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Kategorie: Termine

Podiumsdiskussion im Rahmen des Projekts „Hochschulen in der NS-Zeit”

18.1.2013, um 19:00 Uhr
Uni­ver­sität für Musik und darstel­lende Kun­st Wien, Fan­ny Hensel-Mendelssohn-Saal, Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien

Das Pro­jekt „Hochschulen in der NS Zeit” ver­sucht Studieren­den die
Möglichkeit zu geben die Geschichte der eige­nen, aber auch anderer
Uni­ver­sitäten, zu erforschen. Seit Herb­st 2012 arbeit­en an mehreren
Uni­ver­sitäten Sem­i­nar­grup­pen an der Aufar­beitung einzel­ner Themen,
um sie schlussendlich in ein­er gemein­samen Pub­lika­tion zu
veröffentlichen.

Am Podi­um disku­tieren dazu:

Eva Blim­linger, Rek­torin Akademie der Bilden­den Künste
Oliv­er Rathkolb, Vor­stand Insti­tut für Zeit­geschichte Uni Wien
Nina Horaczek, Jour­nal­istin und Autorin
Mod­er­a­tion: Tan­ja Malle, Ö1

VertreterIn­nen der Medi­en sind her­zlich eingeladen!
Um Anmel­dung unter [email protected] wird gebeten.

Was wusste „Mann” 1938 bis 1945

Do, 10. Jan­u­ar 2013, 18:30 – 20:00
Jüdis­ches Insti­tut für Erwach­se­nen­bil­dung, Prater­stern 1, 1020 Wien

Nation­al­sozial­is­ten, Oppur­tunis­ten, poli­tisch und ras­sisch Ver­fol­gte in Wien — eine Spuren­suche im Tage­buch von Hein­rich Wild­ner Kursleitung: Hofrätin Dr. Gertrude Ender­le-Bur­cel Hein­rich Wild­ner, Spitzendiplo­mat der Ersten und Zweit­en Repub­lik, führte über Jahrzehnte ein oft sehr per­sön­lich gestal­tetes Tage­buch. Für den Vor­trag wer­den Textpas­sagen aus den Aufze­ich­nun­gen der Jahre 1938 bis 1945 aus­gewählt, die das Ver­hal­ten sein­er ehe­ma­li­gen Kol­le­gen zwis­chen Anbiederung und Ver­haf­tung eben­so zeigen, wie seinen Wis­sens­stand über das Schick­sal von jüdis­chen Bürg­ern, sowie über Enteig­nun­gen ras­sisch und poli­tisch Ver­fol­gter. Die aus­gewählten Tage­buchein­tra­gun­gen zeich­nen damit auch ein aus­geze­ich­netes Bild der all­ge­meinen Stim­mung im Wien der Nazizeit. 

Theater: Die Comedian Harmonists

So, 30. Dezem­ber, 19:30 – 21:30
Volk­sthe­ater, Neustiftg.1, 1070 Wien

In den Dreißiger­jahren des vorigen Jahrhun­derts eroberten sie ihr Pub­likum im Sturm. Par­o­dis­tisch, witzig, flott, rhyth­misch und präzise war ihr unver­wech­sel­bar­er Stil. Lieder wie „Mein klein­er grün­er Kak­tus” oder „Ein Fre­und, ein guter Fre­und” wur­den Weltschlager. Unver­schämt gut ausse­hend waren die Inter­pre­ten, ihre weib­lichen Fans lagen ihnen zu Füßen, wenn sie „Liebling, mein Herz lässt dich grüßen” anstimmten: die Come­di­an Har­monists. Mit der Machtüber­nahme der Nazis wurde jedoch plöt­zlich die Frage nach der „ras­sis­chen Zuge­hörigkeit” rel­e­vant. Und da drei der sechs Mit­glieder Juden bzw. „Nichtari­er” waren, wurde der Kar­riere der Come­di­an Har­monists auf dem Gipfel ihres Ruhms ein jäh­es Ende bereitet … 

Vortrag „Es muss was g´schehn´…!” Ziviler Widerstand im nationalsozialistischen Österreich

Di, 18. Dezem­ber, 18:30 – 20:00
Jüdis­ches Insti­tut für Erwach­se­nen­bil­dung, Prater­stern 1, 1020 Wien

Am Beispiel ein­er helden­haft-couragierten Wiener­in soll gezeigt wer­den, wie groß der Spiel­raum des zivilen Wider­standes im nation­al­sozial­is­tis­chen Öster­re­ich sein kon­nte. Anhand der weit­ge­hend erhal­te­nen Aus­sagen Anny Wödls vor dem Volks­gericht in Wien im Jahre 1946 wird der Mut ein­er bloß aus einem gesun­den Selb­stver­ständ­nis her­aus agieren­den Frau aufgezeigt. Einge­bet­tet in die NS-Geschichte des „Stein­hofes“ bringt der Vortag die dunkel­ste Seite der Medi­zin während dieser Jahre an den Tag. 

Vortrag: Macht vor Ort

Mo, 17. Dezem­ber, 18:00 – 19:30
IFK, Reich­sratsstraße 17, 1010 Wien

Anhand von Dossiers, die lokale Stellen des Reich­snähr­standes zu sämtlichen BesitzerIn­nen land­wirtschaftlich nutzbar­er Flächen anlegten, behan­delt Ulrich Schwarz Fra­gen nach Macht­beziehun­gen in ländlichen Gemeinden 

Vortrag und Diskussion Österreichische Erinnerungspolitik

Mi, 12. Dezem­ber, 19:00 – 20:30
Depot, Bre­ite Gasse 3, 1070 Wien

Die Auseinan­der­set­zung des offiziellen Öster­re­ich mit sein­er NS-Geschichte wan­delte sich in den let­zten 20 Jahren, der soge­nan­nte ‚Opfermythos‘ wich ein­er dif­feren­ziert­eren Posi­tion­ierung. Für diese Entwick­lung war der ehe­ma­lige Bun­deskan­zlers Franz Vran­itzky von Bedeu­tung. In den Reden vor dem öster­re­ichis­chen Nation­al­rat und der israelis­chen Knes­set ging er expliz­it auf die öster­re­ichis­che Mitver­ant­wor­tung ein. Franz Vran­itzky, öster­re­ichis­ch­er Bun­deskan­zler 1986 – 1997. In Koop­er­a­tion mit GEDENKDIENST 

RECHTSPOPULISMUS IN EUROPA: Buchpräsentation

Ter­min: Mo. 10.12.2012 (Int. Tag der Menschenrechte)
Ort: Mat­ters­burg, Die Stub´n am Haupt­platz, Bad Sauer­brunn, www.die-stubn.at
Beginn: 19:00.

Ganz Europa sieht sich mit erstark­enden poli­tis­chen Grup­pierun­gen kon­fron­tiert, die für sich beanspruchen im Namen “des Volkes” zu sprechen. Diese pop­ulis­tis­chen Parteien denun­zieren die anderen als elitär und greifen kul­turelle, eth­nis­che und religiöse Min­der­heit­en an. Grund­la­gen des Zusam­men­lebens wie Respekt und Tol­er­anz, Frei­heit und Vielfalt wer­den in Frage gestellt.

Grüne Bil­dungswerk­statt & Grüne Wirtschaft Bur­gen­land laden zur Diskus­sion mit:

  • Ger­hard Schu­mach­er (Unternehmens­ber­ater, Experte für Cor­po­rate Finance, Lan­dessprech­er Grüne Wirtschaft Burgenland)
  • Karl Öllinger (Abge­ord­neter der Grü­nen im Nation­al­rat, Sozialsprecher)
  • Zoltán Zarándy (Grüne Ungarn, LMP Budapest, Com­mit­tee for Education)
  • Im Fokus: Wirtschaftliche & soziale Auswirkun­gen des Recht­spop­ulis­mus in Ungarn.

    Ein­tritt frei, für einen kleinen Imbiss ist gesorgt.

    Antisemitismus und Ethnonationalismus in Ungarn

    5. Dezem­ber 19.00 Hör­saal D, Cam­pus AAKH. Wien

    Über Hin­ter­gründe und die aktuelle Sit­u­a­tion in Ungarn.

    Mit Herib­ert Schiedl und Mag­dale­na Marsovszky

    Nach dem Erlan­gen der absoluten Mehrheit bei den Par­la­mentswahlen 2010 durch die Fidesz-MPSZ kam es in Ungarn zu einem erneuten Auf­schwung des his­torischen Eth­nona­tion­al­is­mus’ und Antisemitismus’.
    Mit Unter­stützung der offen recht­sex­tremen Partei Job­bik und unter Gle­ich­schal­tung der Medi­en, gelang es der Fidesz-MPSZ völkisch-nation­al­is­tis­che Ideen, Blut und Boden Ide­olo­gie und den daraus resul­tieren­den Anti­semitismus fest in der ungarischen Mehrheits­bevölkerung zu ver­ankern. So trifft der Anti­semitismus in Ungarn schon lange nicht mehr „nur“ Men­schen jüdis­chen Glaubens, son­dern alle unlieb­samen Per­so­n­en, die eine „Gefahr für den Volk­skör­p­er“ darstellen kön­nten und schlägt sich in Het­ze gegen Linkslib­erale, Intellek­tuelle, Proeu­ropäis­che, Gegner_innen der Fidesz-MPSZ Regierung und selb­stver­ständlich Jüdin­nen und Juden nieder.

    Kri­tik, die Per­so­n­en außer­halb Ungar­ns äußern, wird als „Angriff auf die Nation“ gew­ertet und somit entkräftet, Anti­semitismus-Vor­würfe inner­halb Ungar­ns wer­den als „Hyper­sen­si­bil­ität“ abgeschrieben. Im Zuge dieser kon­ser­v­a­tiv­en Ide­olo­gie kommt es nun zu Auss­chre­itun­gen gegenüber Roma-Dör­fern, der Errich­tung von staatlich finanzierten Mil­itär­camps für Jugendliche und der Wiedere­in­führung von Sym­bo­l­ik und Rhetorik aus der Zeit des recht­sautoritären Reichsver­weser’ und Hitlerver­bün­de­ten Hor­thy. Ideen, die den öster­re­ichis­chen Frei­heitlichen zu gefall­en scheinen, so wün­schte der FPÖ-NRAbg. Johannes Hüb­n­er beim Wahlkamp­fauf­takt 2010 der Job­bik-Partei „viel Erfolg bei ihrer Arbeit und den Wahlen“. 

    Zur Konstruktion antimuslimischer Fremdbilder

    06.12.12
    Beginn: 19.30
    Uni Wien, NIG HS3

    Zur Kon­struk­tion antimus­lim­is­ch­er Fremdbilder
    Imag­i­na­tio­nen des Untergangs

    Vor­trag von Cari­na Klammer

    Während in Deutsch­land und Öster­re­ich ab den 1960er Jahren das religiöse Beken­nt­nis der soge­nan­nte „Gas­tar­beit­er“ kaum zur Ken­nt­nis genom­men wurde, artikulieren sich nation­al­is­tis­che und ras­sis­tis­che Anrufun­gen seit ger­aumer Zeit ver­stärkt anhand ein­er pos­tulierten „Kul­turfremd­heit“ des Islams. Vor allem die organ­isierte extreme Rechte ver­sucht unter dem Stich­wort der „Islamisierung Europas“ Gehör im öffentlichen Diskurs zu find­en. Die Ref­erenz auf ein „christlich­es Abend­land“ – und damit ein­herge­hende Schlag­wörter wie Frei­heit, Demokratie, Men­schen- und Frauen­rechte, sowie Aufk­lärung im All­ge­meinen – trägt nicht nur zu ein­er Ent­gren­zun­gen der Pro­gram­matik der extremen Recht­en bei. Eine damit ein­herge­hende Rhetorik des Unter­gangs bekräftigt, angesichts des pos­tulierten Außen­fein­des, neue Agi­ta­tions­for­men und europaüber­greifende Zusam­men­schlüssen der extremen Recht­en. Vor allem Grade der Indif­ferenz oder Affinität dem Islam gegenüber, sowie der gle­ichzeit­ige Fortbe­stand von tradierten Feind­bildern (wie jen­em des Anti­semitismus) bleiben bei den gegen­wär­ti­gen „Islamophobie“-Debatten jedoch gerne unter­beleuchtet. Am Beispiel der FPÖ soll dies näher erläutert werden.

    Cari­na Klam­mer ist Sozi­olo­gin mit den Schw­er­punk­ten extreme Rechte und Geschlechterforschung.