Lesetipp: DÖW – 22. Juni 1941 – Deutscher Überfall auf die Sowjetunion

22. Juni 1941
Deutscher Überfall auf die Sowjetunion

Im Zuge des Kriegs, den die Deutsche Wehrmacht am 22. Juni 1941 nach monatelangen Vorbereitungen gegen die Sowjetunion begann, erreichte die NS-Judenverfolgung eine neue Qualität: In den eroberten Gebieten der Sowjetunion wurde mit der systematischen Massenvernichtung begonnen, die 1942 auch auf die übrigen Länder des deutschen Machtbereichs ausgedehnt wurde.
Die Leugnung der NS-Kriegsschuld ist eines der Hauptthemen des „Revisionismus“. „Revisionistische“ Umdeutungen des NS-Regimes und seiner Verbrechen haben – etwa mit der These, beim Überfall Hitler-Deutschlands auf die Sowjetunion habe es sich um einen „Präventivkrieg“ gehandelt – über den Bereich des organisierten Neonazismus und Rechtsextremismus hinaus Publizität erhalten.

Exekution durch Einsatzgruppen in der Sowjetunion, undatiert. Das Foto wurde von einem Soldaten aufgenommen und im Frühjahr 1945 an eine Bekannte geschickt, die als Gegnerin des NS-Regimes galt.
Die Einsatzgruppen – bestehend aus Einheiten der Sicherheitspolizei (= Gestapo und Kripo) und des Sicherheitsdienstes (SD) der SS – hatten in Osteuropa die Aufgabe, als mobile Tötungskommandos angebliche politische Gegner und „rassisch Unerwünschte“ zu liquidieren.

Winfried R. Garscha:
Kein „Weltanschauungskrieg“, sondern ein Vernichtungskrieg

Gerd R. Ueberschär:
Das „Unternehmen Barbarossa“ gegen die Sowjetunion – ein Präventivkrieg? Zur Wiederbelebung der alten Rechtfertigungsversuche des deutschen Überfalls auf die UdSSR 1941 (PDF, 92 KB)

Brigitte Bailer-Galanda:
„Revisionismus“ als zentrales Element der internationalen Vernetzung des Rechtsextremismus

Aus der DÖW-Ausstellung:
Nationalisierende Geschichtsbetrachtung / „Revisionismus“