Burschi-Ball-Besucher Kevin mit Hitlerbild

Kevin Hauer hatte beim Burschi-Ball – pardon: Akademikerball der FPÖ – einen großen Auftritt als internationaler Gast. Mangels vorzeigbarer rechtsextremer Promis geriet Kevin als stellvertretender Vorsitzender von Pro NRW so in die erste Reihe. Mit Pro NRW pflegt die FPÖ intensive Beziehungen. Jetzt ist Kevin mit einer Strafanzeige konfrontiert – Fotos zeigen ihn mit Hitlergruß und Hitlerbild.

Nicht, dass man es nicht ahnen hätte können! Kevin Hauer ist ja nicht zum ersten Mal durch seine intensive Beziehung zu braunem Dreck aufgefallen. Als Kevin 2013 beim Burschi-Ball auftauchte und danach stolz von seinen Gesprächen „mit Landes- und Bundespolitikern, Mandatsträgern und freiheitlichen Publizisten“ und über seine „persönliche Einladung“ durch Martin Graf berichtete, haben wir ihm ein kleines Porträt gewidmet.

Immerhin durfte Kevin Hauer, der als Burschenschafter der Bonner Raczeks ohnehin einschlägig punziert ist, schon damals – gerichtlich bestätigt – ein „alter Nazi“ genannt werden. Ob das seine Qualifikation für den Burschi-Ball war?

Seit kurzem gibt es neues Material zu Kevin. Im Internet kursieren zwei Fotos, die den Burschenschafter und FPÖ-Ball-Besucher in Posen zeigen, die in Österreich unter die Bestimmungen des NS-Verbotsgesetzes fallen würden. In Deutschland ist die rechtliche Situation etwas anders, aber das Gelsenkirchener Bündnis gegen Rechts hat jedenfalls Strafanzeige (wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen) erstattet – die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Und was sagt Kevin zu den Fotos, die ihn einmal auf der Bude im Burschenschafter-Kostüm mit Hitler-Porträt und zum anderen mit Bierdose, nacktem Oberkörper und Hitler-Gruß zeigen? Das Foto mit dem Hitlergruß zeige eine Urlaubsszene aus dem Jahr 1999 ohne jeden politischen Bezug – so Kevin. Zu dem Foto mit dem Hitlerbild und in Burschi-Kostüm wollte sich der Pro-NRW-Ratsherr (= Gemeinderat) nicht wirklich äußern: „Zu dem Foto möchte ich nichts sagen. Das wird abgemahnt. Ich habe einen Anwalt eingeschaltet.“

Der Anwalt von Hauer spricht von einem Foto, das ein „privates Verhalten“ seines Mandanten wiedergebe, ungefähr sechs Jahre alt sei und „daher ebenfalls keiner öffentlichen Information zu dienen bestimmt“ sei.

Jetzt wissen wir zwar nicht, wie es zur Veröffentlichung der Fotos gekommen ist, aber wir haben so immerhin eine Ahnung, in welchen Posen sich Burschis „privat“, als „Urlaubsszene“ oder einfach aus „Jux“ fotografieren lassen. Informativ ist das schon!

So lernen wir immerhin die Ballgäste des FPÖ-Akademikerballs etwas besser kennen (siehe auch: „Unsterblich m Akademikerball“)!

Kein Bock auf Pro-NRW
Bündnis gegen Rechts Gelsenkirchen
FPÖ-Burschi-Ball: Auch Kevin war da!
Burschenschafterball: Kevin kommt wieder!