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Anton, Berta, Cäsar: Buchstabieren wie die Nazis?

Einige Unbedarfte und viele Rechte werden sicher der Meinung sein, dass „wir“ – wer ist damit gemeint? – doch ganz andere Sorgen haben sollten. Ja eh, Klimakrise, Verteilungsfrage, Kapitalismus, Rechtsextremismus, Neonazis usw.! Das kann aber trotzdem nicht heißen, dass wir die Arisierung der Buchstabiertafel nicht rückgängig machen und bei der Gelegenheit vielleicht auch einige männliche durch weibliche Namen ersetzen sollten? Über die Buchstabiertafel und ihre braune Geschichte. (mehr …)

Wochenschau KW 3/20

Wer jemandem eine „frohe Reichskristallnacht“ wünscht und den 20. April als „Tag des Herrn“ bezeichnet, gehört vor ein Gericht. Und vor dem musste sich ein 24-Jähriger in Feldkirch verantworten. Manchmal lauter, manchmal stiller sterben nun immer mehr braun-rechtsextreme Medien, in den letzten Monaten durften wir uns gleich von drei verabschieden. Und verabschiedet hat sich im Burgenland gleich eine ganze Ortsgruppe aus der FPÖ.  (mehr …)

Die blauen DAÖ-JublerInnen bei Strache

Wer freut sich denn, dass Strache nach der Verkündigung seines Rückzugs aus der Politik nun, wenige Wochen später, als DAÖist in den Wiener Gemeinderatswahlkampf einsteigen will? Wer gibt Strache auf Facebook aufmunternde Likes und Kommentare? Ja, das sind einige (Noch?)-MandatsträgerInnen der FPÖ dabei, was den Blauen nicht so sehr gefallen dürfte. (mehr …)

Unterbergers Enthemmung – vom Presse-Chefredakteur zum rechten Online-Troll (Teil 2): Ein Wut-Blog und seine Freunde

In Teil 1 dieses Beitrags haben wir die nach rechtsextrem offene Ideologie von Unterberger anhand eines aktuellen Artikels von ihm veranschaulicht. Hier soll es um Stammautoren seines Blogs gehen und um Verbindungen zu verwandten Projekten. Unterbergers „Politisches Tagebuch“ gilt immerhin als der meistgelesene Internet-Blog des Landes. Das verleiht der Frage danach, welchen Personen und was für Inhalten er eine Plattform bietet, ein gewisses Gewicht. (mehr …)

Hakenkreuz: Ornament oder verbotenes Symbol?

In österreichischen Medien war’s kein Thema, aber in Deutschland weit über den Raum hinaus gehend, in dem der Rechtsreferendar – also Richteramtsanwärter – aufgetreten und beruflich tätig ist: Brian E. gilt als szenebekannt und wurde erstinstanzlich wegen Teilnahme an einer Neonazi-Randale in Leipzig-Connewitz verurteilt. Ein zweites mögliches Delikt, ein Verstoß gegen das Verbotsgesetz – Hakenkreuze und „Schwarze Sonne“ als Tattoo am Oberkörper – wurde in Wels behandelt. Die dortige Staatsanwaltschaft stellte die Ermittlungen gegen E. ein. Erstaunlich! (mehr …)

Die revisionistische Resolution

Die Resolution „Bedeutung des europäischen Geschichtsbewusstseins für die Zukunft Europas, die am 19. September 2019 mit breiter Mehrheit vom Europäischen Parlament beschlossen wurde, trägt zwar einen unverdächtigen Titel, hat es aber in sich. In Österreich ist es jetzt den Lagergemeinschaften Ravensbrück und Dachau zu verdanken, dass sie öffentlich wahrgenommen werden muss. Die beiden Lagergemeinschaften protestieren nämlich heftig gegen Inhalte dieser Resolution, die das Geschichtsbild über Nationalsozialismus und Faschismus massiv verändern würden. (mehr …)

Der rechtsextreme Martin, Cannabis und Krebs

Seit 2015 leidet der Martin (49) aus dem Pongau an einem aggressiven Prostatakrebs. Im Dezember wurde er vom Landesgericht Salzburg zu einem Jahr bedingter Haft verurteilt. Nicht, weil er sich in den vergangenen Jahren selbst als Nazi bezeichnet hat, als Identitärer aufgetreten ist, auch mit der neonazistischen Partei des Volkes und als Reichsheini bzw. Staatsverweigerer, sondern weil er Cannabis therapeutisch gegen seinen Tumor angewendet hat. In Zäpfchenform! Was ist da los? (mehr …)

Wochenschau KW 51-52/19 und 1-2/20

Wir blicken auf die letzten vier Wochen zurück, und da ging’s ganz schön heftig zu: Wiederbetätigung, Verhetzung, Hass-Kampagnen, NS-Beschmierungen – auch in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen – und schließlich die Turbulenzen innerhalb der FPÖ mit der nun öffentlich gemachten Kandidatur von Heinz-Christian Strache für DAÖ und den ersten ÜberläuferInnen. (mehr …)

Unterbergers Enthemmung – vom Presse-Chefredakteur zum rechten Online-Troll (Teil 1): Völkischer Antifeminismus

Anfang des Jahres 2019 gratuliert Rainer Novak, Chefredakteur der Presse, seinem Vorgänger in einem Artikel zu dessen 70. Geburtstag. Darin bezeichnet Nowak ihn als den „publizistische[n] Bannerträger der Rechtskonservativen Österreichs“ und wünscht sich, dass Unterberger „hoffentlich noch lang nicht an die publizistische Pension“ denke. Er meint damit Unterbergers Blog „Politisches Tagebuch“. Die pathetische Würdigung verharmlost einen rechten Agitator, dessen Erzeugnisse regelmäßig fließende Übergänge zu handfestem Rechtsextremismus aufweisen. (mehr …)

Zwei raus, einer rein: Alles neu bei der FPÖ?

In regelmäßigen Zyklen erzählt irgendjemand aus der FPÖ, sie werde sich erneuern – immer nach Zerwürfnissen und groben Skandalen. Auch Norbert Hofer will seiner Partei einen neuen Anstrich geben. Ein erstes Zeichen: die Demontage der beiden Generalsekretäre Vilimsky und Hafenecker und die Installation von Michael Schnedlitz. Doch der ist höchstens personell neu, in seinem Denken aber so Uralt-FPÖ, wie man eben sein kann, wenn mann seit ewigen Zeiten Funktionär dieser Partei ist. (mehr …)