Der „Königstiger“ steckt fest!

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Wer­ner Königs­ho­fer, der die Web­sei­te „Königs­ti­ger“ betreibt, ist etwas ver­härmt. Er hat schon wie­der eine Kla­ge ver­lo­ren, die er gegen den Kri­mi­nal­be­am­ten Uwe Sai­ler ein­ge­bracht hat­te. Viel­leicht ist das der Grund, war­um er auf sei­ner Sei­te mit der Jus­tiz im all­ge­mei­nen so hef­tig umgeht. Lus­tig ist hin­ge­gen, dass er sein Aus­schei­den aus dem Natio­nal­rat „gesund­heits­be­dingt“ sieht.

König­ho­fers Schlacht gegen Sai­ler vor diver­sen Gerich­ten hat neu­er­lich eine Schlap­pe hin­neh­men müs­sen. Mit einer „Impug­na­ti­ons­kla­ge“ woll­te er eine gegen ihn ver­häng­te Exe­ku­ti­ons­be­wil­li­gung auf­hal­ten – wie­der nicht gelun­gen! Schön lang­sam wird’s fad! Wir erspa­ren des­halb auch die Details sei­ner Kla­ge, in der er im wesent­li­chen behaup­tet, er bzw. sein Home­page-Betreu­er sei­en nicht in der Lage gewe­sen, recht­zei­tig einen Bei­trag von der Home­page zu löschen, da das Note­book defekt gewe­sen sei bzw. bei­de über kei­ne aus­rei­chen­de Kennt­nis ver­fügt hät­ten, wie der Lösch­vor­gang recht­zei­tig zu bewerk­stel­li­gen gewe­sen wäre….


Ein Tiger steckt fest…
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Das Beru­fungs­ge­richt wies die Kla­ge von Königs­ho­fer ab, was für den „Königs­ti­ger“ bedeu­tet, dass er noch ein­mal zah­len muss – in die­sem Fall die Kos­ten der Gegenseite.

Es sum­mie­ren sich also die Kos­ten für den „Königs­ti­ger“, der auf sei­ner Home­page vor­sorg­lich ein „Pro­zess-Finan­zie­rungs-Kon­to“ angibt. Die per­ma­nen­ten Nie­der­la­gen vor Gericht schei­nen den „Königs­ti­ger“ etwas aus der Spur gebracht zu haben. Auf sei­ner Home­page fin­den sich nicht nur etli­che abfäl­li­ge Anmer­kun­gen zur Jus­tiz im ein­schlä­gi­gen Jar­gon („Sys­tem­pres­se und Polit­jus­tiz in per­fek­tem Zusam­men­spiel“, „Ist die Jus­tiz tat­säch­lich die Hure der Poli­tik?“), son­dern auch die etwas schön­fär­be­ri­sche Fest­stel­lung, dass sein Aus­schei­den aus dem Par­la­ment „gesund­heits­be­dingt“ begrün­det war, er aber eine „Rück­kehr in die Poli­tik nach einer gewis­sen Erho­lungs­pha­se nicht aus­schlie­ße“.

Soweit erin­ner­lich, war dem „gesund­heits­be­ding­ten Aus­schei­den“ der Aus­schluss aus der FPÖ und dem frei­heit­li­chen Par­la­ments­klub vor­aus­ge­gan­gen. Von die­sem klei­nen Zwist ist bei Königs­ho­fer mitt­ler­wei­le nicht mehr viel zu spü­ren. Naja, mit dem Tiro­ler FPÖ-Chef Hau­ser kommt er noch immer nicht zurecht, aber als Mar­tin Graf und Wer­ner Neu­bau­er vor weni­gen Tagen in Süd­ti­rol pro­kla­mie­ren „Los von Rom –Hin zur Tiro­ler Lan­des­ein­heit“, jubelt Wer­ner: “Bra­vo Mar­tin! Bra­vo Wer­ner!“.

Und wäh­rend Königs­ho­fer in monat­li­chen Abstän­den ein hal­bes Jahr als Finanz­ex­per­te und Gast­re­fe­rent durch diver­se Hin­ter­zim­mer tin­gel­te, um für die Lis­te Tirol des Alo­is Wech­sel­ber­ger Stim­mung zu machen, scheint die­se Zunei­gung wie­der etwas erkal­tet zu sein, seit Wech­sel­ber­ger das Team Stro­nach Tirol anführt. Frank Stro­nach hat offen­sicht­lich bis­her noch nicht an die Zukunfts­hoff­nung Königs­ho­fer gedacht und so jubelt der in sei­ner jüngs­ten Mel­dung einem wei­te­ren Frei­heit­li­chen, sei­nem Nach­fol­ger als FPÖ Abge­ord­ne­ten, Mathi­as Veni­er zu: „Ich wün­sche dem Mathi­as und sei­nen Leu­ten viel Glück und Erfolg im neu­en Jahr 2013!“.

Und da sol­len sich die Fans von Königs­ho­fer noch aus­ken­nen? Der „Königs­ti­ger“ steckt wirk­lich fest – das wird nichts mehr!