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Blaue Spesenritter (Teil 6): Die Einzelfälle haben System

Wir wollen es nicht übertreiben, aber die Fortsetzungsgeschichte „Blaue Spesenritter“ hat das Zeug zu einer fast unendlichen Geschichte. Es gibt nämlich nicht bloß die blauen Spesenkaiser, die mit einigem Geschick und jedenfalls großer Kaltschnäuzigkeit immer wieder neue Spesentöpfe geöffnet, sondern auch viele einfache blaue Spesenritter, die zumindest einmal kräftig abkassiert haben. Die zahlreichen Speseneinzelfälle haben in der FPÖ System. Deshalb hier einige ausgewählte weitere Einzelfälle und Erklärungsversuche. (mehr …)

Wochenschau KW 45/19

Zwei Prozesse wegen Wiederbetätigung in Kärnten und eine Fehde im rechten Lager Burgenlands sind Inhalt unseres Rückblicks auf die vergangene Woche. Der Weiterentwicklung der Geschichte rund um den wegen des Verdachts auf Missbrauch seiner Schwester schwer belasteten Burschenschafter werden wir gesonderte Beiträge widmen, denn da ist nun einiges im Rollen, und das wird uns ins Neonazi-Milieu führen. (mehr …)

Die schweigsamen Germanen in Wien

Germanen gibt es viele unter den Burschenschaften in Österreich. Damit geht nicht nur das Bekenntnis zum „deutschen Volkstum“ einher, das sie alle auf den Lippen tragen, sondern auch – sehr häufig – auch die Verwendung der reichsdeutschen Farben in der Verbindung. Oder auch – nicht ganz so häufig – der Name der Verbindung: „Germania“. Die gibt es als akademische Burschenschaften in Graz (Germania und Marko-Germania) und als pennale Verbindungen in Wiener Neustadt, Ried, Wien, Dornbirn, Mistelbach und Pinkafeld (FPÖ Hofers Marko-Germania). Es ist wohl kein Zufall, dass die pennalen Germanen besonders auffällig sind. Ein Porträt der pennalen Burschenschaft Germania in Wien, eine jener Germanen-Verbindung, über die wir noch wenig berichtet haben. (mehr …)

Blaue Spesenritter (Teil 5): Der Ofenrohrbeobachter

Haider ist für ihn wohl unerreichbar – beim Ausschöpfen von Spesentöpfen. Aber möglicherweise wissen wir noch nicht alles über Straches Spesentöpfe. Nach seiner Kür zum Parteiobmann einer heruntergewirtschafteten und gespaltenen FPÖ 2005 ließ Strache die Spesenregelungen seiner VorgängerInnen überprüfen und fand allerhand: Spesengelder für die Privatwohnungen der FPÖ-Spitzen, für teure Handtaschen, Kleidung, Autos, Nobellokale. Es dauerte nicht lange, bis danach das erste Dossier über den teuren Lifestyle des HC Strache auftauchte. (mehr …)

Die Gratulanten von der Cheruskia Graz

Zum 125. Geburtstag („Stiftungsfest“ heißt das bei den Burschis) erhielt das pennale Corps Austria in Knittelfeld von der Cheruskia Graz 50 bis 70 Exemplare – so der FPÖ-Abgeordnete Wolfgang Zanger – des mittlerweile bekannten Liederbuchs mit den braunen, antisemitischen, rassistischen und sexistischen Liedchen. Da hat sich jemand heftig angestrengt mit der Auswahl. Natürlich auch mit der Auflage, die sicher ausgereicht hat, damit wirklich jeder lebende Knittelfelder Pennäler ein Exemplar erhält. Nur Andreas Mölzer nicht, aber der kennt ja den Inhalt trotzdem. Aber wer kennt die Gratulanten von der Cheruskia? (mehr …)

Was bedeutet eigentlich „mölzern“?

Aus dem Kreis unserer LeserInnen erreichte uns in den letzten Tagen eine Anfrage, der wir hier gerne nachgehen. Brunhilde N. aus Kärnten will wissen, welche Bewandtnis es mit dem Wort „mölzern“ habe, ob es sich dabei nur um eine unrichtige Abwandlung des Eigennamen „Mölzer“ handle oder ob denn eine andere Bedeutung dahinter stehe. In aller Kürze, liebe Brunhilde: Es handelt sich um eine Verbform (für Dich: Tätigkeitsform), die tatsächlich nach Mölzer, konkret: Andreas Mölzer, benannt wurde, die das kaum wahrnehmbare Entsorgen von braunen Problemen durch ihr andauerndes Zerreden beschreiben soll. (mehr …)

Wochenschau KW 44/19

Die letzte Woche hat wieder viel aus der in Österreich auftretenden Bandbreite an rechtsextremistischen Vorkommnissen geboten: die nunmehr dritte Liederbuchaffäre und eine stetig mauernde FPÖ, eine Reihe von Wiederbetätigungsprozessen mit unterschiedlichen Ausgängen, Vandalismus und Schmierereien. Aber es gibt auch eine gute Nachricht: Das antisemitische Magazin „alles roger?“ wurde eingestellt. (mehr …)

Best of mausgerutscht (Teil 1): AfD-Ausrutscher

Wir wissen nicht, wer da von wem lernt, wenn es um Erklärungen bzw. Ausreden für strafbare Delikte insbesondere im digitalen Bereich geht: die Unbekannteren von den Bekannten, die durch die Medien gehen oder auch umgekehrt. Der Klassiker: Der Computer, das Handy sei durch eine andere Person genützt worden oder der Account wurde gehackt. Das ist zwar schon etwas abgenutzt, aber dennoch sehr beliebt. Da geht durchaus kreativer, wenn wir schauen, wie übel insbesondere rechtsextremen PolitikerInnen von der Technik und ihren Auswüchsen bereits mitgespielt wurde. Hier ein Best of „mausgerutscht“, Teil 1 aus dem Mutterland von „mausgerutscht“, aus Deutschland. (mehr …)

Blaue Spesenritter (Teil 4): Der Spesenkaiser Jörg Haider

Auch wenn oder gerade weil Belege aus der Buchhaltung der FPÖ verschwunden sind: Sicher ist, dass Jörg Haider, Bundesparteiobmann der FPÖ bis 2000 und mit einer satten Spesenpauschale von rund 360.000 Euro (damals 5 Millionen ATS) von den Parteigremien ausgestattet, der ungekrönte Spesenkaiser der FPÖ ist. Da kommt vermutlich auch Strache samt den Zahlungen der Partei für Philippa und das traute Heim nicht drüber. Dabei war doch gerade Haider ein Vorkämpfer für klare Einkommens- und Spesenbegrenzung, oder? (mehr …)