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Hubert Keyl – ein Opfer? (Teil 2)

Was in der Vergangenheit zum Bruch mit der Wiener Burschenschaft Albia geführt hat („dimissio in perpetuum“, Trennung auf Dauer), wissen wir nur ungefähr – was zur Entscheidung seiner nächsten Burschenschaft „Silesia“, dem unehrenhaften Ausschluss‚ geführt hat, das können wir einigermaßen rekonstruieren. Nachdem Hubert Keyl sich selbst (und mit ihm die FPÖ) und seine Familie als Opfer einer Hetzjagd inszenieren will, ist Aufklärung geboten. (mehr …)

Hubert Keyl – ein Opfer? (Teil 1)

Bei den Burschenschaften gibt es keine größere Strafe als die „dimissio cum infamia“, die Entlassung in Schimpf und Schande. Für eine Nominierung zum Richter beim Bundesverwaltungsgericht reicht es anscheinend trotzdem. Hubert Keyl wurde 2010 von der Wiener Burschenschaft Silesia „cum infamia“ verjagt. Da stellen sich schon einige Fragen, auch wenn Keyl jetzt seine Bewerbung selbst zurückgezogen hat. (mehr …)

Who the fuck is Reinhard Bösch? (Teil 1)

Keine zwei Wochen ist es her, dass der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Reinhard Bösch in Nordafrika Raum in Besitz nehmen wollte und zwar mit militärischen Mitteln. Das brachte ihm viel Kritik und Rücktrittsaufforderungen ein, passiert ist aber weiter nichts. Inzwischen ist die Aufregung wieder verebbt. Doch wer ist der – trotz seiner lang andauernden politischen Karriere – bislang weitgehend unbekannte blaue Politiker? Wir haben recherchiert. Teil 1: Reinhard Bösch und die Eurofighter. (mehr …)

Die feigen Gestalten da oben

Wenn Strache selbst reimen muss und nicht den Kickl dafür nutzen kann, dann klappt’s nicht. Aber nicht nur aus diesem Grund sollte er das Spottgedicht, das Theodor Körner zugeschrieben wird, endlich von seiner Facebook-Seite entfernen und alle Fans, die von ihm oder aus anderen Quellen die Reime geteilt haben, warnen: Achtung, die Verse stammen nicht vom Dichter Theodor Körner, sondern von einem Neonazi. Außerdem sitzt Strache selbst jetzt oben! (mehr …)

FPÖ-Parlamentsklub wegen Hasskommentars auf Straches FB-Seite verurteilt

Mit einer Niederlage vor dem Oberlandesgericht Wien ging am 30. August ein Prozess zu Ende, den der ehemalige Grüne Nationalratsabgeordnete Harald Walser gegen den Freiheitlichen Parlamentsklub geführt hatte. Auslöser war ein beleidigender Kommentar, den ein bis dorthin bereits sattsam bekannter Hetzer am 25.7.2016 auf Straches Facebook-Seite hinterlassen hatte. Die Weigerung des FPÖ-Klubs, den Kommentar trotz Aufforderung zu löschen, brachte dem Klub als Medieninhaber schließlich die Klage und einen Schuldspruch vor Gericht ein. (mehr …)

Die blaue Parteilose – Grundlegendes zu Außenministerin Karin Kneissl (Teil 2)

Dass die von der FPÖ als Parteifreie ins Außenministerium nominierte Karin Kneissl bestens zur blauen Ideologie passt, zeigt bereits Teil 1 unserer Recherche: pro Putin und ein Geschlechterbild, das sich an Thesen und Einstellungen des 19. Jahrhunderts orientiert. Eine Erklärung des Weltgeschehens, die auf Revierkämpfe von testosterongesteuerten Männern zusammengestutzt wird und Frauen endlich wieder jene Rolle zuweist, die eine patriachalgeprägte Weltsicht für sie vorgesehen hat: Mutter und Ernährerin. Aber auch in anderen Punkten passt Kneissl formidabel zur FPÖ, wie hier ausgeführt wird. (mehr …)

Wochenschau KW 36

Es ist inzwischen schon sehr zeitaufwändig, jene Ereignisse und Aktivitäten aufzulisten, die sich im rechtsextremen Segment innerhalb nur einer Woche abspielen und über die wir nicht in gesonderten Beiträgen berichten. Neben Prozessen – in der letzten Woche u.a. wegen Wiederbetätigung in Wiener Neustadt und wegen Hetzpostings gegen den Tullner Bürgermeister – erleben wir immer häufiger unverhohlene Äußerungen durch Mitglieder der FPÖ bzw. aus ihrem Dunstkreis. Das geht beinahe im Tagesrhythmus von unteren Ebenen in diversen Gemeinden bis in die Regierungsebene hinein. Relativ wenig Aufsehen machte die Gründung der rechtsextremen Bürgerwehr „Steirische Wacht“ im benachbarten Slowenien. Man stelle sich nur vor, wenn sich hier Personen mit muslimischem Hintergrund zusammengerottet hätten. Strache, Kickl und Kunasek würden vermutlich den Notstand ausrufen und Tausendschaften an die Grenze beordern. (mehr …)

Die blaue Parteilose – Grundlegendes zu Außenministerin Karin Kneissl (Teil 1)

Karin Kneissl, die von der FPÖ ins Außenamt gehievte „Expertin“, ist vielleicht parteilos im Sinne der Mitgliedschaft bei einer Partei, ihre davor geäußerten Positionen passen jedoch wie die Faust aufs blaue Auge der FPÖ. Wir haben von ihr ältere Publikationen gelesen und wissen nun, dass wir „Primaten unter Primaten“ sind, deren testosterongesteuerte Hälfte quasi dem natürlichen Drang nachgebend doch nur Reviere verteidigt. Ja, darauf fußend könnte die Heiratsdiplomatie mit dem Knicks vorm russischen Autokraten doch plötzlich wieder Sinn machen. (mehr …)

Medienschnipsel (III): Kehlmann, Kneissl, Kunasek & Ropac

Der Sommer neigt sich seinem Ende zu, damit auch die Sommerinterviews und in der Folge auch die Medienschnipsel davon. Der Schriftsteller Daniel Kehlmann, dessen Stück „Die Reise der Verlorenen“ am Theater in der Josefstadt am 6.9. uraufgeführt wird, hat sich deutlich zur politischen Entwicklung in Europa und Österreich geäußert, auch der Galerist Thaddäus Ropac – während Außenministerin Kneissl kaum etwas wissen will über die persönlichen Freunde von Strache, Orbán und Salvini. Der Verteidigungsminister ist dann der (oder das) Allerletzte. (mehr …)

Goldegg (Salzburg): Deserteursdenkmal und Gedenktafeln geschändet

Die kleine Pongauer Gemeinde plagt sich schon seit dem Ende der NS-Ära mit ihrem besonderen Nazi-Erbe, der Verhaftung, Folterung und Ermordung junger Menschen im Juli 1944 durch NS-Truppenverbände – und genau jetzt, wo ein Fortschritt in der Aufarbeitung der verdrängten und verzerrten Nazi-Vergangenheit sichtbar wird, versuchten bisher unbekannte Täter diese Vergangenheit wieder zu verschmieren. (mehr …)