Die rechten Sprachdeuter (II): Schlechtmenschenneusprech „Ankerkinder“

„Anchorba­bies ist hate-speech” schrieb der US-Kom­men­ta­tor Raoul Low­ery Con­tr­eras 2007 und schuf so eine sprach­liche Trennlin­ie zwis­chen recht­sex­trem­istis­chen Has­spro­pa­gan­dis­ten und dem öffentlichen Diskurs. Zur öster­re­ichis­chen Innen­min­is­terin ist das bis­lang noch nicht durchge­drun­gen. Obwohl die öster­re­ichis­che Frem­denge­set­zge­bung gar keine „Ankerkinder“ ermöglicht, führte(n) sie und ihre Untergebe­nen das Wort Anfang Jän­ner 2012 in den öster­re­ichis­chen Diskurs ein – und pro­duzierten damit den offenkundig erwün­scht­en ras­sis­tis­chen Reflex. Bedeu­tung und Geschichte des Wortes nimmt die Zeitschrift mal­moe in ihrer Aus­gabe 58 unter die Lupe.

malmoe.org — Zur Plage der „Ankerkinder“-Debatte: Schlechtmenschenneusprech