlich zu den bish­eri­gen Aktiv­itäten der Stiftung zum The­ma Recht­sex­trem­is­mus und gliedert sich in vier Arbeit­slin­ien Weit­er…

Achtung: Österreichischer Nazi-Band-Export!

Auf dem Gelände des Gasthaus­es „Zum Jäger­wirt“ im nieder­bay­erischen Buch­hofen (Land­kreis Deggen­dorf) find­et am 3. Juli unter dem Mot­to „Day of Friend­ship“ eine deutsch-tschechis­che Neon­azi-Ver­anstal­tung statt. Aufge­spielt wird dabei nicht nur von den tschechis­chen Szene-Bands „Legion S“ und „Ortel“, son­dern auch von der öster­re­ichis­chen Kom­bo „Don­ner des Nor­dens“. Weit­er…

Franz Radl wieder einmal vor Gericht – ohne „alpen donau”!

Franz Radl, Recht­sex­trem­ist und ver­hin­dert­er Lokalpoli­tik­er aus der Steier­mark, musste sich heute, 29.6.2010, vor dem Lan­des­gericht Graz wegen übler Nachrede ver­ant­worten. Bei Radl waren bei ein­er Haus­durch­suchung Flug­blät­ter gefun­den wor­den, in denen er den Feld­bach­er Bürg­er­meis­ter der Spiel- und Alko­hol­sucht beschuldigt hatte.

Der Prozess selb­st dauerte „kaum mehr als fünf Minuten” (ORF — Steier­mark). Der Richter ver­fügte lediglich, dass die Flug­blät­ter und Plakate ver­nichtet wer­den müssen und ver­wies den Vor­wurf der Beschimp­fung und üblen Nachrede zurück an das Bezirksgericht.

Der Feld­bach­er Bürg­er­meis­ter Deutschmann, gegen den sich die Angriffe Radls richteten, gab vor Gericht an, dass er seit 2007 ver­fol­gt und bedro­ht werde: „Ich habe Angst um mich und meine Fam­i­lie.” Auf die Straße vor seinem Wohn­haus sei „Sau­jude” aufge­sprüht wor­den, er sei beschimpft („Türken­schwein”) und bedro­ht („Deine Zeit kommt!”) wor­den. Die Polizei habe ihm ger­at­en, auf sich aufzupassen.

Deutschmann erk­lärte vor Gericht, er kenne den Angeklagten Radl nicht per­sön­lich und habe ihn erst zwei Mal gese­hen: „Vor Gericht und in einem Lokal: Ich kam vom WC, da hat er mich fotografiert.”

Foto des Bürgermeisters was auf alpen-donau.info veröffentlicht wurde
veröf­fentlicht auf alpen-donau.info

Auf der Neon­azi-Web­site „alpen-donau” war zulet­zt am 10.5.2010 über den Prozess und die Vor­würfe gegen Radl berichtet wor­den. Dabei wur­den auch die het­zerischen Flug­blät­ter, deren Ver­nich­tung jet­zt vom Richter ange­ord­net wurde, im Fak­sim­i­le wiedergegeben. Radl wurde als der „Typus des ewig umtriebi­gen Nation­al­is­ten”, der „gegen die Ver­nich­tung unseres Volkes” kämpfe, beschrieben. Eigen­lob stinkt!

Inter­es­sant an den von „alpen-donau“ wiedergegebe­nen Flug­blät­tern ist, dass das eine mit einem „hc-man“-comic über das Aus­län­der­wahlrecht endet. Der Com­ic stammt tat­säch­lich aus der FPÖ-Sudelküche, sodass man eigentlich annehmen müsste, dass auch das anonyme Flug­blatt mit der FPÖ zu tun hat. Uns liegt jedoch kein Hin­weis dazu vor. Allerd­ings haben wir auch keine Erk­lärung gefun­den, in der sich die FPÖ von diesem Flug­blatt dis­tanzieren würde.

Bemerkenswert ist nicht nur, dass die bei Franz Radl gefun­de­nen Flug­blät­ter auf „alpen-donau“ wiedergegeben wur­den, auch das Foto, das den Bürg­er­meis­ter in dem Lokal zeigt und von dem dieser ver­mutet, dass es von Radl geschossen wurde (siehe oben), ist auf „alpen-donau“ zu finden.

Radl, der nicht wis­sen will, woher die Flug­blät­ter kom­men, stimmte im Prozess zu, dass sie einge­stampft wer­den. Er muss auch die Ver­hand­lungskosten tra­gen. Auf Radl wartet noch ein Ver­fahren wegen Ver­stoßes gegen das NS-Verbotsgesetz.

Wochenendarbeit für steirische Neonazis

Am Woch­enende 26./27.6. 2010 haben einige steirische Face­book-User ihre Pro­file verändert.

Aus­lös­er war die Schlägerei, die einige Neon­azis am 23.6. beim Pub­lic View­ing am Karmeliter­platz in Graz angezettelt und unter diversen ein­schlägi­gen Rufen mit ein­er Kör­per­ver­let­zung und ihrer Flucht been­det haben. Ein­er der ver­mut­lich Beteiligten, H.P.A., hat nach sein­er Aus­nüchterung seine Pin­nwand und seine Kon­tak­te vom Netz genommen.

Auf der Pin­nwand waren Sinnsprüche wie „Fußball und Gewalt!!!!!!” (21.Juni ) zu lesen oder der Hin­weis: „so jet­zt gehts dan ab zu meinen fre­un­den der Polizei! mal schaun was de wollen. und dan Eng­land zu sehen!” (18. Juni)

Nach der Schlägerei hat H.P.A. sein Inter­esse an Kom­mu­nika­tion und der Freude über den deutschen Sieg über Ghana schla­gar­tig ver­loren, obwohl er vor dem Match bzw. der Schlägerei noch gepin­nt hat­te: „Fußball Welt­meis­ter — es gibt nur einen — DEUTSCHLAND heißt er!!!!!!!!” (Di, 22.6.)

H.P.A. gehört zur recht­sex­tremen Hooli­gan-Szene um den GAK, und so wie er haben einige andere Recht­sex­treme aus der Szene das Woch­enende genutzt, um ein­mal zu arbeit­en: Kon­tak­te, Inter­essen („Gefällt mir!”-Listen) und die Pin­nwände wur­den gelöscht, die Face­book-Pro­file strahlen jet­zt in nack­ter Unschuld – vor der Strafver­fol­gung schützt das allerd­ings nicht!

Bücher zum Thema Rechtsextremismus

Bib­lio­thek von unten — Neueinkäufe

Recht­sex­trem. Sym­bole, Codes, Musik, Geset­ze, Organisationen.
Christa Bauer, Willi Mernyi; Ver­lag des Öster­re­ichis­chen Gew­erkschafts­bun­des, 2010. ISBN 9783703514333

Die Neue Rechte und der Neorassismus.
Ines Aften­berg­er; Graz­er Uni­ver­sitätsver­lag — Leykam — Karl-Franzens-Uni­ver­sität Graz, 2007. ISBN 9783701100880

Autonome Nation­al­is­ten. Die Mod­ernisierung neo­faschis­tis­ch­er Jugendkultur.
Jür­gen Peters, Christoph Schulze; Unrast, 2009. ISBN 9783897711013 Weit­er…

Kein Auftritt von „Kategorie C“ in Österreich!

Über­nom­men von: alpen-dodel.info

Pech für die Ver­anstal­terIn­nen des Konz­ertes der deutschen Band „Kat­e­gorie C“ in Öster­re­ich: Die Gruppe, die dem Hooli­gan-Milieu und der recht­sex­tremen bis neon­azis­tis­chen Szene sehr nahe ste­ht (…) sollte plangemäß gestern Abend in Hen­ndorf bei Salzburg auftreten. Ursprünglich war das Konz­ert bere­its für den 22. Mai im bayrischen Ruh­pold­ing geplant (…), dort wurde die Ver­anstal­tung aber auf gerichtlichem Wege ver­hin­dert (…). Nun entsch­ied man sich für Öster­re­ich, lange Zeit wurde als Ver­anstal­tung­sort auf der Band­home­page nur ver­laut­bart, dass es in der Nähe von Salzburg stat­tfind­en werde. Nach­dem schließlich öffentlich wurde, dass die Band in der im öffentlichen Besitz befind­lichen „Wallersee­halle“ in Hen­ndorf auftreten sollte, regte sich auch hier der Wider­stand, der zu ein­er bun­desweit­en Berichter­stat­tung führte. Der Salzburg­er Ver­fas­sungss­chutz hat­te hinge­gen kaum Prob­leme mit der Band: „In Deutsch­land war sie früher als rechts-ten­den­z­iös eingestuft. Das ist derzeit laut unseren deutschen Kol­le­gen allerd­ings nicht mehr der Fall. Wir wer­den uns im Vor­feld noch genau anschauen, was diese Leute aktuell spie­len“ (…). Einem (somit extrem unwahrschein­lichen) Ver­bot des Konz­ertes durch die Polizei kam dann eine Aufkündi­gung des Mietver­trages für die „Wallersee­halle“ durch die Gemeinde Hen­ndorf zuvor.

Weit­er­lesen

Polizei warnt Wirte vor Neonazi-Band

Die neon­azis­tis­che Band „Kat­e­gorie C“, die ihr Konz­ert in Salzburg absagen musste, will nun, nach eige­nen Angaben, in Oberöster­re­ich auftreten.

Die Exeku­tive warnt alle Wirte und Hal­len­be­treiber in Oberöster­re­ich vor dieser Band. Alois Lißl, der oberöster­re­ichis­che Sicher­heits­dirkek­tor gab an, dass die Wirte dazu aufgerufen wur­den, die Band nicht auftreten zu lassen. Weit­er…

Braune auf Facebook

In den sozialen Net­zw­erken von „Face­book“ bis „Youtube“ tum­meln sich auch Recht­sex­treme bzw. Neon­azis. Mehr als 13.000 Fans hat­te etwa die Gruppe „Kinder­schän­der – für Euch eröff­nen wir wieder Mau­thausen!!“, bevor sie von „Face­book“ geschlossen wurde. Weit­er…