bnr.de — Eine „Liste Wien“ will bei den Gemeinderats- und Bezirksvertreterwahlen im Herbst antreten.

Laut bnr.de war Rehak Ref­er­ent beim Jahreskongress der „Gesellschaft für freie Pub­lizis­tik (GfP)”. Diese „Gesellschaft” ist ein recht­sex­tremer Vere­in, wo auch Wal­ter Mari­novic bere­its referierte. Bei ein­er Ver­anstal­tung der GfP 2001 trat der Neon­azi-Sänger Frank Ren­nicke auf. Rehak gehört auch dem „wis­senschaftlichen Beirat” des Neon­azi-Blattes „Volk in Bewe­gung & Der Reichs­bote” an.

„Zuwan­derungsstopp“ für Wien

Öster­re­ich (Wien) – Eine „Liste Wien“ will bei den Gemein­der­ats- und Bezirksvertreter­wahlen im Herb­st antreten.

Vor­sitzen­der und Spitzenkan­di­dat der „Liste Wien“ ist der ins extrem rechte Lager abgedriftete Gün­ter Rehak mit Verbindun­gen ins neon­azis­tis­che Milieu. Die „Liste“ fordert unter anderem einen „sofor­ti­gen Zuwan­derungsstopp“, die Bekämp­fung der ange­blich über­bor­dern­den Kor­rup­tion und die „Erschwerung von speku­la­tiv­en und par­a­sitären Einkün­ften“. Der Holo­caust-Leugn­er und Hitler-Verehrer Gerd Hon­sik wird von der „Liste Wien“ als „Jus­ti­zopfer“ bezeichnet.

Die neon­azis­tis­che Home­page „alpen-donau“ begrüßt die Rehak-Kan­di­datur grund­sät­zlich, da eine Konkur­renz von noch weit­er recht­saußen die FPÖ „ver­an­lassen“ würde, „sich auf ihre Wurzeln zu besin­nen“. Der Ex-Linke Rehak war einst Kopf des Ver­ban­des Sozial­is­tis­ch­er Stu­den­ten Öster­re­ichs, später Sekretär des früheren öster­re­ichis­chen Bun­deskan­zlers Bruno Kreisky (SPÖ). Bis 2002 war Rehak Min­is­te­ri­al­rat im Wiener Bun­deskan­zler­amt. 2005 trat Rehak der FPÖ bei, „da er dort seine antikap­i­tal­is­tis­chen Ziele bess­er vertreten sah“. („Die Aula“). Die FPÖ hat Rehak wegen sein­er Kan­di­datur für die „Liste Wien“ zwis­chen­zeitlich verlassen.

Rehak ist Gele­gen­heit­sautor und Inter­view­part­ner der „Nation­al-Zeitung“. Im April 2008 war er Ref­er­ent beim Jahreskongress der „Gesellschaft für freie Pub­lizis­tik“ im thüringis­chen Suhl. Seit 2007 gehört Rehak dem „wis­senschaftlichen Beirat“ des Neon­azi-Blattes „Volk in Bewe­gung & Der Reichs­bote“ aus Ell­wan­gen in Baden-Würt­tem­berg an. (am)

21. 08. 2010