Buchpräsentation Jüdisches Leben in der Vorstadt — Ottakring und Hernals

Do, 17. Okto­ber, 18:00 – 20:00
Ort wird noch bekan­nt gegeben, bzw. bitte beim Man­del­baum Ver­lag erfragen.

Beschrei­bun­gADUN­KA, Eve­lyn / ANDERL, Gabriele In den Bezirken Ottakring und Her­nals, 1892 durch die Einge­mein­dung selb­ständi­ger Vororte ent­standen, lebten 1910 2,6 bzw. 2 Prozent der Mit­glieder der Wiener Israelitis­chen Kul­tus­ge­meinde. Der große Tem­pel in der Huber­gasse, drei Bethäuser und soziale Vere­ine zeugten von einem aktiv­en jüdis­chen Leben. Unter den hier leben­den Juden und Jüdin­nen waren wohlhabende Unternehmer und Grundbe­sitzer, vor allem aber viele Arbei­t­erIn­nen, kleine Gewer­be­treibende, Taglöh­ner­In­nen und Hausier­er. Ein Teil von ihnen war zum Chris­ten­tum kon­vertiert, kon­fes­sion­s­los oder lebte in gemis­cht-kon­fes­sionellen Ehen, viele waren in der Arbeit­er­be­we­gung aktiv. Auf Basis von Archivquellen, zeit­genös­sis­chen Pub­lika­tio­nen, Erin­nerun­gen und Inter­views beleuchtet das Buch das jüdis­che Leben in den bei­den Bezirken vor dem März 1938, vor allem aber auch die Ver­fol­gung, Beraubung, Flucht und Depor­ta­tion während der NS-Zeit. Es wer­den die Lebensläufe promi­nen­ter Bewohn­er wie der Schrift­steller Ernst Waldinger und Fred­er­ic Mor­ton (Fritz Man­del­baum) oder der Mit­glieder der Indus­triel­len­fam­i­lie Kuffn­er eben­so nachgeze­ich­net wie jene von wenig bekan­nten jüdis­chen OttakringerIn­nen und Her­nalserIn­nen. Erscheint im Okto­ber 2013