Beiträge über 'Klagenfurt'

Keine Frage – das politische Leben des Sozialsprechers der FPÖ, Klagenfurter Vizebürgermeisters und Abgeordneten zum Kärntner Landtag und später zum Nationalrat, Reinhart Gaugg war ein bewegtes oder auch patschertes. Auf Gauggs Schultern wurde 1986 Jörg Haider als neuer FPÖ-Chef gefeiert. Etwas später rief er sich als innovativer Interpretator des Wortes NAZI in die öffentliche Erinnerung.

2002 sollte Gaugg belohnt werden: ÖVP und FPÖ handelten in einer geheimen Sitzung die Spitzenposten für die neu fusionierte Pensionsversicherungsanstalt (PVA) aus. Für Gaugg war der Posten des stellvertretenden Generaldirektors vorgesehen. Das geheime Sitzungsprotokoll fand den Weg in die Öffentlichkeit – man munkelte, durch einen Parteifreund. Ab da ging’s bergab.

Gaugg wurde zwar noch durch einen Personalberater mittels eines Farbtests als höchst qualifiziert bezeichnet:
„Der herr Gaugg hat sich – laut diesem test hier – entwickelt von einem dominanten motivator zu einem motivator-inspirator – er liegt jetzt ungefähr hier – der aufgrund seines gelb-anteiles kommunikativ ist, überzeugend mehr »

Eine private Feier im Volxhaus in der Nacht zum 8.11. wurde von vier Neonazis gestört. Nachdem ihnen offensichtlich das Lied eines 25-jährigen Sängers missfiel, störten sie den Abend mit „Sieg Heil“-Rufen. Nach der Veranstaltung lauerten sie dem Sänger vor dem Lokal auf und schlugen ihn und zwei Begleiter brutal zusammen. Die Opfer erlitten erhebliche Verletzungen, da einer der Täter einen Handschuh mit Metallnieten trug. Bei ihrer Flucht verloren die vier Neonazis eine Stahlrute. Die bereits gefassten Verdächtigen werden von der Polizei einvernommen. ( Neue Kärntner Tageszeitung, Krone )

Der Prozess gegen den Altnazi Herbert Schwaiger hat ein Nachspiel: Ein Zeuge fühlt sich von der Neonazi- Website („Alpen-Donau“) bedroht, die sein Foto und den vollen Namen veröffentlicht hat-neben wüsten Beschimpfungen.
Damit noch nicht genug finden sich auf der Nazi-Seite auch Bilder des Staatsanwalts, des Richters und der Geschworenen, die als “blöde oder manipuliert” bezeichnet werden. “Wer soll sich angesichts dessen noch für ein Geschworenengericht zur Verfügung stellen?”, fragt ein Richtervertreter. Aus dem Justizministerium hieß es dazu, dass der Justiz die Hände gebunden seien, weil der Server der Website in den USA liege (Kleine Zeitung)

Der bekennende Altnazi und SS-Mann Herbert Schweiger (85) aus der Steiermark , in der Naziszene Österreichs und Deutschlands seit Jahren verehrt und als Aktivist und Referent tätig , wurde in Klagenfurt zu 2 Jahren unbedingt wegen NS- Wiederbetätigung verurteilt. Sätze wie „Der Feind ist und bleibt der Jude“ fanden sich im Repertoire von Schw.. Als Verteidiger agierte auch in diesem Prozeß Herbert Schaller, der erst vor kurzem den Holocaust-Leugner Gerd Honsik verteidigt und selbst mehrfach die Existenz von Gaskammern bezweifelt hatte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (News)