Krems: Ein spuckender FPÖ-Kandidat

Bei der Gemein­der­atswahl am 7.Oktober hat es nicht gere­icht. Die FPÖ kon­nte zwar ein Man­dat dazugewin­nen, aber Alexan­der Hrubesch, der am vierten Lis­ten­platz kan­di­dierte, ging leer aus. Wegen sein­er ras­sis­tis­chen Attacke am Vor­abend der Wahl reicht es mehr als 340 Per­so­n­en, die auf Face­book die Gruppe Alexan­der Hrubesch –eine Schande für Krems! unterstützen.

Alexan­der Hrubesch kommt –wie es so schön heißt – aus ein­er anges­tammten FPÖ-Fam­i­lie in Krems. Sein Vater war FPÖ-Funk­tionär und –Man­datar und kan­di­dierte aus sen­ti­men­tal­en Grün­den dies­mal für den sech­sten Platz auf der FPÖ-Liste. Unter sein­er Ägide hat­te die FPÖ näm­lich sechs Mandate.

Der Sohne­mann hat­te das Wahl­pro­jekt schon am Vor­abend der Wahl zum Ent­gleisen gebracht. Nach einem Wahlkampf-Besuch von HC Stra­che ver­spürte der frei­heitliche Jung­poli­tik­er noch den Drang, in der VIP-Bar beim Kremser Okto­ber­fest den Wahlsieg vorzufeiern. Weil die Bar aber beim Zus­per­ren war, wurde ihm das auch mit­geteilt. Von ein­er Stu­dentin, die in der Bar arbeit­ete. Die Reak­tion des Jungfrei­heitlichen aus altem FPÖ-Adel: „Daraufhin beschimpfte er die in Krems geborene, dunkel­häutige Stu­dentin als „Nig­ger-Bitch“ und spuck­te ihr ins Gesicht“.

Die „NÖN“, die über die ras­sis­tis­che Attacke berichtete, been­dete ihren Bericht (NÖN, 15.10.2012) mit dem Satz: “Alexan­der Hrubesch hat­te in der Nacht vor der Wahl einen „Kurz­schluss“.

Kurz­schluss oder typ­is­che Hal­tung? Die „NÖN“ berichtet , dass sich Alexan­der Hrubesch auf Face­book für seinen „Kurz­schluss“ entschuldigt habe. Doch davon ist nichts zu bemerken: das FB-Kon­to von Alexan­der Hrubesch zeigt keine Entschuldigung, son­dern einen Men­schen mit Harn­drang.

Auf Face­book hat sich eine Gruppe gebildet, die gegen die ras­sis­tis­che Attacke von Alexan­der Hrubesch protestiert. Dort will auch ein FPÖ-Mann die Attacke von Hrubesch nicht vertei­di­gen. “Das und auch seine Alko­holisierung recht­fer­ti­gen den­noch diese Ent­gleisung nicht, das ist über­haupt keine Frage“.

Und? Dür­fen wir mit dem Auss­chluss aus der FPÖ rech­nen? Oder mit ein­er strafrechtlichen Ver­fol­gung? Schließlich schrieb die „NÖN“: „Der Vor­fall blieb nicht unbe­merkt und wurde auch von Mitar­beit­ern des Bun­de­samtes für Ver­fas­sungss­chutz reg­istri­ert“. – Was auch immer das heißen mag ‑wir wer­den sehen und berichten!